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16.03.2017 - 06:11 Uhr

Arbeitstagung: Referat zu den Regeländerungen und Neuigkeiten für den Fußballkreis

Lütgenade (mm). Neben der Auslosung und den Ehrungen standen standesgemäß auch die weitere Neuigkeiten auf der Tagesordnung. In diesem Winter waren die heiße Diskussion um die Verkleinerung der Bezirksligastaffeln von vier auf drei Staffeln geführt wurde. Zudem wurden die Regeländerungen innerhalb der 17 Regeln des Fußballs, die sich die Schiedsrichter im NFV Kreis Holzminden kurzfristig zur neuen Saison aneignen, thematisiert. Wie komplex die Regeländerungen sind, stellte NFV-Schiedsrichterlehrwart Timon Wenkel in einem sehr unterhaltsamen aber auch informativen Vortrag.

Vier Bezirksstaffeln oder in Zukunft nur noch drei ? Diese Frage stellte sich für die kommende Saison. "Wir wollen durch die Reform die Kreise stärken", berichtet August-Wilhelm Winsmann und begründete damit den Antrag auf die Verkleinerung auf drei Staffeln. In Niedersachsen hat sich die Zahl Vereine auf weniger als 18.000 Vereine verkleinert - der demographische Wandel zieht auch nicht am leistungsorientierten Fußball vorbei. Das Votum des NFV Kreis Holzminden lautete "PRO" Verkleinerungen auf drei Staffeln, doch fünf Kreise stimmten gegen die Verkleinerung, sodass diese zunächst auf Eis gelegt wurde. "Wir sind uns aber sicher, dass die Verkleinerung früher oder später kommen wird und der Antrag schon im nächsten Jahr wieder gestellt wird", berichtet NFV-Kreisvorsitzender August Borchers.

Auf Einladung des NFV-Kreises Holzminden machte sich der Verbands-Schiedsrichter-Lehrwart Tino Wenkel auf den Weg in den Landkreis Holzminden. Im Gepäck hatte er eine Präsentation, die für viele Funktionäre der anwesenden Vereine unbekannte Regeln, nach denen bereits seit Saisonbeginn gespielt wird, offenbarte. Dabei sollte den fußballspielenden Vereinen doch bekannt sein wann Abseits ist oder wofür es alles Strafstößen geben könnte, oder?

"So eine Reform hat es in dieser Form noch nicht gegeben", eröffnete Wenkel seinen Vortrag und ist sich sicher, dass es in den nächsten Jahre auch weitere Regeländerungen geben werde. Neben der redaktionellen Umbenennung der Spielregeln, gibt es in den Fußballstatuten Regeln, die es früher nicht gab. So muss der Schiedsrichter das Spiel abbrechen, wenn eine Mannschaft nur noch sieben Spieler auf dem Spiel aufbieten kann.

So können alle im Spielbericht aufgeführten Personen, die im Regelwerk als Teamoffizielle bezeichnet werden, eine direkten Freistoß oder gar einen Elfmeter für den Gegner beim Eingriff auf dem Spielfeld verursachen. Das Spiel muss noch gar nicht angepfiffen sein, da könnte der Schiedsrichter aufgrund von bspw. Beleidigungen gegen seine Person bei der Passkontrolle eine Disziplinarstrafe gegen diesen Spieler verhängen.

Jeder kennt die Situation: Ein Spieler liegt auf dem Boden, wird auf dem Platz behandelt und muss den Betreuer an die Seitenlinie begleiten, um sich wenig später wieder beim Schiedsrichter anzumelden und dem Spiel weiter beiwohnen zu dürfen. Doch dies kann bei Vergehen, die mit einer gelben oder roten Karte geahndet wurden, der Vergangenheit angehören. So kann der Spieler bei einer raschen Behandlung (20 - 25 Sekunden) auf dem Feld bleiben. Seit der EM ist bekannt, dass der Anstoß nach hinten ausgeführt werden darf.

Aber auch beim Abseits hat sich etwas verändert. So ist bei einer Abseitsstellung der Ort der Spielfortsetzung in Form eines Freistoßes zu einem anderen geworden. Das Spiel wird fortgesetzt, wo der im abseitsstehende Spieler den Ball angenommen hat. Bei Vergehen, die mit der roten Karte bestraft werden wie z.B. einer Notbremse wird selten von der Vorteilsregelung Gebrauch gemacht. Liegt allerdings eine klare Torchance für einen mitgelaufenen Spieler vor, so kann die Vorteilsregel angewandt werden. Unabhängig davon ob das Tor erzielt wird, ist dem Spieler für sein Vergehen die rote Karte zu zeigen. Gleiches gilt, wenn der Spieler, der das rotwürdige Foul begangen hat, erneut ins Spielgeschehen eingreift. Hier wird das Spiel sofort unterbrochen und der Platzverweis zusprochen. Das Spiel wird mit einem indirekten Freistoß fortgesetzt.

Die Dreifachbestrafung mit Elfmeter, Rote Karte und die Möglichkeit auf ein Gegentor gilt teilweise der Vergangenheit an. Geht der Spieler ballorientiert zur Sache, so ist ihm die Verwarnung in Form einer gelben Karte auszusprechen. Wird der Stürmer vom verteidigen Spieler allerdings geschubst, gezogen oder gehalten ohne Möglichkeit an den Ball zu gelangen, so ist der rote Karton zu zücken.

Fotos: mm





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