Schnellkontakt: media@meine-fankurve.de   -    Telefon: 0 152 / 55 91 13 93

10.01.2017 - 06:33 Uhr

Fußball und Football in einem fremden Land: Tim Weibert berichtet über seine sportlichen Erfahrungen in den USA

Eschershausen (mm). Weihnachten und Neujahr verbrachte Tim Weibert in den Vereinigten Staaten, aber nicht nur das. Er ist bereits seit Ende August in Wichita in einem Internat, für welches er sowohl Fußball als auch American Football spielt. Wir haben den Kontakt zu ihm aufgenommen, um ein etwas anderes Interview in unsere Reihe mit aufzunehmen.

Im Gespräch berichtet er, warum in den USA ist, wie er auf den American Football kam und auf welche Erfolge er zurückblicken kann - aber auch welche Unterschiede er zwischen dem Fußball in Deutschland und dem Jagen hinter dem runden Leder in den USA ausmachen konnte.

Redaktion: "Tim, liebe Grüße aus Deutschland in die Vereinigten Staaten. Ich hoffe, du hattest ein schönes Weihnachtsfest und bist gut ins neue Jahr gekommen. Du bist seit Ende August in einem Internat in den USA. In welchem Internat bist du und hast du dich dort schon gut eingelebt?"

Tim: "Danke, ich bin gut ins neue Jahr gekommen. Ich bin an der Life Preparatory Academy und lebe dort in den Dorms, das ist eine Internat, nur etwas selbstständiger. Natürlich war es für mich eine Umstellung, aber mittlerweile habe ich mich gut eingelebt."

Redaktion: "In den USA spielst du neben Fußball auch American Football. War dies mit ausschlaggebend in ein "Internat" in die USA zu gehen?"

Tim: "Der Hauptgrund ist, dass ich hier mein Englisch verbessern möchte. American Football hat bei der Entscheidung keine Rolle gespielt, aber es ist eine gute zusätzliche Sache, die ich gerne mitnehme."

Redaktion: "Wie bist du auf den American Football gekommen? Hast du in Deutschland bereits an Trainingseinheiten teilgenommen? Auf welcher Position spielst du dort?"

Tim: "Ich habe schon bevor ich Amerika geplant habe, Football geguckt. Von Spiel zu Spiel, welches ich geguckt habe, hat es bei mir mehr angefangen zu kribbeln, sodass ich bei den Young Invaders in Hildesheim an einigen Trainingseinheiten teilgenommen habe. Ich spiele als Kicker und Linebacker, aber hatte viel mehr Einsätze als Kicker."

Redaktion: "Wie oft habt ihr in einer Saison gespielt bzw. wie viele Spiele hast du bestritten und wie habt ihr die abgelaufenen Saison abgeschlossen?"

Tim: "Ich habe für die Life Prep Fire gespielt. Diese Saison hatten wir insgesamt 9 Saisonspiele und 2 Play-off Spiele. Die Play-offs sind so etwas wie eine weiterführende Runde, wo man sich qualifizieren muss. Wir haben es bis in das State Championship Finale geschafft und da knapp verloren. Ich war bei 7 Saisonspielen und allen Play-off Spielen dabei." 


Redaktion: "Wie erzielt man als Kicker beim American Football Punkte?"

Tim: "Als Kicker erzielt man Punkte, indem man den Football durch das Goalpost schießt. Meistens kickt man ein Fieldgoal, wenn man nach seinen drei Versuchen ein Touchdown zu erzielen, es nicht geschafft hat, in die Endzone zu kommen. Ein Fieldgoal wird meistens im vierten und letzen Angriffsversuch erzielt und gibt drei Punkte."

Redaktion: "Die Flugeigenschaften eines Football sind sicherlich anders als bei einem normalen Fußballs. Kannst du beschreiben wie man diesen treffen muss? War es schwer für dich, dich auf diesen Ball umzustellen?"

Tim: "Ja, definitiv sind die Flugeigenschaften unterschiedlich. Einen Fußball kann man so gut wie an jeder Stelle treffen und er erzielt eine genaue und akzeptable Weite. Beim Football muss man den sogenannten "Sweet Spot" treffen, damit der Ball abhebt, aber trotzdem auch weit genug kommt. Dieser Punkt befindet sich leicht unter der horizontalen Mitte des Footballs. Die Umstellung lief bei mir relativ schnell ab."

Redaktion: "Deine Eltern erzählten mir stolz, dass du dort schon einige Male zum Spieler des Spiels ausgezeichnet wurdest. Wie oft war das der Fall und was hast du in diesen Spielen besonders gut gemacht?"

Tim: "Ich wurde dreimal zum Special Team Spieler des Spieles gewählt. Außerdem werden noch die besten offensiven sowie defensiven Spieler des Spiels ausgezeichnet. Bei meinen drei Auszeichnungen hatte ich entweder sehr weite Kicks oder habe mein Team durch ein Tackle vor einem Touchdown durch das gegnerische Team bewahrt."

Redaktion: "Du spielst, wie eingangs gesagt, dort auch Fußball. Wie verlief die Saison? Welche Unterschiede konntest du zum Spielen in Deutschland feststellen?"

Tim: "Sowie beim Football spiele ich auch für die Schulmannschaft, wo wir einen nationalen Titel geholt haben. In Amerika wird viel Wert auf Tempo gelegt und weniger auf Technik gesetzt, was es für mich als technisch stärkerer Spieler einfacher macht."

Redaktion: "Schule, American Football und Fußball und das in einem "fremden" Land - wie kriegst du das unter? Wie sieht dein Wochenplan aus?"

Tim: "Ich habe von 8 - 16 Uhr Schule und danach Training. Ich komme gegen 18-19 Uhr nach Hause, mache meine Hausaufgaben und esse. Beim Footballtraining gehen wir nicht jeden Tag auf das Feld. Wir hatten zweimal pro Woche Theorie, wo wir unsere und die Spiele unserer zukünftigen Gegner analysiert haben. Die Saison für Football und Fußball ist jetzt vorbei, aber trotzdem gehe ich noch einmal wöchentlich zum Kick-Training für das American Football."

Redaktion: "Fallen Fußballspiele und American Footballspiele auch mal auf den gleichen Tag? Wenn ja, was ziehst du vor? Gibt es beim American Football mehrere Kicker im Team?"

Tim: "Einmal ist ein Spiel auf denselben Tag gefallen. Da hatte ich mich für Football entschieden, weil wir im Play-off Kampf waren und das Priorität hatte. Neben mir gibt es noch einen weiteren Kicker im Team."

Redaktion: "Wie sieht deine Planung aus? Wann kommst du nach Deutschland zurück und wirst dort dein Abitur machen? Wirst du in Deutschland weiter American Football spielen?"

Tim: "Meine Zeit in den USA endet Ende Mai. Ich bin noch weiterhin bei der PGS Dassel angemeldet und werde dort voraussichtlich im Sommer in der elften Klasse dabei sein und dort die Oberstufe durchlaufen. Ich werde auch in Deutschland weiter Football spielen."

Redaktion: "Wir wünschen dir noch eine schöne Zeit in den USA und drücken dir weiterhin die Daumen, dass du dort weiterhin für Furore sorgen wirst."

Tim: "Danke für das Interview und vor allem Danke an meine Familie, dass sie mir diesen Traum erfüllt haben und an meine Freunde, die immer hinter mir stehen."

Fotos: red

Fußball und Football in einem fremden Land: Tim Weibert berichtet über seine sportlichen Erfahrungen in den USA - Auf Twitter teilen.
 

Unsere Werbepartner

Unser Nachrichten-Netzwerk
Brakel News Einbeck News Holzminden News
Höxter News Immobilien aus der Region Meine Fankurve
Northeim News Sportkurve Höxter Warburg News
Weser-Ith News