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Sonntag, 24. Januar 2021 15:28 Uhr

„Das Mannschaftsgefüge steht an erster Stelle“ - Grünenplans Spartenleiter Jan Tiesemann steht Rede und Antwort „Das Mannschaftsgefüge steht an erster Stelle“ - Grünenplans Spartenleiter Jan Tiesemann steht Rede und

Mannschaft 1: 1. FC Wunstorf

Grünenplan (mm). Der TuSpo Grünenplan spielt aufgrund der im Vorjahr abgebrochenen Saison bereits die zweite Spielzeit in Folge in der Bezirksliga Hannover. Maßgeblich an dem Aufstieg in den Bezirk war Jan Tiesemann sowohl als Spieler als auch als Spartenleiter beteiligt. Wir haben uns mit dem 30-Jährigen über seine bisherige Laufbahn, seine Arbeit als Spartenleiter und die Ziele des TuSpo Grünenplan unterhalten.

„Jan, schön, dass du dir für dieses Interview Zeit nimmst.“

„Sehr gerne.“

„Fangen wir auch gleich mit deiner Jugendzeit an. Hast du durchgängig bei der JSG Hils gespielt?“

„Ich habe meine gesamte Jugend bei der JSG Hils verbracht. Von der G- bis zur A-Jugend haben mich im Wesentlichen mein Vater Klaus, Jürgen Meyer und Martin Dahler trainiert.“

„Was waren dort deine größten Erfolge?“

„Am erfolgreichsten war die Zeit in der B-Jugend. Diese haben wir, da es im Kreis Holzminden nur eine gemischte A- und B-Jugend-Staffel gab, in der B-Jugend Staffel im Nachbarkreis Hildesheim gespielt. Dennoch gab es aufgrund der wenigen Kreis Holzmindener B-Jugendteams in jedem Jahr noch ein Aufstiegsspiel. In meiner ersten Saison sind wir gegen Holzminden gescheitert und in der darauffolgenden Saison ist uns mit einem Sieg gegen die JSG Boffzen/Fürstenberg der Aufstieg geglückt. In der Aufstiegssaison sind wir zudem im Nachbarkreis Hildesheim Zweiter geworden. Als Mittelfeldspieler sind mir 25 Saisontore gelungen, drei mehr als unser Stürmer Markus Funke (lacht).“

„Wie lief dein Einstieg in den Herrenbereich?"

„Ich bin gemeinsam mit Hauke Thomschke im Frühjahr 2009 zur Mannschaft dazugestoßen. Zu dem Zeitpunkt war mein Vater Trainer und wir spielten in der 1. Kreisklasse. Nach einer starken Rückrunde haben wir fast noch den direkten Wiederaufstieg geschafft. Im Sommer 2009 sind dann Jan Thomschke, Kevin Beier, Ruben Lange und natürlich auch Michael Seyd vom TSV Deinsen zu uns gewechselt. Wir sind dann im zweiten Jahr, mit ein bisschen Glück, als Zweiter aufgestiegen.“

„Trotz des Aufstieges bist du dann zur SV Alfeld gewechselt.“

„Genau. Mein Vater wurde trotz des Aufstiegs als Trainer entlassen. Von dieser Entscheidung war ich enttäuscht und bin dann nach Alfeld gewechselt. Ich habe zu dem Zeitpunkt ein FSJ gemacht und da hat es mit dem Training nicht so geklappt. Ich habe bei Alfeld in der Zweiten gespielt und bin schließlich in der Winterpause nach Grünenplan zurückgekehrt. Die Wogen waren dann zum Glück wieder geglättet und ich habe die Rückkehr auch zu keiner Zeit bereut.“

„Dass dein Vater Klaus Tiesemann ein guter Trainer ist, hatte in der Zwischenzeit auch der MTSV Eschershausen mitbekommen, sodass er dort Trainer wurde und ihr plötzlich statt miteinander gegeneinander spielen musstet. Wie war das für dich?“

„Klar denkt man immer, dass das etwas Besonderes ist. Aber ich konnte das als Sportler gut ausblenden und im Endeffekt war das schon ziemlich normal, auch wenn wir zu den Spielen gemeinsam gefahren sind und dann gegeneinander gespielt haben.“

„Wie blickst du auf eure Jahre in der Kreisliga zurück?“

„Wir waren viele Jahre der Jäger. Gerade unter Karsten Tute waren wir immer oben dran. Letztlich haben uns nicht die Duelle gegen die Mitkonkurrenten die Punkte gekostet. Wir haben oft gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte Punkte liegen gelassen.“

„Du sprichst Karsten Tute an. Was hat ihn als Trainer ausgemacht?“

„Wir hatten mit Karsten eine super Zeit. Er kommt von der Leichtathletik und hat uns voll auf Fitness trainiert. Wir waren immer richtig im Saft und konnten auch noch in der 85. Spielminute einen Vollsprint hinlegen. Besonders gefallen hat uns auch, dass wir in der Wintervorbereitung immer ins Niedersächsische Sportleistungszentrum nach Hannover gefahren sind und uns dort mal ein etwas anderes Training geboten wurde. Zudem war er in der Kabine immer ein richtig guter Motivator.“

„Als Spartenleiter standet ihr dann vor der Aufgabe einen Nachfolger zu finden. Wie bist du in die Spartenleitung gekommen und wie kam dann Waldemar Delzer auf Nachfolger ins Gespräch?“

„In der heutigen Zeit ist es bekanntlich schwierig Ehrenamtliche zu finden, die solche Aufgaben auf sich nehmen. Ich bin mit 20 Jahren als heimatverbundener Grünenplaner in die Spartenleitung hineingerutscht und war zunächst der Stellvertreter von Thomas Riemer. Als Thomas Riemer ausgeschieden ist, wurde ich schließlich zum Spartenleiter. Seit einigen Jahren haben wir in der Spartenleitung ein Dreiergespann. Wir teilen uns die Aufgaben auf. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem Spielverlegungen oder witterungsbedingte Spielabsagen zu kommunizieren, was manchmal schon ziemlich zeitaufwändig sein kann oder zu Staffeltagen zu fahren. Michael Seyd brachte Waldemar Delzer als Nachfolger ins Gespräch. Wir hatten Glück, dass auf die Aufgabe Lust hatte und über gute Kontakte zu Spielern verfügt.“

„Nach vielen Jahren „des Scheiterns“ wolltet ihr endlich mal Bezirksligaluft schnappen und habt euren Kader mit den Delzer Brüdern, Thomas Ptak und Oguzhan Dogan qualitativ verstärkt. Wie war es plötzlich der Gejagte zu sein?“

„Wir hatten uns, wie du schon erwähnt hast, super verstärkt. Unser Ziel war es oben mitzuspielen und wir wurden auch von den Mannschaften schnell in die Favoritenrolle gesteckt. Ich muss sagen, dass wir diese Rolle gut angenommen haben und auch die Systemveränderung auf die Viererkette schnell verinnerlicht haben. Wir haben kein Spiel auf die leichte Schulter genommen, auch nicht das Spiel bei der SG GoLüWa, wo wir dann Meister geworden sind. Jeder weiß, wie schwer es in der Kreisliga auf dem kleinen Platz in Golmbach war, die Punkte zu entführen.“

„Nun seid ihr in der Bezirksliga und kämpft gegen den Abstieg. Andere Vereine bezahlen Spielern in dieser Klasse bereits Geld, ihr nicht. Warum seid ihr dieser Linie treu geblieben?“

„Ja, das stimmt. Wir bezahlen unseren Spieler kein Handgeld, das hat uns schon immer ausgezeichnet und dabei werden wir es auch belassen. Bei uns sind die erste und zweite Mannschaft eine Gemeinschaft. Mit Geld sorgt man auch einfach für zu viel Unruhe in der Mannschaft. Bei uns steht das Mannschaftsgefüge an der ersten Stelle und davon werden wir auch in den nächsten Jahren nicht abweichen.“

„Vor der Saison sind euch mit Oguzhan Dogan (Neuhof), Thomas Ptak (aufgehört) und Ruben Lange (Karriereende) drei wichtige Säulen weggebrochen. Mit vier Punkten aus acht Spielen lief die Hinrunde nicht nach eurem Geschmack. Woran hat es gelegen?“

„Zunächst war es so, dass wir uns über die regionale Zuteilung und auf die neuen Mannschaften gefreut haben. Wir sind mit einem guten Auftritt beim TuS Germania Hagen in die Saison gestartet. Dort haben wir knapp verloren und hatten auch selbst Chancen zu gewinnen. Dann hatten wir uns für unser erstes Heimspiel gegen Holenberg viel vorgenommen und haben erneut knapp verloren. In den darauffolgenden Spielen haben wir einfach zu oft den Kampf und Siegeswillen vermissen lassen. Zudem haben wir unsere wenigen Chancen, die wir in der Bezirksliga bekommen, zu selten genutzt.“

„Für den Ort Grünenplan scheint die Bezirksliga eine Bereicherung zu sein. Bei euren Spielen ist vergleichsweise viel los. Woran liegt das?“

„Ja, unsere Zuschauer halten uns echt die Treue. Auch bei den ersten Auswärtsspielen in der Bezirksliga waren teilweise mehr Zuschauer von uns als von der Heimmannschaft da. Darauf bin ich natürlich stolz. Gegen Alfeld war unser Sportplatz so voll wie sonst nur bei einem Kreispokalfinale. Es liegt teilweise auch daran, dass wir unsere Heimspiele samstags statt sonntags austragen. So kommen auch mal Spieler von anderen Vereinen aus der Hilsmulde und schauen sich die Spiele an.“

„Wie und wann es weitergeht steht noch in den Sternen. Wie haltet ihr euch fit?“

„Ich persönlich bin mit meinen Adduktorenproblemen noch in Behandlung und mache regelmäßig selbst Kräftigungsübungen. Da uns nur eine Vorbereitungszeit mit der Mannschaft von zwei Wochen eingeräumt werden soll, appelliere ich an jeden Einzelnen der Mannschaft sich selbst fitzuhalten - zumal unser Kader nicht so groß ist und wir uns neben Markus Langer, der sich in der Hinrunde das Kreuzband gerissen hat, wenige Ausfälle erlauben können.“

„Du sprichst euren kleinen Kader an. War es der richtige Schritt vor der Saison die Spielgemeinschaft zweiten Mannschaft mit Ammensen zu kündigen?“

„Dadurch, dass der Sportplatz in Ammensen neugemacht werden musste, wir unsere Heimspiele der Zweiten lange Zeit in Grünenplan ausgetragen haben und die meisten Spieler sowieso aus Grünenplan waren, haben wir den Schritt gewagt. Klar tat mir das für Ammensen zunächst leid. Im Endeffekt war es der richtige Schritt. Es tat beiden Vereinen gut. Was in Ammensen entstanden ist, dazu kann man ihnen nur gratulieren. Für den Kreis ist es schön, dass es eine Herrenmannschaft mehr gibt und für die Hilsmulde, da es nun wieder mehr Derbys gibt.“

„Ihr seid eine der wenigen Kreisvereine, die in der Winterpause Hallenturniere spielen. Die sind in diesem Jahr komplett abgesagt worden. Wie sehr fehlen euch die Hallenturniere?“

„Ja, die Hallensaison ist bei uns fester Bestandteil des Winters und fehlt uns natürlich sehr. In einer vollen Sporthalle nah an den Zuschauern zu spielen ist immer ein besonderes Flair, gerade in Finalspielen, in denen es um etwas geht. Den Austausch mit anderen Vereinen und die anschließenden Partys, die nach den Turnieren stattfinden, vermisst man schon.“

"Kommen wir zur letzten Frage: Was wünschst du dir für das Jahr 2021?"

„Wir wollen natürlich den Klassenerhalt in der Bezirksliga festmachen. Das wird in der Abstiegsrunde nicht leichter. Ich appelliere an die Mannschaft, in jedem Spiel 100 % zu geben.“

Foto: mm

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