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Top 5 Nachrichten der Woche
Herren
Mittwoch, 24. Februar 2021 12:56 Uhr
Fußballgolf am Humboldtsee: Saisonvorbereitungen laufen auf Hochtouren
Dienstag, 23. Februar 2021 13:20 Uhr

Deutschland (red). Der Amateurfußball befindet sich weiterhin im Lockdown. Was sind die Folgen? Wie groß ist sind Sehnsucht und Notwendigkeit, endlich auf den Platz zurückzukehren? Welche Sorgen sind in den Vereinen am ausgeprägtesten? Der DFB hat eine Umfrage erstellt, aus der umfassendes bundesweites Lage- und Meinungsbild hervorgehen soll.

„Seit nunmehr dreieinhalb Monaten sind in Deutschland Training und Spiele im Amateurfußball untersagt, die Sportplätze und Hallen verschlossen. Es ist für jeden eine extrem belastende Situation, vor allen aber für unsere Kinder und Jugendlichen. Die Gesundheit hat Vorrang, das war und das bleibt unsere Maxime. Mit hohem ehrenamtlichen Engagement in unseren Vereinen leistet der Fußball jeden Tag seinen Beitrag, die Herausforderungen zu bewältigen. Aber wir müssen auch im Blick haben, welche Folgen dauerhafter Bewegungsmangel und fehlende soziale Kontakte gerade für die Kinder und Jugendlichen haben können", blickt auf NFV-Präsident Günter Distelrath auf die derzeitige Situation im Amateurfußball.

"Ich unterstütze deshalb nachdrücklich den Offenen Brief von DFB-Präsident Fritz Keller und Rainer Koch, der diese Wirkung und Kraft des Fußballs unterstreicht. Die Politik muss die besondere Bedeutung des Fußballs für die Gesundheit und das Gemeinwesen in ihre Überlegungen einbeziehen. Wir als NFV stehen dabei an der Seite unserer Vereine und fordern, dass es möglichst schnell eine Perspektive und eine Wiedereröffnungsstrategie für den Fußball gibt. Sobald es die Rahmenbedingungen zulassen, müssen vor allem die Kinder und Jugendlichen die Chance haben, zurückzukehren. In ihre Vereine, in ihre Mannschaften, zu ihren Freunden“, hofft Distelrath, dass sich auch viele Niedersachsen an der Umfrage, welche bis zum kommenden Freitag, den 26. Februar noch läuft, beteiligen. Das Ergebnis soll in der ersten März-Hälfte vom DFB vorgestellt werden.

Hier der Link zur Umfrage: https://www.netigate.se/ra/s.aspx?s=957204X264262994X99301

Montag, 22. Februar 2021 16:31 Uhr

Barsinghausen (mm). Am heutigen Montagabend geht's mit dem 4. NFV-Fußball-Fitness-Workout weiter. Sascha Derr vom Studio B54 wird ab 19 Uhr Übungen vormachen. Jeder kann bei dem Cybertraining mitmachen.

Sonntag, 21. Februar 2021 14:19 Uhr

Deutschland (r). DFB-Präsident Fritz Keller und der 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch wenden sich in einem gemeinsamen Offenen Brief an die knapp 24.500 Fußballvereine in Deutschland, an alle Spieler*innen, Trainer*innen, Betreuer*innen und ehrenamtlich Tätigen im Amateurbereich. Dabei nehmen sie Stellung zur aktuellen Situation im Breitensport.

Liebe Fußballfamilie,

nur zu gerne hätten wir Euch heute zugerufen: Macht die Sportplätze wieder auf, knipst das Flutlicht an und geht endlich wieder raus, geht kicken. Unter Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen und Hygienekonzepte. So, wie wir es im vergangenen Sommer bereits mit großer Sorgfalt getan haben. So, wie es bereits einmal von Euch allen hervorragend und mit unfassbar viel Herzblut umgesetzt worden ist. So, wie es anschließend in Millionen von Trainingseinheiten und Hunderttausenden von Spielen im ganzen Land bestens funktioniert hat.

Wir – Vereine, DFB, Regional- und Landesverbände – tragen verantwortungsvoll die von Bund und Ländern verlängerten Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zuverlässig mit. Doch dies darf nicht zum Dauerzustand werden. Wir wissen, was Euch in diesen Tagen umtreibt. Wir wissen, dass die jetzt sinkenden Infektionszahlen Eure Ungeduld weiter wachsen lässt. Uns geht es nicht anders.

Wir wünschen uns ebenso wie alle Präsidentenkolleg*innen in den Landesverbänden und anderen Sportarten, ebenso wie Millionen Amateursportler*innen bundesweit, dass der Sport als Teil der Lösung begriffen wird. Nicht um des Sports Willen, nein, im Sinne der Gesundheitsförderung und sozialer Beziehungen. Wir alle, speziell unsere Kinder und Jugendlichen, benötigen die Möglichkeit zur sportlichen Bewegung, sie ist gut für Körper und Geist – und das nachhaltig.

Die Pandemielage bleibt komplex und dynamisch. Was vor wenigen Wochen noch sinnvoll schien, ist heute in Teilen schon wieder überholt. Aber gerade der Fußball kann in der Krise Großes leisten, verlässlicher Partner sein. Er bietet Zusammenhalt und Unterstützung, Gemeinschaft und Austausch, Ziele und Perspektiven und er stärkt die Gesundheit. Großer Wunsch ist es, dass der Breitensport vor diesem Hintergrund von allen in Deutschland in dieser Wichtigkeit begriffen, wahrgenommen und schlussendlich akzeptiert wird.

Der Sport und seine einzigartige Vereinslandschaft in Deutschland müssen in allen Entscheidungen Berücksichtigung finden, dürfen nicht vergessen, nicht abgehängt werden. Denn unser Land braucht den Sport – der Fußball als weltweite Sportart Nummer eins muss vorangehen. Wer über Lockerungen diskutiert, muss zwangsweise über den Amateursport sprechen. Dafür wird sich der DFB weiter mit aller Kraft, aber auch mit Realitätssinn für die Situation einsetzen.

Denn: Fußball ist viel mehr als die Bundesliga oder die Nationalmannschaft.

Fußball, das sind mehr als zwei Millionen aktive Spielerinnen und Spieler in 145.000 Mannschaften in Deutschland, die derzeit nicht zusammenkommen dürfen. Rund 0,07 Prozent aller Teams in Deutschland dürfen aktuell spielen. Weil Profis dort ihrem Beruf nachgehen. Weil sie damit ihren Lebensunterhalt bestreiten und Arbeitsplätze in ihren Vereinen und den mit ihnen verbundenen Firmen und Branchen retten. Dafür sind wir sehr dankbar, das ist auch ein Privileg.

Der Fußball ist eine Einheit, ein gemeinsames Ökosystem, in dem alle Bereiche miteinander verbunden sind. Verschiedene Interessen, unterschiedliche Perspektiven, kritischer Diskurs – all das ist normal und auch wichtig. Doch dabei müssen wir uns alle – Profis und Amateure, Vereine und Verbände –immer wieder das Wichtigste vergegenwärtigen: Es gibt nur einen Fußball. Und gemeinsam sind wir am stärksten.

Der Profifußball erwirtschaftet Gelder, die dem Amateurfußball zugutekommen, auf die der Amateurfußball nicht verzichten kann. Umgekehrt kommen die Profivereine nicht ohne die riesige Amateurbasis aus. Der Fußball fußt auf einem starken Fundament, das unsere fast 25.000 Vereine und ihre mehr als sieben Millionen Mitglieder bilden. Brechen sie weg, bricht alles zusammen.

Wer Fußball spielt, kann kämpfen. Ohne Einsatz gibt es keinen Erfolg. Deshalb werden wir auch diese schwere Zeit überstehen. Wir wissen, welch gravierende Einschnitte unsere Spieler*innen, Schiedsrichter*innen, Trainer*innen, unsere vielen ehrenamtlich Engagierten hinnehmen müssen. Dennoch lassen sie den Kontakt zueinander nicht abreißen und sind weiterhin füreinander da. Ob durch gemeinsames Online-Training, Vereinstreffen via Videokonferenz, Einzeltraining oder auch als Einkaufshelfer – auch diese Seite haben wir gezeigt, wir haben mit vielen Aktionen angepackt, schwächeren Mitmenschen aus Risikogruppen wie selbstverständlich unter die Arme gegriffen. Dafür möchten wir Ihnen und Euch allen ausdrücklich danken. Euer Engagement verdient die höchste Wertschätzung, darauf dürft Ihr mächtig stolz sein!

Zusammen mit weiteren Verbänden nicht nur aus dem Sport, sondern auch aus den Bereichen Kultur und Gastronomie prüfen wir aktuell technische Lösungen für die Rückkehr von Besucher*innen. Wir arbeiten intensiv an verschiedenen Konzepten, unter anderem an einer App zur Besucher*innensteuerung und -nachverfolgung für unsere Amateurvereine.

Wir möchten Euch auch bitten, bei der gerade gestarteten Umfrage zur aktuellen Situation des Amateurfußballs und seiner Spieler*innen und Ehrenamtler mitzumachen. Damit wir ein möglichst umfassendes Bild bekommen, um die weiteren Schritte angehen zu können.

Die gesamte Gesellschaft, alle Branchen sehnen derzeit Lockerungen herbei. Sobald diese im Falle weiter sinkender Infektionszahlen und anlaufender Impfungen möglich sind, müssen vor allem unsere Kinder und Jugendlichen auf die Plätze an der frischen Luft zurückkehren dürfen, zunächst zum Training, später wieder im Spielbetrieb. Sie leiden derzeit besonders stark unter den aktuellen Einschränkungen, und die Folgen des Bewegungsmangels sind noch gar nicht absehbar. Freunde beim Fußball treffen, Spaß miteinander haben – auch das fehlt, gerade in Zeiten von Wechsel- und Distanzunterricht, was für viele Schüler*innen ein echter Stressfaktor ist.

So, wie wir sonst kein Spiel trotz Rückstand in der 90. Minute aufgeben, so geben wir kein Kind und keinen Jugendlichen verloren. Sie sind nicht nur die Zukunft des Fußballs, sie sind die Zukunft unserer Gesellschaft. In unseren Vereinen werden nicht nur Talente, Profis und Nationalspieler von morgen ausgebildet, sondern vor allem Menschen. Die Gemeinschaft im Verein prägt sie ein Leben lang, vermittelt ihnen Werte, baut Vorurteile ab, hält sie fit und gesund und gibt ihnen eine Heimat.

Diese Heimat ist derzeit vor allem Erinnerung – und Sehnsucht. Lasst uns weiter zusammen durchhalten, damit wir bald wieder zusammenspielen dürfen. Lasst uns die Hoffnung und vor allem die Chancen in den Mittelpunkt rücken: Sobald Sport möglich ist, kann der Fußball, können wir gemeinsam wieder Begeisterung schaffen und damit ein Signal des Aufbruchs setzen.

Herzliche Grüße

Fritz Keller

Dr. Rainer Koch

Samstag, 20. Februar 2021 12:55 Uhr

Bodenwerder (mm). Nicht nur in Duingen im Nachbarkreis Hildesheim wurde die Heimkabine renoviert (wir berichteten), auch in der Münchhausenstadt Bodenwerder haben die Fußballer vor dem Saisonstart selbst Hand angelegt und sich damit einen Wunsch erfüllt.

So wurde die Decke abgehängt und anschließend die gesamte Kabine in Vereinsfarben gestrichen. Die Lichtsteuerung der Kabine ist an die Musikanlage gekoppelt, sodass für Kabinenpartys nach Corona vorgesorgt ist. Zudem wurde gut sichtbar das Vereinswappen und ein Schriftzug "SCM Bodenwerder" platziert.

"Wir sind stolz auf das Ergebnis dieser Eigenleistung", freuen sich SCM-Teammanager Sven Meier und 2. Vorsitzender Andrej Spötter über das sehenswerte Ergebnis.

Foto: SCM Bodenwerder

Freitag, 19. Februar 2021 18:28 Uhr

Bevern (r). In der Pandemie ruht derzeit auch beim Kreisliga-Tabellenführer MTV Bevern der Spiel- und Trainingsbetrieb. Doch hinter den Kulissen wird weiter akribisch an der Zukunft gearbeitet. Ob die Saison noch einmal startet oder nicht, steht weiterhin in den Sternen. Dafür blickt man beim MTV Bevern schon in die kommende Spielzeit und verlängerte vorzeitig die Verträge von Christian Föckel und Maurice Zinke.

Häder macht auch kein Geheimnis daraus, dass es eigentlich nur reine Formsache war. “Wir sind mit der Arbeit des Trainer-Duo‘s sehr zufrieden und freuen uns schon jetzt auf die weitere enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Christian und Momo sind fachlich und menschlich einfach die Top-Lösung für uns“, so der sportliche Leiter vom Burgberg.

Auch Chef-Trainer Christian Föckel freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. “Die Jungs sind einfach eine tolle Truppe, mit der die Zusammenarbeit riesige Freude macht. Wir alle können es kaum erwarten, dass es endlich wieder gemeinsam auf dem Sportplatz zur Sache geht. Wir wollen unseren erfolgreichen Weg fortsetzen und die Mannschaft weiter entwickeln, denn damit sind wir noch nicht am Ende“, so Föckel.

Sein Co-Trainer Maurice Zinke sieht es ähnlich: “Ich sehe auf eine bisher durchaus positive Zeit zurück. Wir haben uns meines Empfindens nach in vielen Bereichen schon deutlich verbessert. Dies liegt aber nicht nur alleine an uns Trainern, denn dazu gehört auch ein gut funktionierendes Umfeld und motivierte Spieler. Dieses finden wir aktuell in Bevern vor. Jeder hängt sich voll rein. Daher denke ich, dass wir auf einem guten Weg sind und ich diesen gerne weiter mitgehen möchte.“

Glücklich zeigt sich auch MTV-Fußball-Fachwart Manfred Almstedt: “Ein wichtiges Mosaiksteinchen in unserer Zukunftsplanung können wir als abgehakt markieren. Das Trainerduo kommt überragend mit den Spielern klar, ist sehr ehrgeizig und erfolgsbesessen und überträgt das eins zu eins auf das Team. Für uns als Verantwortliche bleiben keine Wünsche offen. Es ist einfach ein tolles Miteinander. Besser kann es eigentlich nicht sein!“

Foto: MTV Bevern

Freitag, 19. Februar 2021 15:59 Uhr

Dielmissen (mm). Heute wird erneut auf ein Bezirksligaspiel zurückgeblickt. Auf dem Dielmisser Sportplatz standen sich am 21.09.2014 der VfL Dielmissen und der SV06 Holzminden zum Kreisderby gegenüber.

Wie das Spiel ausgegangen ist, seht ihr unserer Video-Zusammenfassung:

Videozusammenfassung: VfL Dielmissen - SV06 Holzminden

Heute wird erneut auf ein Bezirksligaspiel zurückgeblickt. Auf dem Dielmisser Sportplatz standen sich am 21.09.2014 der VfL Dielmissen von 1958 e.V. von 1958 e.V. und der SV 06 Holzminden zum Kreisderby gegenüber. Wie das Spiel ausgegangen ist, seht ihr unserer Video-Zusammenfassung:

Gepostet von MEINE-FANKURVE am Freitag, 19. Februar 2021
Donnerstag, 18. Februar 2021 15:19 Uhr

Kreis Holzminden (mm). Am gestrigen Mittwochabend wurde der ausschließlich vom Schiedsrichter-Lehrwart Marian Kempf geleitete und insgesamt auch erste Online-Schiedsrichter-Anwärter-Lehrgang des NFV-Kreises Holzminden mit der Schiedsrichterprüfung beendet. Insgesamt traten sieben Teilnehmer zur Prüfung, die auch in diesem Jahr vom Bezirksschiedsrichterlehrwart Marcus Schierbaum abgenommen wurde, an - sechs von ihnen haben bestanden.

"Die Prüfung war gut. Sören Eilers und Moritz Spormann vom SV06 Holzminden haben mit null Fehlern bestanden. Das war die erste Online-Prüfung im NFV überhaupt, also eine gelungene Generalprobe", freut sich Kreisschiedsrichterausschuss-Vorsitzender Sebastian Müller über das Prüfergebnis.

Erstmals bestand der Schiedsrichter-Anwärter-Lehrgang ausschließlich aus Theoriestunden, Praxisstunden waren aufgrund des Lockdows nicht möglich. "Wir werden aber einen Praxistag machen, wo wir den neuen Schiedsrichtern auf dem Sportplatz zeigen, wie ein typischer Tag als Schiedsrichter abläuft und insbesondere was sie vor Ort zu beachten haben", verspricht Kempf den neuen Schiedsrichter. Insgesamt zeigte sich Kempf mit dem Lehrgang zufrieden: "Das virtuelle Format wurde soweit gut angenommen und hat wunderbar funktioniert - auch mit der virtuellen Prüfung. Die Jungs haben gut mitgezogen und sich dementsprechend auch belohnt."

Das sind die neuen Schiedsrichter

SV06 Holzminden: Sören Eilers, Konstantin Bien, Moritz Spormann, Hassan Bik

TSV Kemnade: Kevin Schröder

VfR Hehlen: Lukas Fabian Schwarzbach

Foto: NFV Kreis Holzminden

Mittwoch, 17. Februar 2021 19:24 Uhr

Hehlen (mm). Im Sommer wird es eine Veränderung auf der Herrentrainerposition beim Kreisligisten VfR Hehlen geben. Marco Jung hört nach dreijähriger Amtszeit auf und wird von seinem Spieler und derzeitigen Trainer der Hehlener A-Jugend Behcet Arikan beerbt. Der VfR Hehlen bleibt damit seinem eingeschlagenen Weg, auf Trainer aus dem eigenen Verein zu setzen, treu.

Den Trainerwechsel bestätigte Hehlens Fußballabteilungsleiter René König gegenüber der Redaktion. "Ja, es stimmt. Marco Jung hat uns Ende Januar mitgeteilt, dass er uns als Trainer über die Saison 2020/ 2021 hinaus nicht mehr zur Verfügung steht. Wir bedanken uns auf diesem Weg bei Marco für die schöne Zeit und hoffen, dass wir mit ihm eine gute Rückrunde spielen können. Wir haben daraufhin mit Behcet Arikan gute Gespräche geführt. Er hat es in den letzten beiden Jahren in der A-Jugend super gemacht und wir sind überzeugt, dass er das auch im Herrenbereich hinbekommen wird", freut sich König, dass Arikan seine Zusage gegeben hat.

Behcet Arikan, der bis auf ein kurzes Intermezzo beim Ligakonkurrenten MTSV Eschershausen ausschließlich für den VfR gespielt hat, war viele Jahre der Dreh- und Angelpunkt des Hehlener Offensivspiels. Er hatte in den letzten Jahren aber auch mit vielen Verletzungen zu kämpfen, sodass er ab dem 01. Juli nurnoch Trainer der ersten Herren sein und gelegentlich für die Altherrenmannschaft spielen wird. "Er wird uns definitiv im Mittelfeld fehlen", gibt König zu.

Collage: mm

Frauen
Samstag, 19. Dezember 2020 13:49 Uhr
Gute Leistungen der C-Juniorinnen von der JSG Forstbachtal
Freitag, 13. November 2020 14:56 Uhr

Golmbach (mm). In der Hildesheimer A-/B-Juniorinnen Staffel sorgt die B-Juniorinnenmannschaft der JSG Forstbachtal für Furore. Die Mannschaft von Trainer Jörg Schmidt konnte bisher alle ihre vier Saisonspiele mit Siegen abschließen und ist mit zwölf Zählern punktgleich mit dem VfV Borussia Hildesheim. "Leider fiel das Topspiel gegen Hildesheim aufgrund des Lockdowns aus", hätte Schmidt gern noch das Heimspiel gegen die Domstädter mitgenommen.

Torreich startete die Saison. Im ersten Spiel setzten sich die Forstbachtaler mit 9:6 gegen den SV RW Wohldenberg durch. Es schlossen sich enge Duell gegen den FC Ruthe und die SSG Elze an. Auf den 3:2-Erfolg gegen Ruthe, folgte ein 4:3-Sieg gegen Elze. Zum Abschluss der Hinrunde tat die Mannschaft von Jörg Schmidt noch etwas für das Torverhältnis. Mit 18:0 wurde der ESV Eintracht Hameln besiegt.

"Ich bin sehr angetan von der Weiterentwicklung der Mannschaft. Sehr erfreutlich ist, dass wir hauptsächlich mit dem jüngeren B-Jugend-Jahrgang diese Ergebnisse gegen A-Juniorinnen eingefahren haben", freut sich Schmidt.

Tabelle

1. VfV Borussia Hildesheim (7er) 4 Spiele 36:4 Tore 12 Punkte

2. JSG Forstbachtal 4 Spiele 34:11 Tore 12 Punkte

3. FC Ruthe (7er) 3 Spiele 4:14 Tore 3 Punkte

4. SV RW Wohldenburg (7er) 2 Spiele 8:12 Tore 0 Punkte

5. SSV Elze (9er) 3 Spiele 6:17 Tore 0 Punkte

6. ESV Eintracht Hameln 2 Spiele 0:30 Tore 0 Punkte

Foto: JSG Forstbachtal

Freitag, 06. November 2020 11:06 Uhr

Dielmissen (mm). Große Freude bei der Damenmannschaft des VfL Dielmissen. Dank der Unterstützung von der Fahrschule Fromme in Eschershausen kann die Mannschaft von Trainer Martin Schwarzer nun einheitlich auftreten. Stefan Fromme, der seine Fahrschule vor einigen Wochen in neuen Räumlichkeiten in der Raabestadt wiedereröffnet hat, sponserte den Dielmisser Damen Trainingspullover.

"Einige meiner ehemaligen Fahrschülerinnen haben mich angesprochen, sodass ich gern geholfen habe", berichtete Fromme, wie der Kontakt zur Mannschaft entstanden ist. Die Mannschaft und Trainer Martin Schwarzer bedakten sich bei Stefan Fromme für die schnelle Unterstützung.

Foto: mm

Dienstag, 13. Oktober 2020 15:44 Uhr

Boffzen (red). Am Sonntag trafen die Damen des FC Boffzen auf den noch punktlose SJC Hövelriege. Nach einem 0:1-Pausenrückstand musste man sich am Ende mit 0:3 geschlagen geben. Die Mannschaft von Dietmar Larusch hat somit nach vier Spieltagen weiterhin drei Zähler auf dem Konto.

Die erste Offensivaktion gehörte den Boffzer Damen in Form von Stefanie Vogt, die mit ihrem Schuss aus der Drehung Hövelrieges Torhüterin prüfte. Der Gast aus Hövelriege hatte in der elften Minute das 1:0 auf dem Fuß, doch der Weitschuss war zu genau platziert und klatschte an die Latte. Es entwickelte sich ein temporeiches Spiel, an dem beide Teams ihren Anteil hatten. In der 19. Spielminute ging der Gast in Führung. Ein schnell ausgeführter Einwurf endete mit einem unhaltbaren Abschluss von Alina Pinske zum 0:1.

Boffzen war nun kurz vor der Rolle und hatte Glück nicht direkt das 0:2 zu kassieren. In höchster Not klärte Eileen Rolf vor dem eigenen Tor nach einer misslungenen Abseitsfalle. Das Spiel verlagerte sich in der Folgezeit ins Mittelfeld, sodass wenig Torraumszenen auf beiden Seiten herausgespielt wurden. Viele umkämpfte Zweikämpfe wurden geführt, da beide Mannschaften nicht zurücksteckten. In der 39. Minute konnte sich FC-Torhüterin Vivian Fogheri mit einer Glanzparade im Eins gegen Eins – Duell auszeichnen. Boffzen hatte in der 45. Minute die große Chance auf den Ausgleich, doch auch Nadine Griebelbauer zielte zu genau und traf nur die Latte. So ging es mit dem 0:1 aus Boffzer Sicht in die Pause.

Direkt nach dem Wiederanpfiff prüfte Finnja Mindermann mit ihrer Flanke Hövelrieges Torfrau. In der 48. Minute fiel durch Luisa Nitsch das 0:2. Genau das was FC-Trainer Larusch in der Halbzeit ansprach, die Mitte dicht zu machen, gelang nicht. So schob Hövelriege den Ball recht unbedrängt ins Boffzer Tor ein. In der 56. Minute konnte sich Vivian Fogheri im FC-Tor erneut mit einer guten Parade auszeichnen. In der 63. Minute war dann auch sie machtlos, als ein Weitschuss von Christina Linnemann unhaltbar im Winkel zum 0:3 einschlug.

In der Folgezeit passierte wieder nicht viel: Offensiv konnte Boffzen überhaupt keine Akzente setzen. Hövelriege hatte etwas mehr Zug zum Tor, doch auch dort waren Torchancen Mangelware. Die letzte nennenswerte Chance hatte Stefanie Vogt nach einem zentralen Freistoß in der 88. Minute, der jedoch im Nachfassen von Hövelrieges Torfrau entschärft wurde. So musste sich das Team des FC Boffzen am Ende mit 0:3 geschlagen geben.

Zum Einsatz kamen: Vivian Fogheri, Sina Gröbing, Nadine Griebelbauer, Finnja Mindermann, Vanessa Hindrichs, Laura Neils, Aleksandra Karadeniz, Stefanie Vogt, Eileen Rolf, Alicia Bönnighausen, Sophie Lutter-Kayser, Kimberly Mill, Edina Seel & Corinna Dorosala.

Foto: rw

Donnerstag, 24. September 2020 19:58 Uhr

Rodenberg (r). Hätte idealer laufen können, aber auch um einiges schlechter - mit diesem Fazit kehrten die Dielmisser Damen, welche in der Vorwoche noch überraschend den HSC BW Tündern II mit 1:0 besiegt hatte, am Sonntag vom Gastspiel bei der SG Rodenberg II zurück. Mit 0:4 unterlag die Mannschaft von Neu-Trainer Martin Schwarzer, die diese Woche spielfrei ist und ihre nächste Partie am 03. Oktober beim VfB Eimbeckhausen haben wird.

Die zweite Damenmannschaft der SG Rodenberg war von der ersten Sekunde an voll da, was sich auch durch ein schnell gefallenes Tor zeigte. Mit der ersten Aktion landete ein Schuss von Lea Bahe bereits nach 20 Sekunden im Dielmisser Tor. Dadurch wurden die Damen des VfL’s zwar etwas wachgerüttelt, gleichzeitig war es aber auch alles andere als ein Motivationsschub. Die Startschwierigkeiten wurden sechs Minuten später bestraft. Lara Pritzel trug sich in die Torschützenliste ein, sodass die Partie nach sieben Spielminuten 2:0 stand. Von da an wurde das Spiel aus Dielmisser Sicht besser. Torchancen von Carmen Severin und Julia Vorat schlossen sich an, welche nicht mit einem Tor belohnt wurden. Dennoch zeigten sich die Dielmisser Damen gewohnt zweikampfstark und konnten verhindern, dass sich der Vorsprung der Gegner vergrößert.

Die zweite Halbzeit fing ähnlich wie die erste an. Innerhalb der ersten Spielminute des zweiten Durchgang war es Frederike Bittner, die den Ball ins obere linke Eck platziert hatte, wodurch der Ball unhaltbar im Tor einschlug - 3:0! In der Folgezeit konnte sich Dielmissen auch bei ihrer Torfrau Ann-Kathrin Wiemann bedanken, welche einige sehr gute Schüsse abgewehrt hat. In der 79. Minute verwandelte Lea Bahe einen Strafstoß zum 4:0-Endstand.

Foto: mm

Mittwoch, 23. September 2020 11:02 Uhr

Boffzen (r). Die Damen des FC 08 Boffzen starteten am vergangenen Sonntag in das Abenteuer „Bezirksliga“. Als Gegner war der Mitaufsteiger TuS Lipperode zu Gast, welcher mit 4:2 geschlagen wurde.

Bereits in der ersten Minute setzte Laura Neils für den FC die erste Duftmarke, jedoch blieb ihr Abschluss zu zentral. In der fünften Spielminute machte sie es besser, als sie von Stefanie Vogt den Ball in den Lauf gespielt bekam. Neils setzte sich gegen ihre Gegenspielerin durch und versenkte den Ball im langen Eck zum 1:0. Lipperode schien durch den Gegentreffer nun geweckt worden zu sein und beteiligte sich ebenfalls am Spiel. Vivian Fogheri im Boffzer Tor musste einige Male in höchster Not eingreifen, um den Ausgleich zu verhindern. In der 23. Minute setzte Boffzen in die Lipperoder Drangphase einen Nadelstich, der zum 2:0 führte. Finnja Mindermann legte im Fünfmeterraum quer, sodass Sophie Lutter-Kayser nur noch ins Tor einschieben musste.

Der Gast aus Lipperode versuchte es gleich im Gegenzug, doch der Abschluss flog am Tor vorbei. Stefanie Vogt hatte die nächste Boffzer Großchance auf dem Fuß, ihr Schuss wurde im letzten Moment per Grätsche geklärt. In der 33. Minute erhöhte Boffzen auf 3:0. Stefanie Vogt spielte Laura Neils den Ball in den Lauf, welche zum Abschluss kam. Dieser wurde von der gegnerischen Torfrau noch abgewehrt, den Abpraller verwertete Finnja Mindermann souverän zum 3:0. Vier Minuten später konnte Lipperode eine ihrer vielen Chancen dann mal ausnutzen und auf 3:1 verkürzen. Stefanie Vogt war die letzte Torchance der ersten Hälfte zuzuschreiben, sie scheiterte freistehend an der gegnerischen Torfrau, sodass es mit dem 3:1 für Boffzen in die Halbzeit ging.

Die zweite Hälfte begann mit einer Großchance für Lipperode, welche erneut fahrlässig ausgelassen wurde. Sophie Lutter-Kayser zeigte sich für die erste Boffzer Chance in Durchgang zwei verantwortlich. In der Folgezeit neutralisierten sich beide Mannschaften, sodass sich das Spiel weitestgehend im Mittelfeld abspielte.

Lipperode hatte insgesamt fünf, sechs starke Angriffe, welche sie teilweise kläglich abschlossen. Boffzen kam in der 77. Minute ein weiteres Mal gefährlich vors Lipperoder Tor und nutzte diese Chance gleich zur vermeintlichen Vorentscheidung. Stefanie Vogt spielte erneut einen Diagonalball auf Laura Neils, die klug in den Rückraum auf Vanessa Hindrichs ablegte. Hindrichs traf mit ihrem Weitschuss unter Mithilfe der gegnerischen Tofrau zum 4:1. Boffzen ließ durch die komfortable Führung ein wenig die Konzentration nach, was Lipperode in der 82. Minute zum 4:2-Anschlusstreffer ausnutzte.

Doch an diesem Nachmittag war das Abschlussglück eindeutig nicht auf der Seite der Gäste, die bis zum Schlusspfiff nicht aufgaben. Weitere hochkarätige Chancen ließen sie jedoch aus, sodass Boffzen am Ende durch eine konsequentere Chancenauswertung nicht unverdient mit dem 4:2-Erfolg als Sieger vom Platz ging.

Zum Einsatz kamen: Vivian Fogheri, Rieke Böhm, Sina Gröbing, Finja Gießmann, Eileen Rolf (ab 58 Min. Vanessa Hindrichs), Sophie Lutter-Kayser, Kea Wirth (ab 34 Min. Carolin Helling), Nadine Griebelbauer, Laura Neils (ab 79 Min. Alicia Bönnighausen), Stefanie Vogt & Finnja Mindermann.

Foto: rw

Dienstag, 15. September 2020 16:41 Uhr

Dielmissen (mm). Mit Respekt, aber ohne Angst sind die Damen des VfL Dielmissen ins Spiel gegen die zweiten Mannschaft des HSC BW Tündern gegangen. In der Vorwoche hatten die Tünderaner den TSV Ottenstein noch mit 15:1 vom Platz geschossen, während die Mannschaft von Neu-Trainer Martin Schwarzer das Auftaktmatch gegen den ESV Eintracht Hameln trotz guter Leistung knapp mit 1:2 verloren hatte. Gegen den im Vergleich zur Vorwoche auf einigen Positionen veränderten Kader der Gäste setzte sich der VfL Dielmissen letztlich mit 1:0 durch.

"Die Mannschaft hat eine herausragende Leistung gezeigt und ist stark in die Zweikämpfe gegangen. Auch unsere Keeperin Ann-Kathrin Wiemann war “on fire” und hat die eine oder andere wirklich sehenswerte Parade gezeigt", freute sich VfL-Sprecherin Jasmin Meyke über die Leistung der Mannschaft.

Das Tor des Tages erzielte Melissa Neiner in der 14. Spielminute: Nach einem wunderbaren Pass von Laura Pötter hat sie sich gegen Tünderns Abwehr durchgesetzt und den Ball im Netz versenkt. In der Folgezeit ergaben sich auf beiden Seiten guten Aktionen, die aber nichts mehr einbringen sollten. So ging der VfL mit der 1:0-Führung in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte hieß es für den VfL dann: Ergebnis halten und/oder noch ein Tor hinterher legen. "Ein weiterer Treffer wäre durchaus drin, und verdient, gewesen. Vor allem Julia Vorat hatte einige sehr gute Chancen und ein Freistoß von Laura Pötter ging nur knapp über die Latte. Leider wurden wir nicht mit einem weiteren Tor belohnt. Dennoch ist die Freude über den Heimsieg riesig. Bedanken möchten wir uns für eine umsichtige und gute Schiedsrichterleitung", so Meyke abschließend.

Bereits am kommenden Sonntag geht's für den VfL weiter. Dann trittt die Mannschaft von Martin Schwarzer auf die SG Rodenberg, welche bisher erst ein Saisonspiel absolivert hat. In diesem Spiel setzten sich die Rodenberger mit 2:0 gegen den TSV Eintracht Exten II durch.

Foto: VfL Dielmissen

Rede und Antwort
Mittwoch, 17. Februar 2021 17:10 Uhr
"Es ist eine große Gemeinschaft entstanden" - Thomas Bastian vom VfB Negenborn im Gespräch
Donnerstag, 11. Februar 2021 17:35 Uhr

Dassel/Sievershausen (mm). Auch in unserer Interviewreihe machen wir einen kleinen Ausflug in den Nachbarkreis Einbeck-Northeim. Seit dem Aufstieg in die Bezirksliga ist die SG Dassel/Sievershausen fester Bestandteil unserer Berichterstattung. Wir haben uns virtuell mit dem Keeper und Vize-Kapitän Jonas Schnepel getroffen. Im Gespräch verrät er, wie er Torwart wurde, warum er schon seit einigen Jahren für die SG Dassel/Sievershausen spielt und welche Ziele er mit dem Verein verfolgt.

"Jonas, danke, dass auch du Teil unserer Interviewreihe sein willst."

"Sehr gerne."

"Wo hast du mit dem Fußballspielen angefangen und wie wurdest du Torwart?"

"Ich habe in der Jugend ausschließlich für die JSG Markoldendorf auf Kreisebene gespielt. Diese Jugendspielgemeinschaft setzt sich aus dem TSV Markoldendorf, dem Vardeilser SV, dem SV Amelsen und meinem Heimatverein TSV Lüthorst zusammen. Auf Kleinfeld habe ich im Sturm gespielt. Nach einigen Verletzungen bin ich in der C-Jugend unter Heinrich-Wilhelm Rohmeier schließlich ins Tor gegangen."

"Auf welche Erfolge kannst du in der Jugendzeit zurückblicken?"

"Ich bin den Trainern des Stützpunktes Einbeck-Northeim bei einem Sichtungsturnier aufgefallen und war dann fünf Jahre lang einer von insgesamt drei DFB-Stützpunkttorhüter. Wir haben uns bei den Turnieren, wo wir unter anderem gegen die Stützpunkte von Göttingen, Hannover oder Wolfsburg gespielt haben, immer abgewechselt. Das Training fand im Sommer in Northeim und im Winter in Kalefeld statt."

"Wo hast du deine ersten Herrenjahre gespielt und was hast du dort erlebt?"

"Ich habe in Lüthorst schon länger bei den Herren mittrainiert. Für den Verein haben meine Eltern und mein Opa früher auch gespielt. Ich habe das letzte A-Jugend-Jahr übersprungen und wurde dort dann auch gleich Stammkeeper. Nach dem Kreisligaabstieg mit Lüthorst, bin ich schließlich nach Markoldendorf gewechselt. Dort war ich Stammtorwart, habe die Kreismeisterschaft geholt und bin mit der Mannschaft in den Bezirk aufgestiegen. Leider hat der Trainer in der Bezirksliga nicht mehr auf mich gesetzt, sodass ich auf einmal nur noch die Nummer drei war."

"Warum hast du dich dann für einen Wechsel zur SG Dassel/Sievershausen entschieden?"

"Der Kontakt ist über meinen Onkel Matthias Riemer und meinen Cousin Tjark Riemer entstanden. Ich kannte viele aus der Mannschaft von der Schule und wußte, dass durch den damals eingeleiteten Umbruch das Potential für mehr als die 1. Kreisklasse vorhanden ist. Auch Trainer Carsten Dankert hat bei meiner Entscheidung eine Rolle gespielt."

"Wie ist dein Verhältnis zu eurem Coach Carsten Dankert?"

"Wir hatten schon immer ein gutes Verhältnis. Nach all den Jahren ist er schon wie ein Kumpel für mich, zumal er auch mein Nachbar war. Ich kann daher auch damit umgehen, wenn er mal etwas lauter an der Seitenlinie wird (lacht)."

"In der Saison 2014/2015 habt ihr eine gute Saison gespielt und musstet als Zweiter in die Relegation um den Aufstieg in die Kreisliga. Warum hat's nicht mit dem direkten Aufstieg geklappt?"

"Wir haben uns ein Zweikampf mit der SG Ilmetal/Dassensen geliefert. Das Hinspiel haben wir verloren, das Rückspiel haben wir gewonnen. In der Hinrunde kamen wir mit Mackensens Kevin Mundt, der später bei uns und jetzt bei Sülbeck spielt, nicht zurecht und haben dort unsere erste von nur zwei Saisonniederlagen kassiert. Ilmetal hat sich keine weitere Niederlage erlaubt. Sie haben statt einer weiteren Niederlage einmal unentschieden gespielt, sodass sie daher Staffelmeister geworden sind."

"Euren Aufstieg aus der 1. Kreisklasse in die Kreisliga konntet ihr dann in der Relegation realisieren. Wie blickst du auf die Relegationsspiele gegen Einbeck und Gladebeck zurück?"

"Das war natürlich ein einmaliges Erlebnis vor rund 1.000 Zuschauern in Dassel gegen Einbeck zu spielen und dann noch einen Elfmeter zu halten. Nach dem 1:1 gegen Einbeck mussten wir gegen Gladebeck mit vier Toren Unterschied gewinnen, um aufzusteigen. Ausgerechnet in diesem Spiel habe ich zwei schwere Fehler gemacht, die zum frühen 2:0-Rückstand geführt haben. Die Jungs haben meine Fehler ausgebügelt. Am Ende haben wir noch sensationell mit 2:7 gewonnen."

"In der Saison 2018/2019 habt ihr euch nach einigen guten Jahren in der Kreisliga Einbeck-Northeim die Meisterschaft geholt. Wie blickst du auf die Saison zurück und wie war die Meisterfeier auf dem Dasseler Rathausbalkon?"

"Das war eine sehr starke Saison von uns. Da Rehbachtal in einem Nachholspiel in Moringen unterlag, sind wir bereits einen Spieltag vor Ende der Saison mit einem 5:0-Sieg in Höckelheim Meister geworden. Danach haben wir schon auf einem Geburtstag gefeiert. In Auetal, wo wir mit einem Bus hingefahren, lief bei unserer 2:0-Niederlage nicht viel zusammen, dort fand im Anschluss an die Partie die Meisterehrung durch den Spielausschuss statt. Die Feier auf dem Dasseler Rathausbalkon war natürlich etwas ganz besonderes. Um die 150 Zuschauer waren vor Ort. Im Anschluss haben wir auf Malle weiter gefeiert."

"Welcher Aufstieg war schöner?"

"Man kann die beiden Aufstiege nicht miteinander vergleichen - beide waren besonders. Man kann das Gefühl, am Ziel seiner sportlichen Träume zu sein, auch nicht in Worte fassen. Es fällt eine richtige Last und großer Druck ab, zumal ich auch vor jedem Spiel sehr angespannt bin und viele Situationen im Kopf durchspiele."

"In eurer ersten Bezirksligasaison, die coronabedingt abgebrochen wurde, habt ihr in den Heimspielen immer gut ausgesehen. Wie erklärst du dir eure Heimstärke?"

"Wir haben super Zuschauer, die uns aber auch auswärts stark unterstützen. In Sievershausen sind wir echt heimstark, wobei wir auch mal in Dassel spielen. Auf dem kleinen Platz in Sievershausen ist es aber immer etwas besonderes. Ich muss aber unseren Fanclub aus Silberborn hervorheben, der uns bei jedem Heim- und Auswärtsspiel unterstützt und dafür teilweise aus dem Landkreis Holzminden bis kurz vor Duderstadt anreist."

"Ihr habt anders als die Mannschaften in der Bezirksliga Hannover erst mit dem Bezirkspokal angefangen. Dort habt ihr in einer Vierergruppe mit Nörten/Hardenberg, Rehbachtal und Sülbeck im Champions League Modus (Hin- und Rückspiel) gespielt und diese Pokalrunde als Zweiter abgeschlossen. In der Liga seid ihr mit sechs Punkten aus drei Spielen Vierter. Wie blickst du auf den Pokal und die Liga zurück?"

"In beiden Wettbewerben haben wir gute Ergebnisse erzielt. Ich muss aber sagen, dass die Pokalrunde zu lange ging und sehr kräftezehrend war. Da hätte auch eine Einfachrunde ausgereicht. Natürlich ist es schade, dass wir erst drei Ligaspiele gespielt haben und in der Rückrunde noch 15 Spiele bestreiten sollen."

"Mit Till Schmidt, Ömer Dinccan und Wieland Menke habt ihr drei Winterneuzugänge. Können sie euch weiterhelfen?"

"Auf jeden Fall. Ganz besonders freue ich mich, dass ich wieder mit meinem besten Kumpel Till Schmidt zusammenspielen kann. Ömer war ja nur kurz weg und weiß, was er an uns hat. Und auch auf Wieland können wir bauen."

"Zwischen den Jahren findet traditionell das Dasseler Stadtpokalturnier statt. Aufgrund von Corona war dies Ende 2020 nicht möglich. Welchen Stellenwert hat dieses Hallenturnier für euch und wie sehr hat es euch gefehlt?"

"In der Halle ist an allen vier Turniertagen eine super Atmosphäre. Bei spannenden Spielen brennt in der Halle die Luft. Das ist unser absolutes Highlight zwischen den Jahren, was uns natürlich sehr gefehlt hat. Für die ausrichtenden Vereine ist es sehr lukrativ und es gibt immer unvergessene Aftershowpartys. In den letzten Jahren gab es immer schöne Duelle mit Lenne, zu denen wir ein freundschaftliches Verhältnis pflegen. Ich verstehe mich mit Björen Bettermann, Michael Keunecke und Co. super. Wir spielen ja auch in der Vorbereitungsphase des Öfteren gegeneinander."

"Noch ist unklar, wann und wie es im Amateurfußball weitergeht. Wie haltet ihr euch fit?"

"Seit Anfang des Jahres machen wir eine Laufchallenge, verteilt auf zwei Laufgruppen. Eine Gruppe leitet unser Kapitän Maurice Tönnies und die andere ich. In einer Woche haben wir z.B. die Vorgabe gehabt, dreimal die Woche 5 Kilometer auf Zeit zu laufen. Alle ziehen super mit. Demnächst werden wir auch mit Cybertraining einsteigen, geleitet von einer Fitnesstrainerin."

"Was wünschst du dir für das Jahr 2021?"

"Nach der längsten Fußballpause meiner Laufbahn wünsche ich mir endlich wieder vernünftig auf dem Platz stehen, alle wieder zu sehen und natürlich wieder in Dortmund auf der Süd stehen. Ich hoffe, dass die Saison nicht abgebrochen wird und wir sportlich den Klassenerhalt in der Bezirkliga erreichen können."

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Freitag, 05. Februar 2021 14:55 Uhr

Boffzen/Paderborn (mm). Seit vielen Jahren läuft der mittlerweile 32-jährige Christopher Leßmann für den FC 08 Boffzen auf. In dieser Zeit hat er alle drei Aufstiege in Bezirk miterlebt. „Strulli“, unter diesem Spitznamen kennen ihn viele, blickt gemeinsam mit der Redaktion auf seine bisherige, aktive Zeit zurück und begründet, warum für ihn ein Wechsel, trotz seines Wohnortswechsels von Bosseborn nach Paderborn, nie zur Debatte stand.

"Strulli, schön, dass du dir für dieses Interview die Zeit nimmst."

"Sehr gerne."

"Fangen wir auch gleich mit der ersten Frage an. Wo hast du in der Jugend gespielt und auf welcher Position warst du zu Hause?"

"Ich habe durchgängig in der damaligen Spielgemeinschaft von Brenkhausen, Bosseborn, Ovenhausen und Lütmarsen gespielt. Ich war anfangs Feldspieler. Als unser Keeper nicht da war, habe ich ihn ein paar Mal im Tor vertreten. So wurde ich schließlich Torwart und war auf der Position auch gar nicht so schlecht. Ich habe in der Jugend durchgängig in der Kreisliga gespielt –ich hatte Angebote, aber hatte nie Lust zu wechseln."

"Das ist ja interessant. Wie bist du dann zum Feldspieler geworden?"

"Ich wurde mit 18 Jahren in die erste Mannschaft des SV Brenkhausen/Bosseborn hochgemeldet. Dort kam ich aber an dem damaligen Stammkeeper nicht vorbei. Ich stand daher zunächst im Tor der zweiten Mannschaft. Auf das Tor hatte ich dann keine Lust mehr und wollte ins Feld. In der Zweiten habe ich dann zunächst im rechten Mittelfeld gespielt, ehe ich schließlich in der Verteidigung gelandet bin."

"Nach zwei Jahren in der zweiten Mannschaft des SV Brenkhausen/Bosseborn hat es dich dann nach Boffzen verschlagen. Wie ist der Kontakt nach Boffzen entstanden und warum hast du dich für den Wechsel in den anderen Landkreis entschieden?"

"Ich bin zu dem Zeitpunkt mit Rene Wenzel, Moritz Krüger und Marten Koschik zusammen zur Schule gegangen, sodass der Kontakt nach Boffzen schnell entstanden ist. Ich hatte dann mit Andrej Weibert ein sehr gutes Gespräch. Zudem wußte ich, dass Serhat Kara und Ramon Schreiner ebensfalls von Brenkhausen nach Boffzen wechseln werden und ich unabhängig vom FC 08 Boffzen eine Ausbildung in Boffzen anfangen werde. So hat sich der Kreis dann geschlossen. Insgesamt war das ein echt starkes Wechselfenster."

"Wie war deine erste Saison für Boffzen?"

"Zunächst war es für mich ungewohnt. Ich komme aus Bosseborn und bin dann in Dörfer gefahren, die ich nicht einmal vom Namen her kannte. Wir haben eine starke Saison gespielt und sind als Zweiter in die Relegation gegangen. Ich wußte dort gar nicht, was mich erwartet. Es war schon cool vor so vielen Zuschauern zu spielen. Wir haben mit 3:0 gegen Bisperode in Bisperode gewonnen und sind dann dank eines 2:1-Sieges gegen den TSV Kirchbrak in den Bezirk aufgestiegen."

"Unter Andrej Weibert habt ihr euch zu einer Fahrstulmannschaft zwischen der Kreis- und Bezirksliga entwickelt. Wie war die Zeit im Bezirk und warum seid ihr nach den Abstiegen als Mannschaft nie auseinandergebrochen?"

"Das war trotz der Abstiege eine schöne Zeit. Wir wußten in jeder Bezirksligasaison, dass wir mit vielen Mannschaften nicht groß spielerisch mithalten können und wir über den Kampf kommen mussten. Wir waren oft knapp dran und haben uns nie so richtig abschießen lassen. Nach dem Spiel hat man von den gegnerischen Spielern immer Lob bekommen. Wir haben uns auch nie untereinander fertiggemacht, sodass ein Auseinanderbrechen der Mannschaft auch keine Option war."

"Wie blickst du auf die Zeit unter Andrej Weibert zurück und wie würdest du ihn als Trainer beschreiben?"

"Andrej ist ein harter Trainer. Es war unfassbar, was er uns in der Vorbereitung abverlangt hat. Wir haben in der Vorbereitung fünfmal (!) die Woche trainiert. Er hat uns hochwertiges Training geboten und alle hatten Bock drauf. Er war darüber hinaus ein richtig guter Motivator. Ihm hatten wir es zu verdanken, dass wir dreimal in den Bezirk aufgestiegen sind. Er kann jeder Mannschaft helfen."

"Unter Andrej Weibert seid ihr auch traditionell ins Trainingslager nach Lastrup gefahren. Wie war dort der Ablauf? Hat diese Maßnahme euren Teamgeist gestärkt?"

"Durch die Trainingslager hat man die Spieler in der Mannschaft besser kennengelernt und es hat sich definitiv ein Teamgeist gebildet. Am ersten Tag waren wir laufen und haben anschließend trainiert. Der zweite Tag begann mit Aquajogging und endete mit einem Spiel. Am letzten Tag haben wir morgens trainiert und anschließend noch ein Spiel gehabt. Nach der Ära von Andrej haben wir aber auch noch ein weiteres Trainingslager gemacht, das wohl keiner von uns je vergessen wird."

"Erzähl uns doch gerne mehr darüber."

"Fabio Mancini hatte die Idee ein Trainingslager am Gardasee in Italien zu machen. Er hat alles perfekt organisiert. Wir sind mit 16 Personen in zwei Bullis nach Italien gefahren. Dort hatten wir zwei Trainingsspiele und eine glorreiche Moutainbiketour, wo wir unser Ziel mit Krämpfen erreicht haben (lacht)."

"An welchen deiner drei Aufstiege in den Bezirk denkst du am liebsten zurück?"

"An die Meistersaison. Wir sind richtig schlecht in die Saison gestartet und unser Trainer Frank Versen wurde nach einer Niederlage in Eschershausen auch früh entlassen. Marec Wenzel und Serhat Kara haben vorübergehend bis zur Winterpause übernommen, ehe Andrej Weibert zurückgekehrt ist. Wir haben nahezu kein Spiel verloren und am Ende auch mit dem Sieg des Kreispokals das Double geholt. Das war ein echt cooles Jahr."

"Gibt es ein Spiel in deiner Laufbahn, an welches du besonders gerne zurückblickst?"

"Die Derbys gegen Fürstenberg haben immer was. Ich kann mich noch erinnern, dass ich den Schiedsrichter in einem Derby beim Spielstand von 1:2 gefragt habe, wielang denn noch zu spielen sei und er gesagt hat "Eine Minute". Und dann fielen Tore wie am Fließband. Ich habe das 3:3 geköpft, ehe Raphael Föst für uns den 4:3-Siegtreffer erzielt hat."

"Du hast viele Jahre mit Marec Wenzel zusammengespielt, der trotz seines Umzugs nach Wuppertal vor der letzten Saison zu euch zurückgekehrt ist. Was macht ihn aus?"

"Zu Marec muss man eigentlich nicht viel sagen, da ihn die meisten sowieso kennen. Er ist einer der coolsten Typen, die ich kenne. Man kann vor ihm nur den Hut ziehen, dass er aus Wuppertal für die Spiele seines Heimatvereins anreist und dem Verein immer noch viel gibt. Er konnte immer höher spielen, aber ist nie gewechselt. Ich bin froh, dass er wieder da ist und hoffe, dass sein Körper das noch lange so mitmacht."

"Wie blickst du auf eure Hinrunde zurück?"

"Es war definitiv mehr drin. Wir haben gut angefangen, aber hatten das Phänomen, dass wir mit einem kleinen Kader, wie z.B. gegen Holzminden, viel engagierter zur Sache gegangen sind, als wenn wir top besetzt waren. Wenn wir einen großen Kader am Spieltag haben, müssen einfach alle mehr Bock haben."

"In den letzten Jahren konntet ihr nicht mehr oben mitspielen. Wo ist der Unterschied zu damals?"

"Es gibt viele Unterschiede. Zum einen hatten Marec und Rene Wenzel sowie Moritz Krüger super Kontakte, um Spieler wie Ramon Schreiner, Serhat Kara und mich nach Boffzen zu lotsen. Zum anderen hatten wir wenig Studenten und Soldaten und konnten sehr viel trainieren. Ich wohne und arbeite beispielsweise mittlerweile in Paderborn und kann nur einmal in der Woche mit der Mannschaft trainieren. Zudem kommt aus dem Nachwuchs nichts nach. Aber ich sehe das nicht negativ. Boffzen hat viele talentierte Spieler herausgebracht. Ich denke, wenn du einen von diesen Spielern überzeugt bekommst, dann muss man sich keine Sorgen machen, dass weitere nachkommen. Grundsätzlich ist der Verein wie eine Familie."

"In der heutigen Zeit fließt auch in den unteren Klassen Geld, bei euch nicht. Wie siehst du diese Entwicklung?"

"Ich muss sagen, dass ich die Entwicklung sehr bedenklich finde. Ich finde, jeder Spieler sollte bei seinem Verein mal die Jahreshauptversammlung besuchen und zuhören mit wie wenig Geld ein Verein auskommen muss. Hartmut Altmann hat da mal einen schönen Satz gesagt. "Wenn wir einem Spieler Geld geben, dann müssen wir den anderen 15 Spielern auch das gleiche Geld geben" und so sehe ich das auch. Dann besser gar keinem Geld geben!"

"Du hast gerade angesprochen, dass du mittlerweile in Paderborn wohnst. Gibt es Angebote aus dem Raum Paderborn und was hält dich letztlich in Boffzen?"

"Ich habe mich in Boffzen immer wohlgefühlt. Hier gibt es viele Menschen wie Hartmut Altmann, Melanie Klowat und Christian Mainka, denen der Verein am Herzen hängt. Wir haben ein super Umfeld. Ich habe von Arbeitskollegen Anfragen aus der Kreisliga Paderborn bekommen, aber ein Wechsel steht nicht zur Debatte. Ich fahre mit Serhat Kara, der auch in Paderborn wohnt, einmal die Woche zum Training und mache unter der Woche etwas für mich. Hier spreche ich mich mit ihm vorher ab."

"Was wünschst du dir für das Jahr 2021?"

"Ich wünsche mir, dass alle gesund blieben und das gesellschaftliche Leben wieder zurückkommt. Ich möchte natürlich auch mal wieder nach Bochum ins Stadion."

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Dienstag, 02. Februar 2021 12:53 Uhr

Lenne (mm). Im Rahmen unserer Interviewreihe haben wir uns virtuell mit Sascha Link vom Kreisligaaufsteiger SG Lenne/Wangelnstedt II getroffen. In diesem Gespräch blickt Link auf seine Jugendzeit zurück. Er gibt uns darüber hinaus Einblick, in die aktuelle Situation beim TSV Lenne und verrät er zugleich, welches persönliches Ziel er in Lenne verfolgt.

"Sascha, schön, dass auch du deine Teilnahme an unserer Interviewreihe zugesagt hast."

"Kein Problem."

"Fangen wir auch gleich an. Wo hast du in der Jugend gespielt?"

"Ich habe in der G-Jugend in Lenne unter Detlef Krause mit dem Fußballspielen angefangen. Die meiste Zeit habe ich in Lenne unter Maik Pechmann gespielt. Ab der C-Jugend kam es dann dazu, dass wir keine Lenner Mannschaft stellen konnten, sodass ich mit einer Gastspielerlaubnis beim MTSV Eschershausen gespielt habe. Dort waren Carsten Lubina, Michael Müller und am Ende auch Benjamin Sobotta meine Trainer. In meiner zweiten A-Jugend Saison hatten wir eine eigene A-Jugendmannschaft. Unser Trainer war zu dem Zeitpunkt Guiseppe Argentiero."

"In welchen Ligen warst du unterwegs, auf welchen Positionen wurdest du eingesetzt und auf welche Erfolge kannst du zurückblicken?"

,,Ich habe in der Jugend durchgängig in der Kreisliga gespielt und wurde im Mittelfeldzentrum auf der Sechs oder Acht eingesetzt. Mein größter Erfolg war definitiv der Kreispokalsieg mit der A-Jugend des TSV Lenne gegen den MTV Bevern."

"Wie verlief dein Einstieg in den Herrenbereich?"

"Es war für mich zunächst schwierig. Ich habe schnell gemerkt, dass körperlich betonter als noch in der Jugend gespielt wurde. Dank Björn Bettermann, der mich ein wenig an die Hand genommen hat, war ich relativ schnell in der Mannschaft integriert. Unter Gerrit Hofmann habe ich als Einwechselspieler gespielt oder habe meine ersten Herrenerfahrungen in der zweiten Mannschaft gemacht."

"Warum bist du dann nach Bodenwerder gewechselt und wie war es gegen deinen Heimatverein zu spielen?"

"Als junger Spieler war es schwierig Fuß in der ersten Mannschaft zu fassen und in der Zweiten hat es mir nicht so gut gefallen. Da wurde zu dem Zeitpunkt nur "just for fun" gespielt, ohne Leistungsgedanken. Ich hatte in dieser Zeit viel Kontakt mit Bodenwerders Leif Bolls, sodass der Bezug nach Bodenwerder da war und ich mich für den Wechsel entschieden habe. Es war ein komisches Gefühl gegen Lenne zu spielen, aber ich konnte das gut ausblenden. Im Hinspiel haben wir eine ordentliche Klatsche bekommen, sodass mich meine Lenner Freunde damit auch längere Zeit geärgert haben. Im Rückspiel wollten wir die Niederlage wettmachen, was uns mit einem 2:1-Sieg in Bodenwerder auch gelungen ist. Dieses Mal habe ich die Lenner mit zwei Torvorlagen geärgert (lacht)."

"Wieso hast du Bodenwerder nach nur einem Jahr wieder verlassen?"

"Es hat mir in Bodenwerder viel Freude bereitet, habe dort viele neue Freunde gefunden und unter Michael Lotze eine Menge gelernt. Durch die längeren Fahrten und die geringe Trainingsbeteiligung habe ich mich letztendlich entschlossen nach Lenne zurückzugehen. Hinzu kam, dass Michael Lotze nach Holzminden ging und man nicht so richtig wußte, wie es in Bodenwerder weitergeht. Durch Michael Proske kam bei Lenne II mehr Zug und Ehrgeiz in die Mannschaft."

"Wie blickst du auf die Spielzeiten in der 1. Kreisklasse zurück?"

"Unter Michael Proske haben wir viel gelernt. Wir haben immer besser zusammengespielt und haben auch immer oben mitgespielt. In der Saison 2018/2019 sind wir Staffelmeister geworden, aber konnten nicht aufsteigen, da unsere Erste aus der Bezirks- in die Kreisliga abgestiegen ist. Nach der Staffelmeisterschaft hat uns Michael Proske leider verlassen. Das war ein großer Verlust und lange Zeit wußten wir nicht, wie es weitergeht. Eike Ostermann, Björn Bettermann und mein Vater haben uns schließlich zum Doppelaufstieg geführt. Mit Kai Tobolewski und Steffen „Schiri“ Schaper haben wir jetzt ein klasse Duo, das uns in der Kreisliga coacht."

"Dein Spiel des Lebens hast du wohl mit deinem Fünferpack (!) gegen die SG GoLüWa/Bevern II hinter dir."

"An dem Tag ist mir wirklich alles gelungen. Ein Tor habe ich per Distanzschuss erzielt und bei den meisten Toren hatte ich aber auch Glück, da ich nur abstauben musste. Bei den Vorlagen war das dann auch nicht schwer - schöne Grüße an Eike Ostermann (lacht)."

"Als junger Spieler möchte man möglichst hoch und viel spielen. Du spielst fest in der Zweiten und springst bei der Ersten ein, wenn mal Not am Mann ist. Wie gehst du mit der Rolle um?"

"Wie du schon gesagt hast, bin ich einer von mehreren Springern zwischen den Mannschaften. Ich versuche mich vor der Saison und insbesondere in der Vorbereitung immer zu zeigen. Fußball ist für mich ein Hobby, welches mir nur Spaß macht, wenn ich spiele. Vor der Saison gibt es mit Björn auch immer ein Gespräch, in dem ich ihm das auch so mitteile. Da ich mehr Spielzeit in der zweiten Mannschaft bekomme, spiele ich dort. Ich muss aber auch zugeben, dass wir in der ersten Mannschaft in der Offensive sehr stark besetzt sind und es nicht einfach ist, an den Spielern vorbeizukommen. Mir ist es auch wichtig, dass wir mit der Zweiten den Klassenerhalt in der Kreisliga schaffen."

"Du spricht Björn Bettermann nun schon zum zweiten Mal an. Was macht ihn aus?"

"Björn gehört einfach zu Lenne und ist immer mit viel Ehrgeiz dabei. Er war nicht der beste Fußballer, aber hat das auf dem Platz läuferisch und kämpferisch wettgemacht. Er ist ein Kumpeltyp, mit dem man über alles reden kann. Er bleibt nach jedem Spiel oder jeder Trainingseinheit lange da und lebt für den Verein."

"Hat sich durch dieses "lange nach den Spielen und Trainingseinheiten da bleiben" der Lenner Teamgeist gebildet?"

"Ja. Wir sind immer mindestens 20 Spieler beim Training und spielen häufig 11 gegen 11 im Abschlussspiel. Wir machen in der Vorbereitung auch mal einen Mannschaftabend und verabreden uns auch privat viel untereinander - viele sind ja auch jung und in etwa gleich alt. Es kommt Nachwuchs nach, der es hier auch leicht hat, in die Mannschaft zu kommen."

"In der laufenden Kreisligasaison spielt ihr vorwiegend vor der ersten Mannschaft in der Lenner Sandkuhle. Aus euren vier Heimspielen habt ihr auch alle 12 Punkte mitnehmen können. Wie erklärst du dir eure Heimstärke?"

"Das Dorf ist einfach fußballverrückt. Wenn die Lenner Zuschauer da sind, fällt es uns deutlich einfacher auf dem Platz zu ackern. Ich würde es als den "Spirit der Sandkuhle" bezeichnen."

"Dafür stockt euer Motor bei Auswärtsspielen. Was muss da besser werden?"

"Bei den Auswärtsspielen in Kirchbrak und Bevern hat uns die Einstellung gefehlt. Da muss man einfach genauso wie in der Sandkuhle auf dem Platz arbeiten und mehr Biss an den Tag legen. Da darf man sich nicht so abschießen lassen, wir haben einen großen Kader, mit dem man auch personelle Ausfälle, wie z.B. in Kirchbrak, besser auffangen kann."

"Noch weiß keiner so richtig, wie und wann man wieder trainieren darf. Wie haltet ihr euch fit?"

"Wir haben mit der "Vorbereitung" auf die Rückserie angefangen. Björn gibt uns pro Woche Vorgaben, wie z.B. 2x die Woche 5 Kilometer laufen und Stabilisierungsübungen. Ich mache für mich zusätzlich auch ein wenig Krafttraining."

"Was wünscht du dir für 2021 und was ist dein persönliches Ziel beim TSV Lenne?"

"Ich gehe zwar nicht davon aus, dass die Saison zu Ende gespielt werden kann, aber würde mir natürlich wünschen, dass unsere Erste in die Aufstiegsrunde kommt und nicht in die Abstiegsrunde muss. Der Klassenerhalt beider Mannschaften ist das Ziel. Mit der Zweiten müssen wir noch die Kreisligaerfahrung sammeln und uns steigern. Mein persönliches Ziel beim TSV Lenne ist natürlich irgendwann fester Bestandteil der ersten Mannschaft zu sein und dafür arbeite ich auch hart."

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Sonntag, 24. Januar 2021 15:28 Uhr

Grünenplan (mm). Der TuSpo Grünenplan spielt aufgrund der im Vorjahr abgebrochenen Saison bereits die zweite Spielzeit in Folge in der Bezirksliga Hannover. Maßgeblich an dem Aufstieg in den Bezirk war Jan Tiesemann sowohl als Spieler als auch als Spartenleiter beteiligt. Wir haben uns mit dem 30-Jährigen über seine bisherige Laufbahn, seine Arbeit als Spartenleiter und die Ziele des TuSpo Grünenplan unterhalten.

„Jan, schön, dass du dir für dieses Interview Zeit nimmst.“

„Sehr gerne.“

„Fangen wir auch gleich mit deiner Jugendzeit an. Hast du durchgängig bei der JSG Hils gespielt?“

„Ich habe meine gesamte Jugend bei der JSG Hils verbracht. Von der G- bis zur A-Jugend haben mich im Wesentlichen mein Vater Klaus, Jürgen Meyer und Martin Dahler trainiert.“

„Was waren dort deine größten Erfolge?“

„Am erfolgreichsten war die Zeit in der B-Jugend. Diese haben wir, da es im Kreis Holzminden nur eine gemischte A- und B-Jugend-Staffel gab, in der B-Jugend Staffel im Nachbarkreis Hildesheim gespielt. Dennoch gab es aufgrund der wenigen Kreis Holzmindener B-Jugendteams in jedem Jahr noch ein Aufstiegsspiel. In meiner ersten Saison sind wir gegen Holzminden gescheitert und in der darauffolgenden Saison ist uns mit einem Sieg gegen die JSG Boffzen/Fürstenberg der Aufstieg geglückt. In der Aufstiegssaison sind wir zudem im Nachbarkreis Hildesheim Zweiter geworden. Als Mittelfeldspieler sind mir 25 Saisontore gelungen, drei mehr als unser Stürmer Markus Funke (lacht).“

„Wie lief dein Einstieg in den Herrenbereich?"

„Ich bin gemeinsam mit Hauke Thomschke im Frühjahr 2009 zur Mannschaft dazugestoßen. Zu dem Zeitpunkt war mein Vater Trainer und wir spielten in der 1. Kreisklasse. Nach einer starken Rückrunde haben wir fast noch den direkten Wiederaufstieg geschafft. Im Sommer 2009 sind dann Jan Thomschke, Kevin Beier, Ruben Lange und natürlich auch Michael Seyd vom TSV Deinsen zu uns gewechselt. Wir sind dann im zweiten Jahr, mit ein bisschen Glück, als Zweiter aufgestiegen.“

„Trotz des Aufstieges bist du dann zur SV Alfeld gewechselt.“

„Genau. Mein Vater wurde trotz des Aufstiegs als Trainer entlassen. Von dieser Entscheidung war ich enttäuscht und bin dann nach Alfeld gewechselt. Ich habe zu dem Zeitpunkt ein FSJ gemacht und da hat es mit dem Training nicht so geklappt. Ich habe bei Alfeld in der Zweiten gespielt und bin schließlich in der Winterpause nach Grünenplan zurückgekehrt. Die Wogen waren dann zum Glück wieder geglättet und ich habe die Rückkehr auch zu keiner Zeit bereut.“

„Dass dein Vater Klaus Tiesemann ein guter Trainer ist, hatte in der Zwischenzeit auch der MTSV Eschershausen mitbekommen, sodass er dort Trainer wurde und ihr plötzlich statt miteinander gegeneinander spielen musstet. Wie war das für dich?“

„Klar denkt man immer, dass das etwas Besonderes ist. Aber ich konnte das als Sportler gut ausblenden und im Endeffekt war das schon ziemlich normal, auch wenn wir zu den Spielen gemeinsam gefahren sind und dann gegeneinander gespielt haben.“

„Wie blickst du auf eure Jahre in der Kreisliga zurück?“

„Wir waren viele Jahre der Jäger. Gerade unter Karsten Tute waren wir immer oben dran. Letztlich haben uns nicht die Duelle gegen die Mitkonkurrenten die Punkte gekostet. Wir haben oft gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte Punkte liegen gelassen.“

„Du sprichst Karsten Tute an. Was hat ihn als Trainer ausgemacht?“

„Wir hatten mit Karsten eine super Zeit. Er kommt von der Leichtathletik und hat uns voll auf Fitness trainiert. Wir waren immer richtig im Saft und konnten auch noch in der 85. Spielminute einen Vollsprint hinlegen. Besonders gefallen hat uns auch, dass wir in der Wintervorbereitung immer ins Niedersächsische Sportleistungszentrum nach Hannover gefahren sind und uns dort mal ein etwas anderes Training geboten wurde. Zudem war er in der Kabine immer ein richtig guter Motivator.“

„Als Spartenleiter standet ihr dann vor der Aufgabe einen Nachfolger zu finden. Wie bist du in die Spartenleitung gekommen und wie kam dann Waldemar Delzer auf Nachfolger ins Gespräch?“

„In der heutigen Zeit ist es bekanntlich schwierig Ehrenamtliche zu finden, die solche Aufgaben auf sich nehmen. Ich bin mit 20 Jahren als heimatverbundener Grünenplaner in die Spartenleitung hineingerutscht und war zunächst der Stellvertreter von Thomas Riemer. Als Thomas Riemer ausgeschieden ist, wurde ich schließlich zum Spartenleiter. Seit einigen Jahren haben wir in der Spartenleitung ein Dreiergespann. Wir teilen uns die Aufgaben auf. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem Spielverlegungen oder witterungsbedingte Spielabsagen zu kommunizieren, was manchmal schon ziemlich zeitaufwändig sein kann oder zu Staffeltagen zu fahren. Michael Seyd brachte Waldemar Delzer als Nachfolger ins Gespräch. Wir hatten Glück, dass auf die Aufgabe Lust hatte und über gute Kontakte zu Spielern verfügt.“

„Nach vielen Jahren „des Scheiterns“ wolltet ihr endlich mal Bezirksligaluft schnappen und habt euren Kader mit den Delzer Brüdern, Thomas Ptak und Oguzhan Dogan qualitativ verstärkt. Wie war es plötzlich der Gejagte zu sein?“

„Wir hatten uns, wie du schon erwähnt hast, super verstärkt. Unser Ziel war es oben mitzuspielen und wir wurden auch von den Mannschaften schnell in die Favoritenrolle gesteckt. Ich muss sagen, dass wir diese Rolle gut angenommen haben und auch die Systemveränderung auf die Viererkette schnell verinnerlicht haben. Wir haben kein Spiel auf die leichte Schulter genommen, auch nicht das Spiel bei der SG GoLüWa, wo wir dann Meister geworden sind. Jeder weiß, wie schwer es in der Kreisliga auf dem kleinen Platz in Golmbach war, die Punkte zu entführen.“

„Nun seid ihr in der Bezirksliga und kämpft gegen den Abstieg. Andere Vereine bezahlen Spielern in dieser Klasse bereits Geld, ihr nicht. Warum seid ihr dieser Linie treu geblieben?“

„Ja, das stimmt. Wir bezahlen unseren Spieler kein Handgeld, das hat uns schon immer ausgezeichnet und dabei werden wir es auch belassen. Bei uns sind die erste und zweite Mannschaft eine Gemeinschaft. Mit Geld sorgt man auch einfach für zu viel Unruhe in der Mannschaft. Bei uns steht das Mannschaftsgefüge an der ersten Stelle und davon werden wir auch in den nächsten Jahren nicht abweichen.“

„Vor der Saison sind euch mit Oguzhan Dogan (Neuhof), Thomas Ptak (aufgehört) und Ruben Lange (Karriereende) drei wichtige Säulen weggebrochen. Mit vier Punkten aus acht Spielen lief die Hinrunde nicht nach eurem Geschmack. Woran hat es gelegen?“

„Zunächst war es so, dass wir uns über die regionale Zuteilung und auf die neuen Mannschaften gefreut haben. Wir sind mit einem guten Auftritt beim TuS Germania Hagen in die Saison gestartet. Dort haben wir knapp verloren und hatten auch selbst Chancen zu gewinnen. Dann hatten wir uns für unser erstes Heimspiel gegen Holenberg viel vorgenommen und haben erneut knapp verloren. In den darauffolgenden Spielen haben wir einfach zu oft den Kampf und Siegeswillen vermissen lassen. Zudem haben wir unsere wenigen Chancen, die wir in der Bezirksliga bekommen, zu selten genutzt.“

„Für den Ort Grünenplan scheint die Bezirksliga eine Bereicherung zu sein. Bei euren Spielen ist vergleichsweise viel los. Woran liegt das?“

„Ja, unsere Zuschauer halten uns echt die Treue. Auch bei den ersten Auswärtsspielen in der Bezirksliga waren teilweise mehr Zuschauer von uns als von der Heimmannschaft da. Darauf bin ich natürlich stolz. Gegen Alfeld war unser Sportplatz so voll wie sonst nur bei einem Kreispokalfinale. Es liegt teilweise auch daran, dass wir unsere Heimspiele samstags statt sonntags austragen. So kommen auch mal Spieler von anderen Vereinen aus der Hilsmulde und schauen sich die Spiele an.“

„Wie und wann es weitergeht steht noch in den Sternen. Wie haltet ihr euch fit?“

„Ich persönlich bin mit meinen Adduktorenproblemen noch in Behandlung und mache regelmäßig selbst Kräftigungsübungen. Da uns nur eine Vorbereitungszeit mit der Mannschaft von zwei Wochen eingeräumt werden soll, appelliere ich an jeden Einzelnen der Mannschaft sich selbst fitzuhalten - zumal unser Kader nicht so groß ist und wir uns neben Markus Langer, der sich in der Hinrunde das Kreuzband gerissen hat, wenige Ausfälle erlauben können.“

„Du sprichst euren kleinen Kader an. War es der richtige Schritt vor der Saison die Spielgemeinschaft zweiten Mannschaft mit Ammensen zu kündigen?“

„Dadurch, dass der Sportplatz in Ammensen neugemacht werden musste, wir unsere Heimspiele der Zweiten lange Zeit in Grünenplan ausgetragen haben und die meisten Spieler sowieso aus Grünenplan waren, haben wir den Schritt gewagt. Klar tat mir das für Ammensen zunächst leid. Im Endeffekt war es der richtige Schritt. Es tat beiden Vereinen gut. Was in Ammensen entstanden ist, dazu kann man ihnen nur gratulieren. Für den Kreis ist es schön, dass es eine Herrenmannschaft mehr gibt und für die Hilsmulde, da es nun wieder mehr Derbys gibt.“

„Ihr seid eine der wenigen Kreisvereine, die in der Winterpause Hallenturniere spielen. Die sind in diesem Jahr komplett abgesagt worden. Wie sehr fehlen euch die Hallenturniere?“

„Ja, die Hallensaison ist bei uns fester Bestandteil des Winters und fehlt uns natürlich sehr. In einer vollen Sporthalle nah an den Zuschauern zu spielen ist immer ein besonderes Flair, gerade in Finalspielen, in denen es um etwas geht. Den Austausch mit anderen Vereinen und die anschließenden Partys, die nach den Turnieren stattfinden, vermisst man schon.“

"Kommen wir zur letzten Frage: Was wünschst du dir für das Jahr 2021?"

„Wir wollen natürlich den Klassenerhalt in der Bezirksliga festmachen. Das wird in der Abstiegsrunde nicht leichter. Ich appelliere an die Mannschaft, in jedem Spiel 100 % zu geben.“

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Jugend
Montag, 15. Februar 2021 13:35 Uhr
Sei heute Abend dabei: 3. NFV-Fußball-Fitness-Workout
Sonntag, 14. Februar 2021 11:46 Uhr

Hannover (mm). Noch ist unklar, wann und in welcher Form wieder trainiert werden darf. Bis dahin sind die Vereine angehalten, ihre Spieler auch in der Coronapause fitzuhalten. Nun trat der Bezirksjugendausschuss an die Vereine heran und gab ihnen erste Hoffnungen, dass die Saison fortgesetzt werden könnte und hat hierfür die ersten Schritte eingeleitet.

"Coronabedingt mussten wir Spieltage verlegen. Wir wollen, wenn es dann wieder erlaubt ist, am Wochenende 10.04/11.04.21 den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Sämtliche Spieltage sowie alle Nachholspiele im März sind neu angesetzt worden", hofft Jörg Edema, Spielleiter beim Bezirksjugendausschuss, auf eine Saisonfortsetzung nach Ostern. Im Schreiben an die Vereine gab er jedoch zu, dass aufgrund des engen Terminplans bereits Nachholspiele und Punktspiele in der A-Junioren-Staffel auf Pfingstmontag gelegt werden mussten. "Letzter Spieltag für alle ist nach heutigen Stand das Wochenende 12.06./13.06.21. Sollten weitere Spieltage abgesagt werden müssen, werden diese hinten drangehängt", so Edema abschließend.

Sollte das vorbenannte Start-Wochenende gehalten werden können, stünden sich in der A-Junioren Bezirkliga Staffel 4 der MTSV Eschershausen und der SV06 Holzminden gegenüber (Samstag, 10. April, 12 Uhr). In der B-Junioren Landesliga würde der SV06 Holzminden den JFV Arminia/SCL empfangen (Sonntag, 11. April, 14 Uhr). Die B-Junioren Bezirksligamannschaft des JSG Forstbachtal hätte den TuS GW Himmelsthür zu Gast (Samstag, 10. April, 11 Uhr). Die C-Jugend Bezirksligamannschaft des JSG Burgberg würde nach Hildesheim zum TuS GW Himmelsthür reisen (10. April, 14:45 Uhr) und die C-Jugend Bezirksligamannschaft des SV06 Holzminden würde die SV Alfeld empfangen (Sonntag, 11. April, 10:30 Uhr).

Foto: mm

 

Freitag, 12. Februar 2021 12:40 Uhr

Barsinghausen (r). Corona hat den gesamten Amateur-Fußball lahmgelegt und macht natürlich auch vor der Sparkassen Fußballschule des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) in Barsinghausen nicht halt. Sehr zum Leidwesen etlicher junger Fußballerinnen und Fußballer. Denn so fiel bereits der erste Lehrgang des neuen Jahres in den Winterferien der Pandemie zum Opfer und es ist derzeit auch überhaupt nicht absehbar, ob die Fußballschulein den Osterferien ihre Pforten wieder öffnen kann. Die Sehnsucht der Jugendlichen ist groß, das bekunden sie nahezu täglich den Trainerinnen und Trainern per E-Mail.

Und deshalb hat der Leiter der Fußballschule, Trainer Arndt Westphal, jetzt eine ganz besondere Aktion für ehemalige und zukünftige Gäste der Fußballschulevorgesehen. Am Samstag, 13. Februar, empfängt Westphal ab 10 Uhr erstmals den niedersächsischen Fußball-Nachwuchs zum Online-Training in der Sparkassen Fußballschule.In den kommenden Wochen werden jeweils samstags auch Georgi Tutundjiev und Tobias Siewerin das Online-Training der Sparkassen Fußballschule erweitern.

Beim Online-Training der Sparkassen Fußballschule werden individuelle Fähigkeiten trainiert. Dazu zählen Ballkontrolle & Dribbling, Körpertäuschungen (Finten), An-und Mitnahme, Passspiel, Laufschule und Koordination.

Und was wird dafür benötigt? Ein altersgerechter Ball, ein Mini-Ball (falls vorhanden), vier Hütchen, Socken oder ähnliches als Markierung für ein Viereck, ein Minitor, eine Wasserkiste, ein Wäschekorb oder Ähnliches und natürlich viel Spaß und Freude.

Das ist der Mitmach-Link: https://youtu.be/zx9qRmAX5NU

Sonntag, 17. Januar 2021 12:10 Uhr

Barsinghausen (red). Nach dem erfolgreichen Start der ersten Live-Seminare möchte der NFV auch in Zukunft regelmäßig Informationen in Form von digitalen Live-Seminaren vermitteln. Am 20. Januar wird der NFV über die neuen Spielformen im Kinderfußball informieren und auf diesem Weg aufkommende Fragen beantworten. Die Spielformen (3 gegen 3 und 5 gegen 5) sind immer wieder Thema der medialen Berichterstattung gewesen und lösen zum Teil kontroverse Diskussionen aus

Das Live-Seminar ist kostenlos, teilgenommen werden kann am Mittwoch, 20.01.2021, 18.00 Uhr: https://my.nfv.de/Kinderfussball

Technische Voraussetzung zur Teilnahme sind lediglich ein PC, Laptop, Tablet oder Handy mit aktuellem Internetbrowser und ein stabiler Internetzugang.

 

 

 

Montag, 11. Januar 2021 17:16 Uhr

Holzminden (mm). Nach anderthalb Jahren ist für Holzmindens Jugendleiter Wolfgang Jacob Schluss. Durch das Programm "Engagierter Ruhestand" war der Lenner im Sommer 2019 aus dem Berufsleben bei der Deutschen Post ausgeschieden. Voraussetzung war allerdings, dass er 1.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit leistet. Neben der Aufgabe des Jugendleiters hatte er beim SV06 Holzminden auch das Amt des Corona-Beauftragten inne.

"Mit Ablauf des 31.12.20 endete meine Tätigkeit beim SV06 Holzminden. Ich danke vor allem dem geschäftsführenden Vorstand, dass ich meine ehrenamtlichen Stunden im Rahmen des engagierten Vorruhestands beim SV06 Holzminden umzusetzen konnte. Ein besonderer Dank gilt den Jugendtrainern/innen, die sich ehrenamtlich beim SV06 engagieren sowie den Eltern, ohne deren Mithilfe ein gutes Vereinsleben nicht möglich ist", bedankt sich Wolfgang Jacob.

"Die spannende Zeit ist wie im Flug vergangen – ich werde immer gerne an die Zeit als Jugendleiter beim SV06 zurückdenken. Ich wünsche dem Verein für die Zukunft alles erdenklich Gute. Ich bin sicher, dass bei entsprechender Unterstützung durch weitere helfende Hände die Jugendabteilung des SV 06 Holzminden auch in den nächsten Jahren eine führende Rolle im NFV spielen wird", so Jacob abschließend, dessen Nachfolger noch nicht feststeht.

Foto: SV06 Holzminden

Fan Aktiv
Mittwoch, 29. Juli 2020 10:51 Uhr
ARD-Quizshow: Gladbach-Fan Claus Blümel spricht Vereinsnamen des Erzrivalen nicht aus
Sonntag, 31. Mai 2020 10:38 Uhr

Fürstenberg/München/Barecelona (red). In diesen Tagen war es genau 21 Jahre her, dass der FC Bayern München das Champions League Finale in Barcelona gegen Manchester United nach langer 1:0-Führung durch zwei Gegentore in der Nachspielzeit noch mit 1:2 verlor. Das Spiel wird noch heute als die „Mutter aller Niederlagen“ bezeichnet. Fürstenbergs Vorsitzender Achim Helm, bekennender Bayern-Fan, war live dabei.

Der Erfahrungsbericht von Achim Helm

Eigentlich beginnt unsere kleine Geschichte bereits gut 9 Monate früher im Herbst 1998: Mit dem MTV Fürstenberg planten wir eine Wochenendfahrt nach München inkl. Besuch eines Bundesligaspieles des FC Bayern München im Olympiastadion. Es war aber gerade die Zeit, als die Terminplaner der Bundesliga begannen die Spieltage oftmals recht kurzfristig (nicht wie heute mit mehreren Wochen oder Monaten Vorlauf) zu zerstückeln, um höhere Fernsehgelder zu erzielen.

Auch unsere Fahrt war davon betroffen, da das Spiel, welches wir sehen wollten, auf Sonntagabend terminiert wurde. Daraufhin brachte ich unsere Enttäuschung in einem Brief an den damaligen Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß, zum Ausdruck. Wenige Wochen später klingelte in meinem Büro bei der Kreisverwaltung Höxter das Telefon. Eine ruhige Stimme meldete sich mit den Worten „Ja Hoeneß hier“. Es war tatsächlich Uli Hoeneß, der sich persönlich mit der Angelegenheit befasste. Der Macher des FC Bayern bedauerte die kurzfristige Ansetzung und teilte mit, dass dem Verein die Hände gebunden seien. Er bot aber an, dass ich mich bei ihm melden solle, wenn er mal was für mich tun könne.

Einige Monate später hatte der FC Bayern das Champions League Finale erreicht. In Barcelona spielte man gegen Manchester United. Schon damals war es sehr schwer an Tickets für solche Events zu kommen. Also wandte ich mich an Uli Hoeneß. Und dieser hielt Wort. Dank seiner Unterstützung hatten wir mit fünf Fußballfans die Möglichkeit dieses historische Spiel live vor Ort zu sehen.

Mit dem Zug reisten wir zu viert am Tag vor der Partie von Fürstenberg nach München und übernachteten bei meinem Schwager Thorsten Busche in der bayerischen Landeshauptstadt. Im Gepäck hatten wir fünf Eintrittskarten für das Champions League Finale 1999. Der Preis für ein Ticket, es gab ja noch keinen Euro, betrug für heutige Verhältnisse sagenhafte 245 Peseten = ca. 35,00 DM.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit der S-Bahn zum Flughafen und flogen von dort gemeinsam mit 550 Fans des FC Bayern in einem der mehr als 20 gecharterten Flugzeuge in die spanische Metropole. Mit Bussen transportierte man uns dort zum Camp Nou, der 90.000 Zuschauer fassenden riesigen Betonschüssel mitten in Barcelona. Aus Angst, dass sich die beiden Fanlager zu nahe kommen, wurden wir vom Busbahnhof einmal durch die Altstadt zur anderen Stadionseite geführt.

Der FC Bayern war das eindeutig spielbestimmende Team, hatte schon in der Anfangsphase einmal die Latte getroffen. Mario Basler gelang in der 5. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß die Führung. In der Folge versäumte es die Hitzfeld-Elf den Vorsprung auszubauen. Und dann:

Ich weiß es noch wie heute: Es lief die 90. Minute. Ich kramte meinen Fotoapparat aus dem Rucksack, um den historischen Moment festzuhalten. Da fiel der 1:1-Ausgleich für ManU. Also gut dachte ich: Verlängerung und packte den Fotoapparat wieder ein. Genau in diesem Moment nahm das Unglück seinen Lauf, denn die Engländer erzielten sogar noch das 2:1. Der Traum vom großen Triumpf war aus!

Nach dem Schlusspfiff wurden Fans beider Teams ins Hafenviertel gefahren. Die einen im Freudentaumel, konnten ihr Glück kaum fassen die Partie gegen einen überlegenen Gegner gewonnen zu haben. Die anderen, wir, waren irgendwie wie gelähmt und sehnten den Morgen herbei. Vom Vergnügungsviertel ging es noch in der Nacht zum Flughafen. Um 06:00 Uhr morgens stiegen wir müde und immer noch irgendwie enttäuscht in den Flieger Richtung München. Gegen Abend waren wir schließlich wieder zurück im beschaulichen Weserbergland.

Trotz der sportlichen Enttäuschung war es ein tolles, unvergessliches Erlebnis!

FAKTEN ZUM SPIEL

FC Bayern München

Aufstellung: Oliver Kahn - Markus Babbel, Samuel Kuffour, Lothar Matthäus (80. Thorsten Fink), Thomas Linke, Stefan Effenberg, Jens Jeremies, Mario Basler (89. Hasan Salihamidzic), Michael Tarnat, Carsten Jancker und Alexander Zickler (71. Mehmet Scholl)

Trainer: Ottmar Hitzfeld

Machester United

Aufstellung: Peter Schmeichel - Gary Neville, Denis Irwin, Ronny Johnson, Jaap Stam, David Beckham, Nicky Butt, Ryan Giggs, Jesper Blomqvist (67. Teddy Sheringham), Andy Cole (81.Ole Gunnar Solskjær), Dwight Yorke

Trainer: Alex Ferguson

Schiedsrichtergespann: Pierluigi Collina (Italien) mit Assistenten Gennaro Mazzei (Italien) und Claudio Puglisi (Italien)

Tore: 1:0 Mario Basler (5.), 1:1 Teddy Sheringham (90.), 1:2 Ole Gunnar Solskjær (90.)

Zuschauerzahl: 90.245 im Camp Nou (ausverkauft)

Foto: privat

Mittwoch, 29. April 2020 11:47 Uhr

Eschershausen/Köln (mm). Zu einer Stadionfahrt nach Köln hatten sich die Eschershäuser Sergej Michelis und Michael Müller mit zwei Bekannten aus der Region Hannover entschlossen. Köln befand sich in der Saison 2017/2018 nach 15 Spielen mit schwachen drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Am 10. Dezember sollten sie den SC Freiburg empfangen, welcher als Tabellendrittletzter ebenfalls mit Abstiegssorgen zu kämpfen hatte. "Bei einem Spiel zwischen zwei Mannschaften, die gegen Abstieg spielen, hatten wir eigentlich keine großen Erwartungen, sodass wir mit dem Torfestival gar nicht gerechnet hatten", blickten die Raabestädter auf das Bundesligaspiel zurück - nach einer 3:0-Führung verloren die Kölner, sinnbildlich für die Saison, in der Nachspielzeit noch mit 3:4.

Mit der Bahn reisten die Fußballfans am zweiten Advent nach Köln. Dort angekommen wurde neben des Kölner Doms auch ein Weihnachtsmarkt angesteuert. In der Domstadt begann es an diesem Nachmittag heftig zu schneien, sodass bereits die Fahrt mit der Straßenbahn zum Stadion eine erste Herausforderung darstellte. Im Stadion angekommen, sah man schließlich mit wieviel Schnee der erst unter der Woche neuverlegte Rasen, trotz einer auf Hochtouren laufenden Rasenheizung, bedeckt war, sodass erste Zweifel aufkamen, ob das Spiel überhaupt stattfinden würde.

"Es waren 120 Helfer mit Schneeschiebern am Werk. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt", berichtete Michael Müller. Und trotz des hohem Einsatzes sollte der Schnee auf dem Spielfeld nicht weniger werden. Im Stadion warteten die 45.100 Zuschauer im RheinEnergieSTADION, welches für 49.968 Besucher Platz bietet, auf das "OK" des Schiedsrichtergespannes. Dann war es soweit - mit einer halben Stunde Verspätung liefen die Mannschaften zur Hymne des 1. FC Köln ein. Unter großem Applaus des Publikums wurde das Spiel mit freigeräumten Sechzehnern, roten Linien und einem roten Ball angepfiffen.

Köln stand vor der Partie mit dem Rücken zur Wand. Die Rheinländer wollten endlich ein Erfolgserlebnis feiern, um ein Ausrufezeichen im Tabellenkeller zu setzen. Sie kamen mit den Platzbedindungen auch gleich besser zurecht. Lukas Klünter brachte den 1. FC Köln bereits nach acht Minuten mit 1:0 in Führung. Acht Zeigerumdrehungen später legte Sehrou Guirassy per Strafstoß das 2:0 nach. Nach einer guten halben Stunde fiel das 3:0 - ein Eigentor von Freiburg. "Die Kölner Zuschauer neben uns sind ausgerastet. Sie konnten nicht glauben, dass sie in diesem wichtigen Spiel schon mit 3:0 geführt haben", blickte Sergej Michelis auf die Szenen zurück, die sich im Stadion abgespielt haben. Sechs Minuten vor der Pause verkürzte Nils Petersen auf 3:1-Halbzeitstand.

"Es sah alles danach aus, als würde Köln wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren", war Müller zur Halbzeit noch überzeugt. Die Mannschaft von Gästetrainer Christian Streich ließ sich allerdings, auf dem mit der Zeit immer besser bespielbaren Platz, keine Hektik aufkommen und verkürzte in der 65. Spielminute durch Janik Haberer auf 3:2. Die Kölner Zuschauern sehnten gegen die immer stärker werdenden Freiburger den Schlusspfiff herbei. Nach einem Foulspiel bekam der SCF einen Strafstoß zugesprochen, welchen Nils Petersen in der 90. Spielminute zum 3:3-Ausgleich verwandelt hat. In der fünften Minute der Nachspielzeit folgte ein Handspiel von Kölns Sehrou Guirassy im eigenen Sechzehner, sodass es einen Handelfmeter für die Freiburger geben sollte. Nils Petersen legte sich erneut den Ball zurecht und versenkte die Kugel zum vielumjubelten 3:4-Endstand.

Während die Kölner am Boden lagen, starteten die Freiburger einen Jubellauf zum Gästeblock. Sie konnten es nicht fassen, dass sie diese Partie noch gedreht hatten. Logischerweise wurde Nils Petersen mit seinen drei Treffern zum Mann des Spiels. "Dieses Spiel werde ich nie vergessen. Das ist der Fußball, den wir Fußballfans so lieben", resümierte Michelis abschließend.

Foto: mm

Dienstag, 28. April 2020 11:01 Uhr

Boffzen/Trabzon (mm). Die Republik Türkei hat insgesamt 81 Provizen. Aus der Provinz mit der Nummer 61 stammt die Familie von Boffzens Außenverteidiger Erhan Erdogan, nämlich aus Trabzon! Selbstverständlich schlägt sein Fußballherz auch für den Fußballclub Trabzonspor, welcher derzeit in der ebenfalls wegen des Coronavirus unterbrochenen türkischen Süper Lig die Tabelle anführt. Mit dem neuesten Trikotsatz des Kreis Holzmindener Kreisligist FC 08 Boffzen konnte sich Erdogan auch einen Wunsch erfüllen. "Ich trage die 61 mit Stolz. Bei Trabzonspor ist diese Nummer heilig. Sie darf auch nur von Spielern aus dieser Provinz getragen werden", freut sich der Boffzer, dass er diese hohe Rückennummer bei seinem Heimatverein tragen darf.

Drei- bis viermal im Jahr besucht Erdogan, welcher selbst in Deutschland geboren ist, seine Familie in Trabzon und verbindet dies gerne mit Stadionbesuchen. Der Fußballclub wurde 1967 gegründet und konnte seitdem unter anderem sechs türkische Meisterschaften feiern. "Eigentlich sind es sieben Meisterschaften. Wir waren in der Saison 2010/2011 mit unserem gößten Rivalen Fenerbahçe Istanbul punktgleich, aber wir wurden in der Abschlusstabelle Zweiter. Fenerbahçe Istanbul stand jedoch im Verdacht von Spielmanipulationen. Die türkische Justiz hat sie dann auch in sechs Meisterschaftsspielen für schuldig befunden. Sie wurden von der UEFA für zwei Jahre für den Europacup gesperrt und wir durften in der Champions League spielen. Wir warten immernoch, dass uns der türkischen Fußballverband den Titel anerkennt", erinnert sich Erdogan an die Spielzeit 2010/2011.

Zunächst hat die Mannschaft von Trabzonspor im Hüseyin Avni Aker Stadion vor bis zu 25.000 Zuschauern gespielt. "Das Stadion war mitten in der Stadt. Ich hatte das Glück, die Stimmung bei Pokal- und Ligaspielen sowie in dem damaligen UEFA-Cup zu genießen", denkt Erdogan ans "alte Stadion" von Trabzonspor zurück, welches nach der Errichtung des neuen Stadions abgerissen wurde.

Aktuell spielt der türkische Tabellenführer, welcher mit Ugurcan Cakir, Abdulkadir Parmak und Abdulkadir Ömür drei aktuelle türkische Nationalspieler im Kader hat, in der Şenol Güneş Spor Kompleksi Medical Park Arena. Dieses Stadion wurde an der Schwarzmeerküste erbaut und kann bis zu 41.461 Zuschauer fassen. "Ich kann von meinem Balkon direkt auf das Stadion gucken", genießt Erdogan jedes Mal den Anblick. Sein letzter Stadionbesuch bei den Weinrot-Hellblauen war am 15. Februar 2019 gegen Sivasspor. Dieses Duell konnte sein Team mit 2:1 für sich entscheiden. Zugleich ließ er durchblicken, dass zu jedem Stadionbesuch, anders als in Deutschland, das Essen von Köfte Ekmek dazugehört.

"Trabzon ist eine typische Fußballstadt. Wenn die Mannschaft gewinnt, ist auf den Straßen viel los. Werden Spiele verloren, sind die Fans lustlos und man sieht nur wenige Menschen mit Trikots auf den Straßen", beschreibt Erdogan das Leben als Fan von Trabzonspor. Hierzu passt auch der #YANYANA, welcher auf deutsch "Gemeinsam" bedeutet und in Großbuchstaben vor dem Stadion steht. "Ich hoffe sehr, dass meine Mannschaft die Meisterschaft holt, aber auch in der Türkei ist fraglich, wie und ob die Saison zu Ende gespielt wird", so Erdogan abschließend.

Fotos: privat, mm

 

Dienstag, 21. April 2020 12:43 Uhr

Wien (mm). "Hauptsache Fußball" hieß das Motto, mit welchem Lennes Fußballfachwart Michael Keunecke, zu dem Zeitpunkt noch Keeper des TSV Lenne, am Samstag, den 19. April 2014 das Heimspiel vom FK Austria Wien gegen den Wolfsberger AC in der österreichen Bundesliga anging. Bei schönem Wetter fanden sich lediglich 6.450 Zuschauer in der Generali-Arena ein, welche 17.500 Besucher fassen kann.

Zur Hochzeit hatten Michael Keunecke und seine Frau Annika eine mehrtägige Reise in die österreichische Hauptstadt geschenkt bekommen. So gab der Fußballer das Spiel in der damaligen A-Liga bzw. Staatsliga als Ziel aus. "Das kleine Stadion hatte schon seinen Charme, allerdings kann man es überhaupt nicht mit deutschen Stadien im Profifußball vergleichen", blickte Keunecke auf die Generali-Arena zurück.

Zum Spiel: In der 29. Spielminute gingen die Gäste des Wolfsberger AC mit 0:1 in Führung. Diesen Spielstand glichen die Hausherren nach 51 Minuten zum 1:1-Endstand aus. "Fußball in Österreich ist wie Popcorn mit Salz, nicht so prall. Ich wollte im Stadion etwas gutes tun und habe Popcorn gekauft. Leider habe ich nicht gesehen, dass es mit Salz ist - das passte zum Spiel", schmunzelte Keunecke.

Fotos: Michael Keunecke

Überregional
Dienstag, 26. Januar 2021 13:03 Uhr
Hamburg: Szenario Saisonabbruch bekommt viel Zustimmung
Dienstag, 12. Januar 2021 13:59 Uhr

Hamburg (red). Fast alle Fußball-Landesverbände haben sich im vergangenen Jahr dazu entschieden, die Saison 2019/2020 coronabedingt abzubrechen. Seit Beginn des Lockdowns ruht auf den deutschen Amateursportplätzen erneut der Ball, es finden keine Hallenturniere statt und keiner weiß, aufgrund des nicht abreißenden Infektionsgeschehens, wann wieder trainiert werden darf.

Droht der erneute Saisonabbruch? Der Hamburger-Fußballverband (HFV) hat sich nun durch ihren Vorsitzenden Dirk Fischer als erster Verband zu dieser Frage zu Wort gemeldet. Das HFV-Präsidium hat am 7. Januar 2021 getagt und die Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung der Saison festgelegt.

Dies muss erfüllt werden!

  • Der Spielbetrieb muss spätestens am Wochenende des 27./28. Februar 2021 aufgenommen werden.
  • Den Mannschaften muss für dieses Startwochenende eine mindestens 14-tätige Trainingsmöglichkeit in Mannschaftsstärke ermöglicht werden.
  • Sollte eine Öffnung der Sport-Anlagen im Bereich des HFV ab dem 13. Februar 2021 stattfinden, könnte die Meisterschaft (einfache Hinrunde) und der Pokalwettbewerb (LOTTO- und Holsten-Pokal) durchgeführt werden.

Was passiert mit der Saison bei Abbruch?

  • Sollte der 13. Februar 2021 verstreichen, ohne Mannschaftstraining, wird die Saison 2021/2022 am 1. Juli 2021 mit dem Stand 1. Juli 2020 neu begonnen; dann gäbe es in der Saison 2020/2021 keine Meister sowie keine Auf- oder Abstiege.
  • Über eventuelle überregionale Auf- und ggf. Abstiege müsste gesondert entschieden werden. Es ist mit dem Deutschen Fußball Bund und dem Norddeutschen Fußball-Verband zu klären, ob und in welcher Form Auf- und Abstiege in überregionale Staffeln überhaupt stattfinden werden.
  • Sollte es Absteiger geben, werden diese in der höchsten Hamburger Staffel eingegliedert werden.

 

 

Donnerstag, 10. Dezember 2020 17:35 Uhr

Duingen (r). Ja, für die Einwohner der Region gibt es durch Corona Einschränkungen. Doch neben den schlimmen Auswirkungen etwa für die Wirtschaft haben auch Vereine sehr oft unter den Folgen der Corona-Krise zu leiden. Über lange Zeit war das Vereinsleben Land auf und ab quasi zum Erliegen gekommen. „Ich habe Sorge, dass so mancher Verein diese Krise nicht überstehen wird. Neben Sportvereinen denke ich da jetzt schon konkret etwa an Gesangsvereine“, erklärt der Fußballspartenleiter vom Duinger Sport-Club Dieter Rinne im Gespräch.

Das Duinger Urgestein hatte zur feierlichen Übergabe der neuen Spielerbänke im Pottlandstadion Vertreter aus dem Verein, vom Förderverein und vom Sponsor Volksbank Seesen eingeladen. „Wir sind froh, dass wir den Spielbetrieb wieder aufnehmen durften. Auch wenn es schon zwei Spielausfälle wegen Quarantäne beim Gegner gab, sind wir ständig in der Abstimmung, wie man die Richtung halten kann. Die Situation für die Vereine ist sehr gefährlich, da muss man auf der Hut sein“, mahnt Rinne zur Vorsicht.

Dankbar sind die Vereinsvertreter, dass Sponsoren gerade in diesen schweren Momenten den Vereinen eine wichtige Stütze sind. Im letzten Jahr sorgte etwa ein Hagelschaden dafür, dass die letzte Stunde der 30 Jahre alten Spielerkabinen im Pottlandstadion geschlagen hatte. Nur mit Hilfe der Volksbank Seesen war es dem DSC schließlich möglich, die 3500 Euro für zwei neue Kabinen aufzubringen. Diese stehen jetzt schon seit dem ersten Lockdown im Frühjahr am Sportplatz und sorgen seitdem für trockene Wartezeit bei den Ersatzspielern und Mannschaftsbetreuern.

„Wir leben von der Region und sind auch gerne ein Teil davon. Die Region soll liebenswert bleiben, weshalb wir auch gerne vor Ort unterstützen“, erklärt Roland Schaper von der Volksbank das Engagement der Bank für den Verein. Im Gespräch verriet Schaper schon mal, dass die Volksbank in der Nachbarschaft in nächster Zeit noch einmal unterstützen wird.

Foto: DSC Duingen

Sonntag, 22. November 2020 11:21 Uhr

Duingen (r). Auf die Frage hin, wie die Renovierungsaktion denn überhaupt zustande kam, wusste DSC-Trainer Jens Kempf sofort eine Antwort: „Nach einem Heimspiel in der letzten Saison ging ich als Letzter in die Kabine, um Trikots und Bälle zu holen. Ich schaute mir die Kabine an und dachte: Du bist jetzt schon so lange hier beim DSC und die Kabine wurde noch nie renoviert oder ausgebessert – eigentlich wird es mal Zeit, dass wir das gemeinsam in die Hand nehmen und die Kabine für die zukünftigen Mannschaften renovieren und herrichten. Wir haben hier so ein tolles Stadion, dank Platzwart Vlatko Ivankovic spielen wir auf einem der besten Rasenplätze im Umkreis, das Restaurant oben sieht auch toll aus – wir müssen die Kabinen an das ganze Stadion angleichen.“

Nach vielen Gesprächen mit der Spartenleitung über den Ablauf des Projektes fiel dann der Startschuss für die Renovierung am 19.06.2020. Der erste Schritt war die komplette Entkernung der Kabine: Die alten Holzbänke, die auf den gemauerten Standfüßen verschraubt waren, wurden abgerissen und entsorgt. Auch die Standfüße, die größtenteils schon nicht mehr fest auf dem Boden waren, wurden abgerissen – und die Metallstreben, die aus dem Boden hervorkamen, wurden entfernt.

Anschließend wurde die Kabine in Absprache mit der Gemeinde neu gestrichen. Besonders auffallend ist hierbei das große blaue „Nur der DSC“, welches beim Betreten der Kabine sofort ins Auge fällt. Die alten Deckenlampen wurden durch neue strahlende LED-Lampen ersetzt und zwei der drei Steckdosen, die nach der Renovierung ohnehin keinen Nutzen mehr hätten, wurden entfernt.

Nachdem die Kabine vermessen wurde, planten Jens Kempf, Torhüter Marco Gerecke und Kapitän Nils Falke die neuen Spielerschränke. Insgesamt 15 Schränke sollen in der Kabine installiert werden, damit jeder Spieler vor dem Spiel seinen eigenen Platz hat. Es wurde ein Schrank mit einem Ablagefach unter dem Schrankdach und einem Fach unter dem Sitz für zwei Paar Schuhe entworfen. Die Sporttaschen der Spieler können auf dem jeweiligen Schrank gelegt werden, um in der Mitte der Kabine für noch mehr Platz für die Trikottasche und die Bälle zu sorgen.

Zunächst wurden die verschiedenen Einzelteile zugeschnitten und daraus Schablonen erstellt, die nach Vorlage eines Prototypenschranks vermessen wurden. Mithilfe dieser Schablonen war es möglich, die Einzelteile schneller für den Zusammenbau vorzubereiten. „Der Zusammenbau der Schränke war das mit Abstand zeitaufwändigste und schwierigste am ganzen Projekt. Ich war froh, dass mir Nils Falke, Steffen Thäsler, Marco Gerecke, Marvin Kuhnt und Lours Prell zur Seite standen und tatkräftig mit angepackt haben, da ohne sie viele Arbeiten nicht möglich gewesen wären und somit zugleich parallel gearbeitet werden konnte“, so Kempf.

Für die Feiern nach den Spielen wurde ein Kasten gebaut und an die Wand gehängt, in dem eine Soundbar mit einem Subwoofer Platz finden, damit für die Musik nach den Spielen gesorgt ist. Zum Versiegeln und Streichen der Schränke und für die letzten zusätzlichen Arbeiten haben sich die Alte Herren um Trainer Marco Laugwitz und die Damenmannschaft um Trainerin Jenny Witte gemeldet, diese zu übernehmen und so auch ihren Beitrag zum Fertigstellen der Kabinen zu leisten. Der Schlusspunkt des Projektes wurde am 28.08.2020 mit einer Begehung der Kabine mit der Spartenleitung gesetzt.

„Allem voran ist es Jens Kempf zu verdanken, dass die Renovierungsaktion überhaupt ins Leben gerufen wurde und wir nun dieses tolle Ergebnis jetzt zur Schau stellen können. Aber auch den anderen Seniorenmannschaften muss ich meinen Dank aussprechen, es zeigte sich hier, dass die Mannschaften innerhalb der Sparte zusammenhalten und man hier beim DSC Duingen Hand in Hand arbeitet, damit man ein gemeinsames Ziel erreicht. Ich kann vor diesem tollen Ergebnis nur meinen Hut ziehen und hoffe, dass es jetzt auch sportlich bei allen Mannschaften in den jeweiligen Tabellen weiter nach oben geht“, zeigt sich der Leiter der Sparte Fußball, Dieter Rinne, über die gelungene Aktion der Duinger Seniorenmannschaften begeistert.

40 m² Spanplatten und 97 m Dachlatten wurden in unzählingen gemeinsamen Arbeitsstunden zugeschnitten, gebohrt, geschliffen, angestrichen und montiert, um die alte Kabine in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Zusätzlich wurde der Vorraum der Kabinen neu gestrichen und auch die Dusche bekam ebenfalls einen neuen Anstrich. In der noch weitgehend unbeschädigten Gästekabine wurden lediglich die teilweise kaputten oder fehlenden Haken erneuert.

Fotos: DSC Duingen

Mittwoch, 11. November 2020 17:35 Uhr

Deutschland (red). Wann rollt das runde Leder über die heimischen Fußballplätze? Auf diese Frage hat man in Niedersachsen weiterhin keine Antwort. Sowohl der Trainings- als auch der Spielbetrieb ist und bleibt eingestellt. Während in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern schon seit einiger Zeit wieder Training für Kinder und Jugendliche stattfinden darf, macht ein anderes Bundesland den nächsten Schritt.

Seit Montag ist in Thüringen der Trainingsbetrieb für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre wieder möglich. Einem Bericht des MDR zur Folge haben sich die Vertreter des Thüringer Fußballverbandes, der Thüringenliga sowie der Landesklassen dafür ausgesprochen, dass bereits am 5./6. Dezember der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden soll.

 

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