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Holzminden (mm). Am vergangenen Mittwochabend war Moderator Arnd Zeigler mit seinem Bühenprogramm "Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs - immer Glück ist Können" in der Holzmindener Stadthalle zu Gast und zog die rund 550 Zuschauer mit seiner puren Fußballleidenschaft in den Bann. Nach dem rund dreistündigen Auftritt gingen die Zuschauer zufrieden und mit einem Lachen im Gesicht nach Hause. 

"Ich bin zum ersten Mal in Holzminden und habe in der Stadt mehrere Stunden den Fanshop des SV06 Holzminden gesucht", schmunzelte Arnd Zeigler, der sich aber dennoch heimisch fühlen durfte. Zum einen weil er mit seinem Tourteam und ganzen Equipment, wie dem kultigen Pult, Spielfiguren von größtenteils ehemaligen Fußballer und eigenem Fanshop, angereist war. Zum anderen da sich unter die Zuschauer auch diverse Fans des SV Werder Bremen gemischt haben, die mit Stolz das Trikot des Vereins trugen, dessen Stadionsprecher Arnd Zeigler ist. Bei seiner Begrüßung grüßte Zeigler die DFB-Legenden Höxter, die sich im Publikum befanden.

Wie beim Doppelpass on Tour im Jahr zuvor, war es wieder ein Klassentreffen von ehemaligen bzw. aktiven Fußballern, Trainern und Funktionären, die mit Spannung das Programm verfolgt haben. Zeigler nahm die Zuschauer mit auf eine Fußballreise und blickte zunächst auf den deutschen Fußball, der sich durch die vielen Meisterschaften des FC Bayern München und die fehlenden Vereinslegenden verändert habe.

Vor guten 19 Jahren startete für Zeigler die TV-Karriere beim WDR. Als blutjunger TV-Anfänger wurde ihm seine eigene Show angeboten, die mittlerweile ins Abendprogramm gewandert sei. "Danke an den WDR - ohne die Show wäre ich nicht hier", bedankte sich Zeigler, der im weiteren Verlauf sein Team und die Höhepunkte seiner Show vorgestellt hat. 

Seine WDR-Show ist besonders bekannt für das "Kacktor des Monats", das auch mit einer Klobrille prämiert wird. "Unser Ziel ist es, dass der Begriff "Kacktor" in den Duden kommt", sagte Zeigler, der schließlich Tore vorgestellt hat, die für viel Gelächter und Applause im Publikum gesorgt haben. Besonders haben sich bei den Zuschauern die Szene aus dem Garten von Arnd Zeigler eingebrannt. Dort stellte er mit seinem Team Szenen nach, die er z.B. aufgrund von TV-Rechten nicht zeigen durfte. Das Nachstellen der Szenen habe teilweise viele Stunden gedauert, bis sie im Kasten waren. Zu den Kacktoren gehörten natürlich auch Eigentore von Torhütern. Zudem zeigte er auch Torchancen, die mit großer Verwunderung nicht genutzt wurden. 

Fußballnostalgiker kamen auch voll auf ihre Kosten. Neben älteren Szenen aus anderen Ländern und der Vorstellung eines Kopfballhelms, präsentierte Zeigler die Zeitschrift "das Fußballmagazin", in dem die Fußballfans Einblick in das Privatleben ihrer Lieblingsspieler bekamen. So verrieten die Fußballer ihre Hobbys und ihre weiteren Freizeitaktivitäten und präsentierten ihre Haustieren - für die heutige Zeit undenkbar.

Nach der Halbzeitpause ging der zweite Teil des Programms los. So ging Zeigler auf die Rolle des Fußballlehrers ein. "Diesen Job können in der Bundesliga nur 18 Personen machen. Es gibt Tausende, die es mit ihrer Ausbildung her machen könnten, aber wir glauben, wir können es mit einer Tüte Chips auf dem Sofa besser. Wir stellen uns den Job als Trainer viel zu einfach vor", sprach Zeigler vielen in der Stadthalle aus der Seele. Passend zum ersten Teil des Abends präsentierte Zeigler lustige Aussagen von Trainern, aber auch von Fans. So antwortete ein HSV-Fan auf die Frage, warum er sich das Training der Profis anschauen würde, mit den Worten: "Ich bin nur hier, weil ich zu Hause abwaschen muss".

Anders als zu seinem vorherigen Bühnenprogrammen nahm Zeigler den Frauenfußball in sein Programm mit auf, der 1970 seitens des DFB erlaubt wurde, aber nach Akzeptanz in der Gesellschaft suchte. So wurden viele aktive Spieler und Funktionäre nach ihrer Meinung zur Einführung des Frauenfußballs befragt und viele waren der gleichen Meinung: "Es gibt doch schönere und bessere Sportarten für Frauen". Ein Befürworter des Frauenfußballs war Franz Beckerbauer, der die Frage in Raum stellte, warum Frauen kein Fußball spielen sollten. Eine große Niederlage kassierte Paul Breitner, der sich in der Sendung "Wetten dass???" gegen den Frauenfußball aussprach und anschließend beim Torwartschießen gegen eine Frau verloren hat. Nach dem Breitner aus sechs Schüssen keinen Treffer landen konnte, traf die Frau gleich mit ihrem ersten Schuss und zeigte damit deutlich, dass auch Frauen Fußballspielen können.

Auf der Zielgaraden ging Arnd Zeigler noch kurz auf die kleinen Vereine ein und hob hervor, wie wichtig Trainer, Platzwarte etc. sind. "Sie machen das alle, weil sie den Fußball lieben. Am kleinen Fußball können wir etwas ändern, am großen nur wenig. Ich denke euch für den schönen Abend. Holzminden - es hat mir sehr viel Spaß gemacht", so Zeigler abschließend. 

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