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Salzhemmendorf (red). Das 1. AWesA-Hallenmasters 2026 am 31. Januar hat gleich bei seiner Premiere Maßstäbe gesetzt. Spannung, Dramatik, Überraschungen, klare Entscheidungen, eine echte „Phönix-aus-der-Asche“-Geschichte, überragende Stimmung – und leider auch ein großer Aufreger: Dieses Turnier hatte alles. Am Ende durfte sich mit der SSG Halvestorf ein würdiger Sieger feiern lassen, der im Finale noch einmal eindrucksvoll seine Klasse unter Beweis stellte.

Überraschungen zum Auftakt – Favoriten früh gewarnt

Schon das Eröffnungsspiel hatte es in sich. Der FC Preussen Hameln, mit der ehemaligen zweiten Mannschaft angereist, schlug den MTSV Aerzen überraschend mit 2:1. Es folgten ein 2:2 zwischen Kosova Hameln und dem Gastgeber FC Saale Ith sowie ein 1:0-Erfolg des TB Hilligsfeld gegen Halvestorf – ein frühes Signal: Die Underdogs waren an diesem Tag keinesfalls nur Statisten. Für das erste klare Ausrufezeichen sorgte BW Tündern mit einem souveränen 5:0 gegen TSV Nettelrede. Kurz darauf schlug Eintracht Afferde den MTSV Aerzen mit 3:2 – Aerzen startete damit mit zwei Niederlagen ins Turnier. Saale Ith rettete sich per Last-Minute-Treffer zu einem weiteren Unentschieden, während Halvestorf nach der Auftaktniederlage mit einem 3:1 gegen die SG FELS zurück in die Spur fand. Hilligsfeld trotzte anschließend dem Favoriten Tündern ein 1:1 ab, Afferde gewann knapp gegen Kosova, ehe Aerzen mit einem 4:1 gegen Saale Ith endgültig im Turnier ankam. Die SG FELS schlug Nettelrede – und dann folgte das Spiel, das das Turnier emotional prägen sollte. 

Der große Aufreger: Halvestorf gegen Tündern

Das Landesliga-Duell zwischen SSG Halvestorf und BW Tündern war intensiv, umkämpft und hoch emotional. Tündern vergab die große Chance zur Führung, als Ugur Aydin einen Strafstoß links am Tor vorbeisetzte. Wenig später traf Felix Maedchen zur Führung für Halvestorf. Was dann folgte, war der traurige Höhepunkt des Turniers: Zwei Sekunden vor Schluss eskalierte die Situation nach der letzten Aktion. Es kam zu Rudelbildungen, Handgreiflichkeiten und schließlich je einem Platzverweis pro Team. Spieler von Kosova Hameln griffen als unbeteiligte Dritte schlichtend ein, gemeinsam mit Ordnern und Sicherheitsdienst. Nach mehreren Minuten beruhigte sich die Lage – Fußball wurde wieder gespielt, doch dieser Moment blieb haften. 

Dramatische Wendungen in der Gruppenphase

Sportlich ging es anschließend mit hohem Tempo weiter. Kosova besiegte Preussen mit 4:1, Afferde gewann erneut knapp, Hilligsfeld schlug Nettelrede. Für Tündern kam dann das Aus: Sekunden vor Schluss unterlagen die „Schwalben“ der SG FELS mit 2:3 – eine der großen Überraschungen des Turniers.

Aerzen schraubte weiter an seinem Comeback und gewann 1:0 gegen Kosova. Afferde fertigte Preussen mit 4:1 ab. In den letzten Gruppenspielen sicherte sich Halvestorf mit einem deutlichen Sieg über Nettelrede Platz zwei, während TB Hilligsfeld mit einem 4:1 gegen die SG FELS sensationell und ungeschlagen den Gruppensieg in der Binder-Gruppe holte. 

Die Gruppen im Überblick

In der Sparkasse Hameln-Weserbergland-Gruppe setzte sich Eintracht Afferde mit weißer Weste durch. Dahinter zog der MTSV Aerzen nach zwei Auftaktniederlagen doch noch ins Halbfinale ein – eine bemerkenswerte Aufholjagd. Kosova Hameln wurde Dritter mit einem rundum würdigen Underdog-Auftritt, Preussen Hameln landete nach starkem Start auf Rang vier, Gastgeber Saale-Ith wurde Fünfter.

In der Binder-Gruppe sorgte TB Hilligsfeld für die große Überraschung und gewann die Gruppe ungeschlagen. SSG Halvestorf steigerte sich nach dem Fehlstart deutlich und wurde Zweiter. Die SG FELS verpasste das Halbfinale knapp, wurde aber von ihren Fans frenetisch gefeiert. BW Tündern belegte Rang vier, TSV Nettelrede blieb punktlos Fünfter. 

Halbfinals: Erfahrung und Comeback setzen sich durch

Im ersten Halbfinale konnte Eintracht Afferde nicht an die Gruppenform anknüpfen. Die wiedererstarkte SSG Halvestorf gewann verdient mit 4:1, zweimal traf Robin Tegtmeyer. Im zweiten Halbfinale setzte MTSV Aerzen seine beeindruckende Comeback-Story fort und schlug das Überraschungsteam TB Hilligsfeld klar mit 3:0. Leandro Franco Ribeiro glänzte dabei mit zwei Treffern. 

Platzierungsspiele und starke Fan-Momente

Nettelrede sicherte sich Platz 9, Saale Ith wurde Zehnter. Platz sieben ging an Preussen Hameln vor Tündern. Kosova Hameln belegte einen starken fünften Platz, die SG FELS wurde Sechster. Im Spiel um Platz drei gewann Afferde mit 3:1 gegen Hilligsfeld – begleitet von einer besonderen Atmosphäre: Beide Fanlager feierten gemeinsam, nachdem sie sich bereits in der Vorrunde zu einem großen gemeinsamen Fanblock zusammengeschlossen hatten. 

Ein Finale, das alles bietet

Das Endspiel zwischen SSG Halvestorf und MTSV Aerzen hielt, was das Turnier versprach. Beide Teams warfen jede taktische Vorsicht über Bord. Aerzen ging durch einen abgefälschten Schuss von Eduard Mittelstädt in Führung. Alexander Manka glich mit einer Willensleistung und einem sehenswerten Linksschuss aus. Aerzen antwortete stark und ging nach schönem Spielzug durch Josef Selensky erneut in Führung. Doch Halvestorf blieb ruhig: Felix Maedchen erzielte das 2:2. Wenige Minuten vor Schluss brachte erneut Manke die SSG erstmals in Führung, ehe Robin Tegtmeyer mit dem 4:2 endgültig den Deckel draufmachte. 

Ein verdienter Premierensieger

Unter ohrenbetäubendem Jubel des eigenen Fanblocks stemmte die SSG Halvestorf den Pokal in die Höhe und darf sich nun erster Champion des AWesA-Hallenmasters nennen. 

Die Einzelauszeichnungen gingen ebenfalls nach Halvestorf und Hilligsfeld: 

Bester Torschütze: Robin Tegtmeyer (SSG Halvestorf) – 5 Tore

Bester Torhüter: Louis Heucke (TB Hilligsfeld), eigentlich Feldspieler, der überragend zwischen den Pfosten überzeugte

Bester Spieler: Felix Maedchen (SSG Halvestorf) 

Fazit

Was bleibt von diesem ersten AWesA-Hallenmasters? Eine überragende Stimmung, zahlreiche Fanblöcke, die die Halle in ein Tollhaus verwandelten, ein sportlich hochklassiges Teilnehmerfeld, emotionale Geschichten – und ein verdienter Sieger. Der FC Saale-Ith meisterte die Mammutaufgabe der Ausrichtung hervorragend, die Schiedsrichter Maurice Wiewel, Michelle Schrader und Timo Zylla leiteten das Turnier souverän.

Auch das AWesA-Team zeigte sich hochzufrieden, ebenso wie Tim Nikelski (Sparkasse Hameln-Weserbergland) und Michael Stachowski (Binder). AWesA-Geschäftsführer Matthias Koch bedankte sich bei allen Beteiligten – und nach dieser Premiere ist klar: Das AWesA-Hallenmasters hat das Zeug zu einer festen Größe im regionalen Hallenfußball.

Foto: AWesA

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