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Top 5 Nachrichten der Woche
Herren
Freitag, 07. August 2020 13:34 Uhr
Testspielmarathon: Viele Vorbereitungsspiele mit Kreis Holzmindener Beteiligung
Donnerstag, 06. August 2020 08:48 Uhr

Bevern (red). Der vergangene Samstag stand in Bevern endlich wieder im Zeichen des Fußballs. Zunächst hatte die SG GoLüWa/Bevern II den SV Höxter II zu Gast, ehe im Anschluss auch der MTV Bevern gegen den SV Höxter getestet hat. Beide Begegnungen konnte die Mannschaft aus der Kreisstadt Höxter für sich entschieden.

SG GoLüWa/Bevern II verliert Test gegen den SV Höxter II mit 2:4

Am Samstagnachmittag hatte die SG GoLüWa/Bevern II den B-Liga Aufsteiger vom SV Höxter II zu Gast im Burgberg-Stadion. Beiden Mannschaften merkte man die lange Spielpause an und es war in beiden Teams noch reichlich Sand im Getriebe. Mit einem Doppelschlag aus zwei Standadsituationen ging der Gast aus Nordrhein-Westfalen schnell mit 2:0 in Front (7. und 9. Minute). In der Folgezeit kam die Spielgemeinschaft vom Burgberg besser ins Spiel. Luca-Stephan Fenken verkürzte nach einem sehenswerten Angriff auf 2:1 (24. Minute) und Til Engelmann konnte in der 34. Minute den 2:2-Ausgleich erzielen. Doch die Freude auf Seiten der Burgberger hielt nicht lange an, denn Fabian Stroba brachte die Höxteraner-Elf in der 37. Minute wieder mit 3:2 in Front. Mit diesem Zwischenstand ging es zum Pausentee.

Zur zweiten Halbzeit führten beide Trainer zahlreiche Wechsel durch. Diese taten dem Spielverlauf nicht gerade gut, sodass das Spielniveau abflachte. Für den 2:4-Endstand sorgte Mert-Can Tunc in der 66. Minute. Trotz der Niederlage zeigte sich SG-Coach Andreas Krummacker nicht ganz unzufrieden mit der Leistung seiner Elf. "Das Ergebnis ist heute nebensächlich. Wichtig war es, dass wir nach der langen Spielpause mal wieder unter Wettkampfbedingungen spielen konnten. Auf die Leistung in der ersten Halbzeit können wir aufbauen. Es wartet auch noch reichlich Arbeit auf uns, aber wir sind ja auch erst gerade in die Vorbereitung eingestiegen", so der Coach.

Föckel-Elf zeigt trotz 3:5 Niederlage ein starke Leistung

Im zweiten Spiel des Tages standen sich im Burgberg-Stadion der MTV Bevern und der SV Höxter I gegenüber. Die Gäste-Elf ist in der Corona-Saison aufgestiegen und spielt zur neuen Saison in der Bezirksliga. Für das Abenteuer Bezirksliga hat man den Kader qualitativ hochwertig aufpolliert und Kenner der westfälischen Fussballszene trauen dem Team von Uwe Beck einen oberen Platz in der Bezirksliga zu.

Doch wer dachte, es wird eine einseitige Partie, der hatte sich getäuscht. Trainer Föckel schickte eine hochmotivierte und disziplierte Elf aufs Feld und ging quasi mit der ersten Torchance in der 12. Minute durch Jan Stellhorn mit 1:0 in Front. Zwar hatte der SV Höxter mehr vom Spielgeschehen, aber die Elf vom Burgberg verschob in der Defensive clever und trug ihre Konter gekonnt vor. So war es auch in der 22. Minute wiederum Jan Stellhorn, der nach toller Vorarbeit von Dara Hussein auf 2:0 für die Hausherren erhöhte. Nun merkte man den Höxteraner die Unzufriedenheit an. Besonders Ex-Hessenligaspieler Andre Schmitt drehte auf und zeigte, warum er eigentlich nicht in eine Bezirksliga-Elf gehört. So glich der Neuzugang vom KSV Baunatal mit einem Doppelschlag (29. und 39. Minute) zum 2:2 aus. Mit diesem 2:2-Unentschieden ging es in die Pause.

Kurz nach Wiederbeginn der zweiten Halbzeit, ging der Gast von der anderen Weserseite durch Marcel Dobrott mit 2:3 in Front (53. Minute). Jonathan Maximilian Disselhoff schraubte das Ergebnis in der 79. Minute auf 2:4 in die Höhe. Doch auch die Föckel-Elf kam in der Schlussphase noch zu einigen Möglichkeiten und so war es wiederum Jan Stellhorn, der in der 82. Minute nochmal auf 3:4 verkürzte. Den Schlusspunkt der Partie setzte wiederum, der Spieler des Spiels Andre Schmitt. Mit einer sehenswerten Einzelleistung sorgte er für den 3:5-Endstand (86. Minute).

Neu-Coach Föckel zeigte sich nach der Partie sehr zufrieden: "Meine Elf hat die taktischen Vorgaben sehr gut umgesetzt. Klar war der SV Höxter spielerisch überlegen und hatte mehr Ballbesitz, aber wir haben das heute sehr sehr gut gemacht. Darauf können wir aufbauen. Man darf ja auch nicht vergessen, das uns heute mit Mirko Djak, Mohammad Arabzada, Jan Timmermann, Kai Engelmann, Lenz Asche und Hendrik Alshut auch noch wichtige Akteure gefehlt haben und wir erst im Anfangstadium der Vorbereitung befinden", so der Coach nach Spielschluss.

Foto: mm

Mittwoch, 05. August 2020 12:56 Uhr

Stadtoldendorf (r). Der FC Stadtoldendorf lädt alle Vereinsmitglieder herzlich zur Jahreshauptversammlung am Freitag, den 28. August 2020 um 19.00 Uhr im Haus am Eberbach in Stadtoldendorf ein.

Tagesordnung:

1. Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden

2. Feststellung der stimmberechtigten Mitglieder und ordnungsgemäßen Ladung

3. Genehmigung der Niederschrift der Jahreshauptversammlung vom 21. Juni 2019

4. Ehrungen

5. Berichte

a) des 1. Vorsitzenden

b) des Spielausschussobmannes

c) des Kassenwartes

d) der Kassenprüfer

6. Entlastung des Gesamtvorstandes

7. Wahlen 

8. Verschiedenes und Anträge (Anträge müssen 2 Wochen vor der Versammlung beim 1. Vorsitzenden schriftlich eingereicht werden)

Ich bitte um Teilnahme

Mit freundlichem Gruß

gez. Rainer Blume (1. Vorsitzender)

Foto: mm

Mittwoch, 05. August 2020 12:06 Uhr

Kreis Holzminden (mm). Nach der Freigabe für den Pflichtspielbetrieb zum 01. September (wir berichteten), nehmen nun auch die Kreis Holzmindener Staffeln Formen an. Anders als in den Nachbarkreisen wird die Kreisliga nicht aufgeteilt. So werden die insgesamt 13 Kreisligisten im Modus "Jeder gegen Jeden" mit Hin- und Rückspiel gegeneinander spielen. Die insgesamt 19 gemeldeten Kreisklassenmannschaften wurden in eine Nord- und in eine Südstaffel aufgeteilt. Zudem sind erste Einteilungen im Frauenfußball bekannt.

Der Saisonstart ist in allen niedersächsischen Ligen mit Kreis Holzmindener Beteiligung (Herren/Frauen/Ü-Bereich) für das Wochenende des 04. - 06. September geplant. Bei den Damen des FC 08 Boffzen (Bezirk) soll der Saisonstart erst am 20. September erfolgen.

STAFFELEINTEILUNGEN IM ÜBERBLICK

Herren

Kreisliga (13 Mannschaften) Modus: "jeder gegen jeden" Hin-und Rückspiel

TSV Kirchbrak, SV06 Holzminden, SCM Bodenwerder, MTV Bevern, MTV Fürstenberg, FC 08 Boffzen, VfL Dielmissen, VfR Hehlen, MTSV Eschershausen, SG Wesertal (Aufsteiger), TSV Ottenstein (Aufsteiger), SG Lenne/Wangelnstedt II (Aufsteiger), FC Stadtoldendorf II (Aufsteiger)

Kreisklasse Nord (10 Mannschaften) Modus: "jeder gegen jeden" Hin-und Rückspiel

TSV Kaierde ("Absteiger"), FC Eintracht Ammensen (neugemeldet), TuSpo Grünenplan II (neugemeldet), SCM Bodenwerder II, Delligser SC, SG Eschershausen II/Dielmissen II, VfR Hehlen II, FC Hohe/Brökeln (Verzicht auf Aufstieg), TSV Kemnade, TSV Kirchbrak II

Kreisklasse Süd (9 Mannschaften) Modus: "jeder gegen jeden" Hin-und Rückspiel

SV Frischauf Rühle ("Absteiger"), TSV Kaierde II, SG Boffzen II/Fürstenberg II, SG GoLüWa/Bevern II, SV06 Holzminden II, TSV Arholzen, TSV Holenberg II, VfB Negenborn, VfR Deensen

Altherren und Altsenioren

Altherren (Ü32) (5 Mannschaften) Modus: "jeder gegen jeden" jede Mannschaft spielt 4 x gegeneinander

SG Burgberg, VfR Hehlen, SG Wesertal, TSV Ottenstein, SG Stadtoldendorf/Negenborn

Altsenioren (Ü40) (10 Mannschaften) Modus: "jeder gegen jeden" Hin-und Rückspiel

SG Burgberg, SV06 Holzminden, MTSV Eschershausen, MTV Derental, SCM Bodenwerder, SG Wesertal, SG Fürstenberg/Boffzen, SG Lenne/Wangelnstedt, SG Feldberg, VfB Negenborn

Frauenfußball

Frauen Kreisliga (7er) Hameln-Holzminden-Schaumburg (8 Mannschaften) Modus: "jeder gegen jeden" Hin-und Rückspiel

VfL Dielmissen, TSV Ottenstein, VfB Eimbeckhausen, TSV Exten II, ESV Eintracht Hameln, SG Rodenberg, HSC BW Schwalbe Tündern II

Frauen Bezirksliga Staffel 2 (Ostwestfalen) (13 Mannschaften) Modus: "jeder gegen jeden" Hin-und Rückspiel

FC 08 Boffzen (Aufsteiger), GW Varensell, SJC Hövelriege, BV Bad Sassendorf, SV Spexard, Delbrücker SC, SV GW Kollerbeck, TuRa Elsen, SC GW Paderborn, VFB Schloß-Holte, SG Hövelriege/Stukenbrock (Aufsteiger), TuS Lipperode (Aufsteiger), SuS Scheidingen (Aufsteiger) (FC Germete-Wormeln hat ihre Mannschaft abgemeldet und steht als 1. Absteiger bereits fest)

Frauen Kreisliga Höxter

FC 08 Boffzen (9er), SV06 Holzminden (9er) Einteilung noch nicht bekannt

Foto: mm

 

 

 

 

Dienstag, 04. August 2020 11:36 Uhr

Mönchengladbach/Hehlen (mm). Große Freude bei Gladbach-Fan Claus Blümel. Claus Blümel aus Hehlen hatte bei der ARD-Quizshow "Gefragt, gejagt" mitgemacht und für einen der TV-Momente des Jahres 2020 gesorgt hat. Das ehemalige Vorstandsmitglied des VfR Hehlen ist bereits seit den 70er-Jahren Fan von Borussia Möchengladbach und hatte lieber auf Geld verzichtet, als den Vereinsnamen des Erzrivalen 1. FC Köln auszusprechen (wir berichteten). Sein Verein Borussia Mönchengladbach hatte ihn gesucht, Wort gehalten und ihn aufs Vereinsgelände eingeladen.

Bereits am gestrigen Montag wurde Blümel von Mitarbeitern des Vorstandes, von einem Mitarbeiter des neuen Gladbacher Sponsors Flatex und den Mitarbeitern von Fohlen TV auf dem Gladbacher Vereinsgelände in Empfang genommen. Claus Blümel wurde mit einem neuen Trikot und einem Scheck in Höhe von 500 Euro ausgestattet. Das ist auch der Betrag auf den Blümel im Rahmen der Quizshow "Gefragt, gejagt" verzichtet hatte.

"Ich habe nur über das Jahr nachgedacht und wer es dann wurde. Und als mir dann einfiel, wer es war, kamen meine Prinzipien durch. Ich möchte auch mal klarstellen, dass das nichts mit Hass zutun hat, das ist wirklich nur gesunde Rivalität. Der Fußball lebt von diesen Derbys und ich sehe diese Derbys gerne", erzählte Claus Blümel im Gespräch mit dem Fohlen TV. Ein Treffen mit den Profis konnte aufgrund der geltenden Hygieneregeln nicht stattfinden. So konnte Blümel Spieler wie Christoph Kramer, Stefan Lainer, Ramy Bensebaini, Tony Jantschke und Neuzugang Hannes Wolf nur vom Weitem sehen, welche gerade auf dem Weg zur Leistungsdiagnostik waren.

Foto: privat

Dienstag, 04. August 2020 10:40 Uhr

Stadtoldendorf (mm). Der Bezirksligist FC Stadtoldendorf sucht für die kommenden Sonntage, 08. August 2020 und 16. August 2020 Testspielgegner. Die ursprünglich geplanten Gegner haben abgesagt. Interessierte Teams können sich bei Trainer Mario Surmann (Handy: 0152-37752515) melden. Da kann dann auch besprochen werden, ob die Spiele in Stadtoldendorf oder auswärts stattfinden sollen.

Foto: mm

Montag, 03. August 2020 18:02 Uhr

Kreis Holzminden (mm). Bei der fünften Saison des Fußballmanagerspiels Onlineliga war vor Kurzem Halbzeit, sodass wir euch einen Überblick geben, wie die Kreismannschaften in der 5. Liga und 6. Liga darstehen.

5. Liga (Northeim Hameln-Pyrmont 1): Aufsteiger LW Holenberg ist Herbstmeister

In der aktuellen Saison spielen die Hamelner Vertreter in der "5. Liga Schaumburg Hameln-Pyrmont", während sich die Kreis Holzmindener Mannschaften in der "5. Liga Northeim Holzminden" mit Northeimer Teams messen. Mit von der Partie sind: Holzer Bolzer, FC Otton Freitowski, AS Rum 2017, FC Silberborn, LW Holenberg, 10kurzeund1pils, TSV Arholzen, Silberborn 96 und fatherandson.

Erfreulicherweise führt mit dem "LW Holenberg" eine Mannschaft aus dem Kreis Holzminden die Staffel an. Die Mannschaft von Leon Wessel knüpft an die vierte Saison und sorgt als Aufsteiger für mächtig Furore. Aus 17 Saisonsspielen gingen die Holenberger bei zwölf Unentschieden und fünf Remis nie als Verlierer vom Platz. Mit "fatherandson" (6.) und "FC Otton Freitowski" (8.) befinden sich zwei Vertreter des Kreises Holzminden in der oberen Tabellenhälfte. Besonders interessant dürfte der Abstiegkampf werden. Von Platz acht bis zum ersten Abstiegskampf beträgt der Abstand nur sechs Zähler, sodass mehr als die Hälfte der Teams noch um den Verbleib in Liga 5 zittern müssen.

6. Liga Kreisliga Holzminden: FC Fankurve meldet sich zurück

In der 6. Liga Holzminden 1, die zugleich die einzige Liga mit ausschließlich Kreis Holzmindener Mannschaft ist, sieht es zur Winterpause für den im Vorjahr abgestiegenen "FC Fankurve" aus Eschershausen gut aus. Auf den "VfR Hehlen" hat die Mannschaft von Michael Müller einen Sechs-Punkte-Vorsprung. Beide Teams haben erst eine Saisonniederlage einstecken müssen.

Beim Zuschauerranking konnte "ILGradeFC" als einziger Verein bei jedem Heimspiel mit 500 Zuschauern ein ausverkauftes Haus vermelden. Der „Eintracht Lipsia Süd“ aus Eschershausen besitzt mit sechs Gegentoren die beste Defensive der Liga, dafür hat der "FC Fankurve" mit 49 Saisontoren den besten Sturm der Liga.

Den besten Stürmer und zugleich besten Top-Scorer der Liga hat der "VfR Hehlen" in seinen Reihen. "Albano Barrena" erzielte 17 Saisontore und konnte seinen Mitspielern auch acht Treffer vorlegen. Insgesamt ging es bei elf gelb-roten Karten und fünf glatten Platzverweisen relativ fair auf den Plätzen zu.

6. Liga Niedersachsen 1: SF Holzminden Altendorf ist Herbstmeister

Neben der "Kreisliga Holzminden" spielen auch sieben Mannschaften in der "6. Liga Niedersachsen 1" mit. Hier sieht es für die "SF Holzminden Altendorf" ganz ordentlich aus. Mit einer Bilanz von 13 Siegen, drei Unentschieden und erst einer Niederlage steht die Mannschaft von Christian Einwohlt auf dem ersten Tabellenplatz und konnte mit einem Vorsprung von sechs Zähler auf "Werder Goemi" aus Polle die Herbstmeisterschaft feiern.

So einfach geht der Einstieg

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Montag, 03. August 2020 16:48 Uhr

Kreis Holzminden (mm). Mit der am 01.08.2020 in Kraft getretenen Niedersächsischen Corona-Verordnung ist nun die Sportausübung in einer Gruppe mit bis zu 50 (bisher 30) Personen zulässig (wir berichteten). Nun hat sich Helge Kristeleit vom NFV-Team Spielbetrieb mit den neuen, wichtigen Informationen an die niedersächsischen Vereine gewendet.

"Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir ab sofort unsere Trainingseinheiten und vor allem auch Freundschaftsspiele mit max. 24 Spieler/innen pro Mannschaft (48 Personen) und einem Schiedsrichter durchführen dürfen. Darüber hinaus lassen die Bestimmungen der Corona-Verordnung auch wieder Pflichtspiele zu, sodass der NFV-Pflichtspielbetrieb des Spieljahres 2020/21 voraussichtlich ab dem 01. September 2020 beginnen kann. Insofern kommen wir unserer Zusage nach, rechtzeitig vor Saisonbeginn zu informieren, um somit eine entsprechende Vorbereitungszeit zu gewährleisten", überbrachte Kristeleit die guten Nachrichten.

Alle bisher geltenden Dokumentationspflichten, Abstands-und Hygieneregeln sind weiterhin zu beachten, sofern nicht anderslautende Verordnungen in Kraft treten. Gleiches gilt auch für die Bestimmungen für Zuschauer, die weiterhin nur beschränkt zusehen dürfen.

 

Montag, 03. August 2020 10:41 Uhr

Holzminden (mm). Am gestrigen Sonntagnachmittag kam es auf dem Holzmindender B-Platz zum Aufeinandertreffen des heimischen SV06 Holzminden und dem Bezirksligaaufsteiger SV Höxter. Die Höxteraner traten die Anreise mit den Ex-Holzmindenern Kevin Wilms, Ramon Schreiner, Artwasd Zaturjan und Yama Safi an. Insgesamt fielen in dieser Begegnung neun Tore. Nach einem Halbzeitstand von 1:5, endete die Partie schließlich mit einem 2:7-Auswärtssieg für den SV Höxter, welcher von Uwe Beck trainiert wird.

Für Holzminden war es bereits das zweite Testspiel nach der langen Pause. In der Vorwoche unterlagen die Holzmindener dem TuS Lüchtringen mit 2:3. "Ich habe gute Ansätze gesehen und wir haben über weite Strecken gut mitgehalten. Wir haben uns im Vergleich zum Spiel gegen Lüchtringen in der Vorwoche deutlich verbessert. Bei unseren Chancen hätten wir mehr Tore machen können. Das Ergebnis ist um ein - zwei Tore zu hoch ausgefallen. Wir können auf die Leistung aufbauen", empfand Holzmindens Trainer Ali Chaabu, der in der kommenden Saison das Trainerduo mit dem vom FC Stadtoldendorf in die Kreisstadt gewechselten David Bisset bildet.

Munteres Toreschießen in der Anfangsphase

Die Begegnung brauchte nicht lange, um Fahrt aufzunehmen. Bereits in der zweiten Spielminute brachte Höxters Lucas Balch eine flache Hereingabe vor das Tor. Höxters Neuzugang Andre Schmitt scheiterte aus Nahdistanz an einer starken Fußparade von Holzmindens Keeper Matthias Kumlehn. Im Gegenzug spielte Höxter bei einem langen Ball auf Abseits. In abseitsverdächtiger Position tauchte David Bisset frei vorm Tor auf und ließ Höxters Keeper Thore Tölke keine Chance - 1:0 (3.). Die Freude über den Führungstreffer hielt jedoch nur zwei Zeigerumdrehungen an. Ex-Holzmindener Kevin Wilms schloss aus 20 Metern ab. Kumlehn rutschte das Spielgerät durch die Handschuhe zum 1:1-Ausgleich ins Tor. Wiederum nur zwei Minuten später ging der SV Höxter mit 1:2 in Führung. Matthias Kumlehn verschätzte sich beim Herauslaufen aus seinem Kasten, da sich Kevin Wilms einen flach in den Lauf gespielten Ball doch noch erlaufen konnte. Handlungsschnell erkannte Wilms die Situation und brachte eine Flanke vor das Tor, sodass Höxters Torjäger Nico Trepschick zum Führungstreffer nurnoch den Kopf hinhalten musste.

Holzminden zeigte sich von diesem Spielstand unbeeindruckt, rückte immer wieder raus und spielte Pressing. So kam es in der Folgezeit auch zu einigen guten Torchancen der Hausherren. Suleman Danjuma setzte Stürmer David Bisset in Szene, welcher in der elften Spielminute aus Nahdistanz nur den Pfosten traf. Zu einer Glanztat zwang Suleman Danjuma Höxters Keeper Thore Tölke nur zwei Minuten später. Zudem ließ Bisset in den darauffolgenden Minuten zwei weitere 100 %-ige Torgelegenheit liegen - einmal stand der gut aufgelegte Tölke dem Treffer im Weg und das andere Mal landete der Ball knapp neben dem Höxteraner Gehäuse.

Nach dieser starken Phase der Holzmindener Mannschaft wurde Höxter wieder stärker. Während Lucas Balch in der 17. Minute eine Einzelaktion nicht mit einem Tor krönen konnte, sollte das Spielgerät in der 21. Spielminute erneut die Torlinie des Holzmindener Tores überschreiten. Nach einem langen Ball von Ramon Schreiner auf Kevin Wilms, legte Wilms per Querpass Nico Trepschick das 1:3 auf - keine Chance für Kumlehn. In der 23. Minute gewann Matthias Kumlehn das Duell gegen Nico Trepschick, doch gegen den sehr agilen und mit einer beeindruckenden Ballführung spielenden Andre Schmitt war Kumlehn in der 32. Minute machtlos. Per Lupfer sorgte der Neuzugang vom Hessenligisten KSV Baunatal für das 1:4. In der 40. Spielminute fühlte sich bei einer Ecke von Andre Schmitt keiner für Höxters Kapitän Frederic Gierse zuständig, der das Spielgerät per Hacke zum 1:5-Endstand über die Torlinie drückte.

Nico Trepschick macht seinen Dreierpack perfekt

Nach der Pause konnte der SV06 in der 52. Spielminute auf 2:5 verkürzen. Artwasd Zaturjan brachte Dennis Krause im Sechzehner zu Fall, sodass der Referee auf den Punkt zeigte. Mehmet Alandagi trat an und guckte Keeper Julian Förster aus, der sich für eine Seite entschieden hat. So landete Ball mit einem Flachschuss in der Mitte des Tores. Auf diesen Treffer hatte die Mannschaft von Uwe Beck erneut eine Antwort parat. Dieses Mal spielte Ramon Schreiner den Ball in den Lauf von Andre Schmitt, welcher in der 54. Minute mit einem Querpass Torjäger Nico Trepschick fand. Aus Nahdistanz sorgte Trepschick neben dem Tores zum 2:6 für seinen eigenen Dreierpack. Nur eine Minute später folgte das Tor zum 2:7 - Andre Schmitt spielte Lucas Balch den Ball in den Lauf, sodass sich Balch ebenfalls in die Torschützenliste eintragen konnte.

Mit dem Spielstand von 2:7 verflachte die Partie. Die beste Gelegenheit des SV06 besaß Noah Buske in der 74. Spielminute. Buske schloss vom Sechzehner ab, doch Keeper Julian Förster lenkte das Spielgerät mit den Fingerspitzen über den Querbalken. In der Schlussphase besaßen Holzmindens Thierry Walden und Suleman Danjuma noch Abschlüsse, doch diese Schüsse sollten das Höxteraner Tor nicht mehr gefährden. So endete die Partie mit dem Spielstand von 2:7.

Resümee von Holzmindens Trainer Ali Chaabu

"Wir sind in erster Linie froh, dass wir wieder Fußball spielen dürfen und dadurch wieder ein wenig Normalität einkehrt. Gegen eine so starke Truppe, die vor allem ab der 6er Position nach vorne überragend besetzt ist, haben wir das nach einer langen Pause und den sechs-sieben Trainingseinheiten gut gemacht, besonders die jungen Paul Lautenschläger, Thierry Walden, Felix Nickel, Max Rindler und Jonas Horrer. Wir hatten eine starke Phase mit vier - fünf guten Chancen und danach hat uns ein wenig die Kraft gefehlt. Es hat mir aber gut gefallen und optisch tatsächlich auch Spaß gemacht zuzuschauen."

Fotos: mm

Frauen
Donnerstag, 16. Juli 2020 13:38 Uhr
Delligser SC gründet eine Damenmannschaft
Montag, 22. Juni 2020 10:02 Uhr

Holzminden/Hannover (red). Nach sechs erfolgreichen Jahren verlässt Auswahlspielerin Luisa Oerke den SV06 Holzminden zur Saison 2020/2021 zu Hannover 96 in die Damen-Regionalliga. Dort wird sie unter anderem mit Anna-Lena Füllkrug (21 Tore in 13 Regionalligaspielen), der Schwester des früheren Torjäger von Hannover 96 und derzeit beim SV Werder Bremen spielenden Niclas Füllkrug, zusammenspielen. Da Hannover 96, anders als Gütersloh in der letzten Saison, einem Zweitspielrecht nicht zustimmt, war das Testspiel in Bad Driburg der letzte Auftritt von Luisa Oerke im Trikot des SV06 Holzminden.

Im Rahmen der letzten Trainingseinheit der U17 verabschiedeten Trainer Sören Eilers und der 1. Vorsitzende Jens Ebert Luisa Oerke im Beisein des gesamten Kaders mit einem kleinen Präsent und einem blauen Trikot. "Luisa war immer ein Vorbild in Sachen Willen und Einsatz für die Mannschaft. Sie ist keinem Zweikampf aus dem Weg gegangen, auch wenn die Jungs ihr körperlich überlegen waren. Egal, auf welcher Position ich Luisa eingesetzt habe, wußte ich immer, dass ich mich auf sie verlassen kann und ihre Aufstellung gerechtfertigt sein wird. Die Berufungen in die Niedersachsenauswahl, in den DFB-Sichtungslehrgang und auch der Wechsel nach Gütersloh in die B-Juniorinnen-Bundesliga haben uns im Verein auch sehr stolz gemacht", blickt Trainer Sören Eilers gern an die gemeinsame Zeit in der Kreisstadt zurück.

Höhepunkte in den gemeinsamen sechs Jahren waren sicher das souveräne Tripple in den D-Junioren und die Aufstiege in die Landesliga in der C- und B-Jugend. Jens Ebert betonte nochmal, dass Luisa Oerke sportlich und vor allem charakterlich eine Ausnahmeerscheinung ist und perfekt in das Team passt. „Gerne hätten wir sie bei uns behalten. Die Entscheidung von Hannover, ein Zweitspielrecht nicht zu genehmigen, ist nicht nachvollziehbar und ein Novum. Dadurch werden Vereine im ländlichen Bereich unnötig geschwächt und den Spielern wird eine wichtige Möglichkeit genommen, sich weiterzuentwickeln“, kann Ebert die Entschiedung aus der niedersächsischen Landeshauptstadt nicht verstehen.

Der SV06 Holzminden wünscht Luisa einen erfolgreichen Weg bei Hannover 96, aber vor allem alles Gute für das anstehende Abitur im nächsten Sommer. Ganz aus den Augen wird man sich nicht verlieren, da Luisa Oerke weiterhin 1-2 Trainingseinheiten in der U19 des SV06 Holzminden absolvieren wird.

Foto: SV06 Holzminden

Freitag, 12. Juni 2020 10:17 Uhr

Boffzen (mm). Am Dienstag, den 09. Juni fand der außerordentliche Verbandstag des Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) statt. Auf diesen schauten die Verantwortlichen der Damenmannschaft des FC 08 Boffzen, denn nur eine Annullierung der Spielzeit hätte die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg der Mannschaft von Dietmar Larusch noch verhindern können. Im Kreis Holzmindener Südkreis durfte schließlich gejubelt werden. Per schriftlichen Umlaufverfahren stimmten 142 Delegierte von insgesamt 149 Delegierten für einen Abbruch der aktuellen Spielzeit mit Aufsteigern und ohne Absteiger, sodass der FC 08 Boffzen in den Bezirk aufstiegen ist.

Beim FC 08 Boffzen stellte man sich bereits vor einigen Wochen die Frage, ob man im Falle eines Aufstieges diesen auch wahrnehmen sollte. Hintergrund: In der Saison 2016/2017 holte die Damenmannschaft aus Boffzen, welche seit einigen Jahren anstatt der Kreisliga Hameln/Schaumburg/Holzminden im Kreis Höxter spielt, schon einmal die Meisterschaft und stieg in den Bezirk auf. Dort trafen die Kreis Holzmindener unter anderem auf Mannschaften aus Paderborn aber auch auf den Nachbarn Phönix 95 Höxter. In der Bezirksligasaison wurden in einer 14er Staffel lediglich vier Zähler eingefahren, wodurch der deutliche Abstieg als Tabellenletzter besiegelt wurde. Zudem gibt es ein paar Veränderungen im Kader.

"Der Mannschaftsrat hat sich für den Aufstieg ausgesprochen. Wir gehen hoch, wissen aber auch, dass uns eine sehr schwere Saison bevorsteht. Aktuell haben wir nur 25 Spielerinnen für zwei Mannschaften", gibt FC-Trainer Dietmar Larusch bekannt.

Seit der Saison 2019/2020 arbeitet der FC 08 Boffzen mit dem SSV Würgassen zusammen, daher wird die zweite Mannschaft in der kommenden Spielzeit auch unter dem Namen „SG Boffzen/Würgassen“ an den Start gehen. "Der Hauptspielort der ersten und zweiten Mannschaft wird in Boffzen sein. Es sind aber auch einige Heimspiele der zweiten Mannschaft in Würgassen geplant", blickt Larusch auf die gute Zusammenarbeit.

Achtung: Spielerinnen gesucht!

Insbesondere für die zweite Mannschaft, die erneut als 9er-Mannschaft in der Kreisliga Höxter spielen wird, werden noch Spielerinnen gesucht. Natürlich sind auch Spielerinnen willkommen, die das Abenteuer "Bezirksliga" miterleben wollen. Trainiert wird bis Ende Juni donnerstags um 19.00 Uhr im Boffzer Sollingstadion. "Jede, die Fußballspielen möchte, ist bei uns herzlich willkommen", würde sich Larusch über ein paar Trainingsgäste sehr freuen.

Foto: FC 08 Boffzen

Montag, 25. Mai 2020 17:57 Uhr

Wolfsburg (mm). Am heutigen Montag fand der außerordentliche DFB-Bundestag statt. Hierbei stand neben der Fortsetzung der 3. Liga der Männer auch die Thematik des Frauenfußballs auf der Tagesordnung. Seit dieser Spielzeit befindet sich die aus Dohnsen stammende Natasha Kowalski im Kader der Bundesligareserve des VfL Wolfsburg, welche in der 2. Frauen-Bundesliga spielt. Während die Frauen-Bundesliga ab dem 29. Mai mit der Umsetzung eines Hygiene- und Gesundheitskonzepts fortgesetzt wird, wird die 2. Frauen-Bundesliga, wie auch die B-Juniorinnen Bundesliga, abgebrochen.

Saisonwertung mit Aufsteigern, aber ohne Absteiger 

Die Auf- und Abstiegsregelung in der 2. Bundesliga wurde auch geklärt. So wird die Tabelle des 16. Spieltages als Abschlusstabelle gewertet. Meister ist demnach der SV Werder Bremen mit 40 Punkten. Elf Punkte dahinter folgt der VfL Wolfsburg II auf dem zweiten Rang, sodass sich Natasha Kowalski, die bei zehn Einsätzen auf vier Saisontore gekommen ist, über die Vizemeisterschaft freuen darf. Die gleiche Punktzahl erzielte die Reserve der TSG Hoffenheim, welche aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf dem dritten Platz landete. Durch diese Tabellenkonstellation steigt mit dem SV Meppen der Viertplatzierte in die Bundesliga auf.

Absteiger wird es laut Beschluss nicht geben. Vielmehr steigen aus den Regionalligen fünf Vereine in die 2. Frauen-Bundesliga auf, die entsprechend in der Spielzeit 2020/2021 aufgestockt wird.

Foto: mm

 

Freitag, 01. Mai 2020 11:34 Uhr

Wickensen/Eschershausen/Kemnade/Ottbergen (mm). Neben Natasha Kowalski und Luisa Oerke gibt's auch weitere Spielerinnen aus dem Landkreis Holzminden, die höherklassigen Damenfußball spielen. Gerade bei Pia Wiedenbruch, die in der Jugend des MTSV Eschershausen mit dem Fußball angefangen hat, wird deutlich, wie steinig der Weg für Fußballerinnen im ländlichen Raum sein kann.

Die 21-Jährige aus Wickensen spielt derzeit in der Landesliga Damenmannschaft vom SV Ottbergen-Bruchhausen. Wir haben die Coronapause genutzt und uns mit ihr über ihre bisherige Laufbahn unterhalten.

Redaktion: "Hallo Pia, wo hast du nach deiner Jugendzeit beim MTSV Eschershausen gespielt?"

Pia: "Ich habe bereits parallel zu den letzten Jahren bei den Jungs bei den B-Mädchen in Kemnade mitgespielt. Durch die Spielgemeinschaft Kemnade/Eschershausen im Damenbereich durfte ich auch dort schon früh mittrainieren. Im Grunde habe ich dort viel länger gespielt bzw. mittrainiert. Leider haben wir damals keine Sondergenehmigung bekommen, sodass keine Chance bestand früher am Pflichtspielbetrieb teilzunehmen."

Redaktion: "Wie ging es für dich weiter, als sich die B-Mädchen von Kemnade mangels Spieler aufgelöst haben?"

Pia: "Ich habe eine Zeit lang nur bei den Damen trainiert, ehe ich dann über ein Zweitspielrecht bei den Holzmindener B-Mädels mitkicken durfte. Da es sich aber um den älteren Jahrgang handelte und es nicht genug Nachwuchs gab, musste sich auch diese Mannschaft wieder auflösen. Immer noch nicht alt genug, um bei den Damen spielen zu können, sammelte ich über ein weiteres Zweitspielrecht bei den B-Mädels aus Bevern Spielpraxis, bis ich endlich 16 Jahre alt wurde. Das Vergnügen mit meiner Herzensmannschaft, der SG Kemnade/Eschershausen, zu spielen war dann kürzer als gedacht, da sich nach nur einer Saison die Möglichkeit ergab, nach Ottbergen in die Westfalenliga zu wechseln."

Redaktion: "Hättest du jemals gedacht, dass du einmal in der Westfalenliga Damen spielen wirst? War das dein Ziel?"

Pia: "Ich habe darüber nicht nachgedacht - mir war es seitdem ich nicht mehr bei den Jungs spielen konnte, nur wichtig endlich bei den Damen mitspielen zu dürfen. Das körperliche Spiel liegt mir glaube ich mehr. Als die Chance bestand in die Westfalenliga zu wechseln, hat das natürlich meinen Ehrgeiz geweckt, leider sind wir nach nur einer Saison unglücklich wieder abgestiegen. Daher würde ich gerne wieder mit Ottbergen dort spielen."

Redaktion: "Welche Erfolge konntest du bisher mit dem SV Ottbergen-Bruchhausen erzielen?"

Pia: "Zu Beginn habe ich auch bei den Ottberger B-Mädels ausgeholfen. Wir konnten Hallenkreismeister, sogar Hallenwestfalenmeister und Pokalsieger werden. Mit den Damen haben wir ebenfalls schon die Titel des Hallenkreismeisters und Pokalsiegers mit nach Hause nehmen können. Eine Meisterschaft in der Liga fehlt mir allerdings noch."

Redaktion: "Wie zufrieden bist du mit deiner Saison?"

Pia: "Ich glaube es geht immer besser. Da ich aktuell eher auf der Sechserposition spiele, liegt das Augenmerk zwar nicht mehr so primär auf dem Erzielen von Toren, aber der Spaß daran besteht natürlich trotzdem. Allerdings bin ich ziemlich zufrieden, dass ich trotz Meniskusschaden in dieser Saison relativ schnell wieder auf dem Spielfeld stehen konnte. Jetzt wünscht man sich natürlich nichts mehr, als endlich wieder loslegen zu dürfen."

Redaktion: "Wie hälst du dich in der Coronapause fit?"

Pia: "Ich habe tatsächlich gefallen am joggen gefunden, obwohl ich mich vorher das ein oder andere Mal überwinden musste, ohne Ball am Fuß, länger als eine Sportplatzrunde zu laufen. Zudem fahre ich Fahrrad und mache ein paar Homeworkouts, die eine Mitspielerin entwickelt hat und uns zur Verfügung stellt. Ich versuche das Training möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Unserem Hund gefällt das Training Zuhause sehr und sie macht auch fleißig mit."

Redaktion: "Was möchtest du im Damenfußball noch erreichen?"

Pia: "Wie schon erwähnt fehlt mir ja noch ein Meisterschaftstitel, den möchte ich natürlich in Zukunft noch feiern dürfen."

Redaktion: "Wir wünschen dir viel Erfolg dabei!"

Foto: privat

Mittwoch, 04. März 2020 17:07 Uhr

Hildesheim (mm). Nicht nur die B-Juniorenmannschaft der JSG Forstbachtal hat in dieser Hallensensation in einem Nachbarkreis für Furore gesorgt - auch die C-Juniorinnen, die im Ligabetrieb im Kreis Hildesheim spielen, konnten mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machen. Mit zwei Teams trat Coach Jörg Schmidt bei der C-Juniorinnen HKM an, bei welcher insgesamt sieben Mannschaften antraten. Verteilt auf drei Turniertage spielte jede Mannschaft insgesamt dreimal gegeneinander, sodass jede Mannschaft auf 18 Spiele kam.

Der VfV Borussia Hildesheim war verteilt auf alle drei Turniertage die stärkste Mannschaft. Die Domstädter ließen nicht einen Punkt liegen und wurden mit 54 Punkten souveräner Hallenkreismeister. Die erste Mannschaft der JSG Forstbachtal konnte von den 54 möglichen Punkten insgesamt 39 Zähler mitnehmen und sich damit die Vize-Hallenkreismeisterschaft sichern. Die zweite Mannschaft landete zwar auf dem letzten Rang, war aber aufgrund ihres jungen Alters auch sehr gut dabei. So haben sie es sogar fast geschafft, dem HKM-Sieger VfV Hildesheim ein Unentschieden abzuringen. Auch sie konnten erhobenen Hauptes die Heimreise antreten.

Tabelle

1. VfV Borussia Hildesheim 56:5 Tore 54 Punkte

2. JSG Forstbachtal 29:13 Tore 39 Punkte

3. SV BW Neuhof 23:20 Tore 25 Punkte

4. PSV GW Hildesheim 14:15 Tore 23 Punkte

5. SSV Elze 13:28 Tore 16 Punkte

6. SV RW Wohldenberg 6:43 Tore 15 Punkte

7. JSG Forstbachtal 9:26 Tore 5 Punkte

Foto: JSG Forstbachtal

 

Dienstag, 03. März 2020 06:08 Uhr

Dohnsen/Wolfsburg (mm). DFB-Trainerin Friederike Kromp hat für das EM-Qualifikationsturnier den 20-köpfigen Kader der deutschen U17-Juniorinnen Nationalmannschaft nominiert. Mit dabei sein wird, die in Dohnsen aufgewachsene und mittlerweile in Wolfsburg wohnhafte Natasha Kowalski. Nach dem Sieg der Europameisterschaft (hier) und der erneuten deutschen Meisterschaft bei den U17-Juniorinnen (hier) ist die Stürmerin aus dem Weserbergland in die zweite Damenmannschaft des VfL Wolfsburg gewechselt, wo sie bei zehn Einsätzen in der zweiten Bundesliga bisher auf vier Treffer gekommen ist.

Natürlich möchte Natasha Kowalski und ihr Team auch bei der Europameisterschaft dabei sein. Hierzu muss die deutsche Elf beim Qualiturnier, welches vom 14. bis 20. März in den Niederlanden stattfinden wird, die Mannschaften von Kroatien, Schottland und den Niederlanden hinter sich lassen, denn nur der Erstplatzierte dieser Gruppe wird vom 09. - 22. Mai in Schweden dabei sein. Dort wird es dann auch um die drei europäischen Startplätze für die U 17-WM 2020 in Indien (02. bis 21. November 2020) gehen.

Spiele der deutschen Nationalmannschaft

1. Spiel: Samstag, den 14. März Deutschland gegen Kroatien, Anstoß um 12 Uhr im Sportpark Parkzicht, Uden

2. Spiel: Dienstag, den 17. März Deutschland gegen Schottland, Anstoß um 15 Uhr im Sportpark De Wieen, Venray

3. Spiel: Freitag, den 20. März Deutschland gegen Niederlande, Anstoß um 19 Uhr im Sportpark Parkzicht, Uden

Foto: mm

Rede und Antwort
Dienstag, 05. Mai 2020 11:44 Uhr
Tristan Schmidt aus Golmbach: "Die Zeit bei Hannover 96 war überragend"
Donnerstag, 19. März 2020 12:44 Uhr

Boffzen (mm). FC 08 Boffzen, eine Herzensangelegenheit - so heißt es auf der offiziellen Facebookseite des Kreisligisten. Für Marvin und Calvin Böker ist dies nicht nur ein Spruch, sondern die Realität. Seit Kindertagen spielen die Brüder in den blau-gelben Farben. Im Gespräch mit der Redaktion stellen die beiden Kicker klar, warum es für sie nur den FCB gibt. Zudem blicken sie zurück, wie sie sich in ihren Kindertagen untereinander unterstützt haben.

Redaktion: "Warum habt ihr den FC 08 Boffzen bisher nie verlassen?"

Marvin: "Das liegt hauptsächlich daran, dass unser Vater nur für Boffzen gespielt hat und hier auch Trainer war. Wir beide haben hier angefangen und er hat uns immer unterstützt."

Calvin: "Er hat immer gesagt, dass wir entweder in Boffzen oder ganz weit weg von Boffzen spielen sollten. Aber wir hatten uns ohnehin geschworen eines Tages, wie die Gebrüder, René und Marec Wenzel, zusammen in der ersten Mannschaft zu spielen, sodass für mich, trotz ein paar Angeboten aus dem Höxteraner Raum, ein Wechsel kein Thema war. Umso schöner war es dann natürlich, gemeinsam mit den Wenzel's auf dem Platz gestanden zu haben."

Redaktion: "Wie verlief eure Jugendzeit? Welche Erfolge konntet ihr feiern?"

Marvin: "Ich wurde als Innenverteidiger ausgebildet und habe in meiner Jugendzeit jeweils einmal die Hallenkreismeisterschaft und den Kreispokal gewonnen. In der B-Jugend haben wir den Klassenerhalt in der Bezirksliga geschafft. In der A-Jugend sind wir sogar überraschend aus der Bezirks- in die Landesliga aufgestiegen."

Calvin: "Ich habe ebenfalls als Verteidiger angefangen und bin dann erst später zum defensiven Mittelfeldspieler geworden. Ich habe in der D-Jugend zweimal die Hallenkreismeisterschaft gewonnen. Der größte Erfolg war aber, dass wir in der C-Jugend Bezirksliga Dritter geworden sind."

Redaktion: "Wie würdet ihr eure Bruderbeziehung bezeichnen? Habt ihr euch viel unterstützt?"

Marvin: "Wir waren immer füreinander da und haben uns gegenseitig bei den jeweiligen Spielen zugeguckt. Wir haben früher auch viel gebolzt und hatten nie Probleme."

Calvin: "Genau. Wir spielen ja auch auf verschiedenen Positionen, sodass es da derzeit auch kein Konfliktpotential gibt. Für uns ist Fußball die Nummer eins. Wir unterhalten uns generell viel über Fußball und diskutieren auch nach unseren Spielen noch viel aus."

Redaktion: "Marvin, du warst auch schon zur ersten Amtszeit von Andrej Weibert aktiv. War es schwierig sich in die Mannschaft zu spielen?"

Marvin: "Nach dem Abstieg aus der A-Jugend Landesliga bin ich in den Kader der ersten Mannschaft gekommen. Ich habe beim Training unter Trainer Andrej Weibert alles gegeben. Er kam auch auf die Idee, mich zum Außenspieler umzuschulen. Da es zu dem Zeitpunkt sehr viele, gestandene Offensivspieler im Kader gab, war es für mich nicht ganz so einfach auf Einsatzzeiten zu kommen. Es lief aber von Anfang an familiär ab, sodass ich dankbar für jede Minute war."

Redaktion: "Du hast Andrej Weibert bereits erwähnt. Wie war er als Trainer?"

Marvin: "Er war ein sehr ehrgeiziger Trainer. Er hat immer versucht alles aus seinen Spieler rauszuholen. Ihm verdanke ich, dass ich in die erste Mannschaft gekommen bin. Er hatte auch privat immer ein offenes Ohr, aber wenn es um Fußball ging hat er absolute Ernsthaftigkeit erwartet."

Redaktion: "Welche Erfolge habt ihr im Herrenbereich eingefahren?"

Marvin: "Ich bin einmal Meister geworden und zweimal über die Relegation in den Bezirk aufgestiegen. In dem Meisterjahr konnten wir auch den Kreispokal in Bevern gewonnen. Das Highlight war aber der Kreispokalgewinn in Kirchbrak."

Calvin: "Da kann ich Marvin nur zustimmen. Das war auch bisher der einzige Titel, den ich mit dem FC 08 Boffzen geholt habe. Nach dem Spiel haben wir uns unseren Vater geschnappt und mit ihm und den Pokal ein Foto für die Ewigkeit gemacht."

Redaktion: "Marvin, du hast auch gemeinsam mit dem Ex-Profi Fatmir Vata auf dem Platz gestanden. Was war das für ein Gefühl?"

Marvin: "Es war einfach ein komplett anderes Gefühl. Er ist ein herzlicher Mensch, der jeden in der Mannschaft aufgebaut und mit Tipps geholfen hat. Es hat einfach Spaß gemacht, mit ihm zusammengespielt zu haben. Bei seinen Zuspielen hat er beispielsweise sehr viele Räume gesehen, die ein normaler Kreisligaspieler nicht gesehen hat. Das war schon einen andere Hausnummer."

Redaktion: "In der letzten Saison ging es für euch gegen den Abstieg. Wieso lief die Saison nicht so wie ihr euch das vorgestellt hattet?"

Calvin: "In der letzten Saison war der Wurm drin. Wir haben einfach viele Spiele knapp mit einem Tor Unterschied verloren. Das war extrem enttäuschend und dementsprechend hat die Stimmung im Team auch stark geschwankt."

Redaktion: "Wie zufrieden seid ihr mit der Hinrunde? Welches Ziel für die Rückrunde habt ihr, sofern es weitergehen sollte?"

Marvin: "Mit der Hinrunde sind wir sehr zufrieden. Nach einem kleinen Hänger mit dem Unentschieden gegen Rühle und dem Pokal-Aus gegen Deensen haben wir fünf-sechs Spiele recht gut gespielt und auch gut gepunktet. In den letzten Spielen war bei den tiefen Platzverhältnissen einfach die Kraft raus."

Calvin: "Die Hinrunde lief richtig gut. Insbesondere haben wir zu Hause gezeigt, dass wir auch noch Heimsiege feiern können. Unser Ziel sollte es sein unter den TOP 5 zu landen."

Foto: mm

Samstag, 29. Februar 2020 10:52 Uhr

Holzminden/Gütersloh (mm). Von Holzminden in die B-Juniorinnen Bundesliga - diesen Weg ist mit Luisa Oerke nach der U17-Nationalspielerin Natasha Kowalski bereits die zweite Spielerin des SV06 Holzminden gegangen. Seit Sommer kickt Oerke für den FSV Gütersloh, der aktuell Zweiter in der B-Juniorinnen Bundesliga West/Südwest ist. Mit einem Zweitspielrecht läuft sie ab und zu auch bei der Landesliga B-Juniorenmannschaft von Sören Eilers auf. Gemeinsam mit der Redaktion blickt Luisa Oerke auf ihre bisherige Laufbahn und die anstehende Rückrunde.

Redaktion: "Luisa, wo hast du wann angefangen? War das deine letzte Station vor deinem Wechsel nach Holzminden?"

Luisa: "Ich habe in der G-Jugend bei der JSG Forstbachtal angefangen, Fußball zu spielen. Dort habe ich dann bis zu meinem Wechsel nach Holzminden auch unter Achim Rauls als Trainer gespielt."

Redaktion. "In welchen Auswahlmannschaften hast du gespielt?"

Luisa: "Ich habe angefangen, von der E- bis zur D-Jugend in der Kreisauswahl bei den Jungen zu spielen. Dann habe ich auch in Hameln beim Stützpunkt der Jungs gespielt. Bei den Mädchen ging’s in der U12 mit einem Sichtungsturnier für den Stützpunkt Hannover in Lauenau los. Dort habe ich eine Sichtung bekommen und war dann ein paar mal beim Training in Barsinghausen, bevor ich dann direkt im Stützpunktkader des Sichtungsturniers für die U12- Niedersachsenauswahl war. Auch dort hab ich’s geschafft, was für mich damals total überraschend kam. Ich meine, ich hatte es quasi innerhalb von ein bis zwei Monaten von Kreis- bis Niedersachsenauswahl geschafft."

Redaktion: "Das klingt in der Tat sehr rasant. Was hast du dort erlebt?"

Luisa: "Dann gingen eben meine fünf Jahre beim NFV mit vielen Lehrgängen und Turnieren los. Für die Zeit dort und alles was ich erleben durfte, bin ich extrem dankbar und auch für die Leute, die man dort kennengelernt hat, die mit einem seine Leidenschaft teilen."

Redaktion: "Hast du auch mal eine Einladung zur Nationalmannschaft bekommen?"

Luisa: "Im Sommer 2018 hatte ich, nach dem Länderpokal im Frühjahr mit der U16, eine Einladung zur Nationalmannschaft bekommen, wo ich dann auch bei einigen Maßnahmen u.a. in Stuttgart und Saarbrücken dabei war. Natürlich hat man sich zum einen über die Einladung zur Nationalmannschaft extrem gefreut, aber natürlich bleiben auch Fahrten mit der Niedersachsenauswahl und Länderpokale in Erinnerung."

Redaktion: "Was zählst du als deine größten Erfolge?"

Luisa: "Das ist schwierig zu sagen. Den ersten großen Titel konnte ich direkt mit der U12-Auswahl holen, als wir in Bremen Norddeutscher Meister wurden. Sonst waren eben die Maßnahmen mit der Nationalmannschaft und die Länderpokale riesen Erfolge für mich. Die bisherige Saison mit Gütersloh zählt auch als ein Highlight am Ende meiner Jugendjahre."

Redaktion: "Mit der C-Jugend habt ihr damals auch einmal gegen die Herforder B-Juniorinnen gespielt.  Hast du dich direkt danach den Herfordern angeschlossen? Wie blickst du auf die Zeit zurück?"

Luisa: "Nach dem Spiel konnte ich nicht direkt zu Herford, weil das allein mit dem Fahraufwand nicht zu schaffen gewesen wäre. Nach meiner Saison in Tündern bei den Mädchen bin ich dann mit noch einer aus Tündern dort zum Probetraining gegangen und dann im Sommer 2018 hingewechselt. Das war auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und die Saison in der Regionalliga als jüngerer Jahrgang hat Spaß gemacht. In der Zeit habe ich aber überwiegend bei Holzminden gespielt, trotzdem konnte ich der Mannschaft in den Spielen, wo ich da war, weiterhelfen und das hat mich gefreut."

Redaktion: "Wie kam dein Wechsel zu Gütersloh zu Stande? Welche Position spielst du dort und wie zufrieden bist du mit der Hinrunde?"

Luisa: "Wir hatten mit Herford im Frühjahr 2019 ein Pokalspiel gegen Gütersloh. Einen Tag später hatte ich direkt einen Anruf von Christian Pohlmann, meinem jetzigen Trainer. Ich war dann relativ zügig dort beim Probetraining, was mir super gefallen hat. Nachdem wir dann mit ihm lange bezüglich der Fahrerei usw. gesprochen hatten, stand für mich der Wechsel dort hin eigentlich ziemlich schnell fest. Klar wollte ich die Chance ergreifen und ein paar kannte ich von der Niedersachsenauswahl und vom DFB auch schon. In den ersten Einheiten hat man gemerkt, dass die Mannschaft echt Potential hat. Ich habe dann erstmal etwas in der Vorbereitung gebraucht, mich in das System einzufinden usw., da ich eben nicht dreimal die Woche dort zum Training hin konnte. Ich spiele dort Zehner oder Stürmer und bin eigentlich ziemlich zufrieden mit der Hinrunde. Wir haben das erste Saisonspiel gegen Leverkusen unnötig verloren und stehen so unter Essen, aber ich bin extrem stolz auf unsere Entwicklung. Nach der Vorbereitung und dem ersten Spiel haben wir glaube ich kurz den Glauben an unser Ziel, um die Meisterschaft mitzuspielen, verloren, aber sind dann stark zurück gekommen."

Redaktion: "Welche Saisonziele hast du mit dem FSV Gütersloh?"

Luisa: "Klar haben wir das Ziel, Meister zu werden. Der Kader ist extrem stark. Das Einzige, was wir jetzt dafür noch machen können, ist unsere noch ausstehenden Rückrundenspiele souverän runterzuspielen und uns auf jedes einzelne Spiel zu fokussieren, weil wir uns keinen Ausrutscher erlauben können. Das ist die Voraussetzung, um noch die Chance zu haben."

Redaktion: "Hast du auch eine Chance in die Westfalenauswahl zu kommen?"

Luisa: "Nach meinem Wechsel wollte ich mich erstmal nur auf die Vereine und die Schule konzentrieren. Jetzt, wo sich das alles aber eingespielt hat, habe ich nach dem Hallenmasters in Ibbenbühren vor ein paar Wochen, wo wir sozusagen „Hallenwestfalenmeister“ mit Gütersloh geworden sind, direkt eine Einladung zur nächsten Maßnahme der Westfalenauswahl im März bekommen, die ich auch wahrnehmen will."

Redaktion: "Für Holzminden spielst du immernoch. Wie oft kamst du dort zum Einsatz? Ist der Klassenerhalt in der Landesliga drin?"

Luisa: "Mit den Pokalspielen kam ich in etwa sechsmal zum Einsatz. Das Problem ist eben, dass sich die Ligaspiele normal mit denen von Gütersloh überschneiden. Klar ist der Klassenerhalt drin, mit vollem Kader und nötiger Einstellung sollte das die Mannschaft schaffen. Die Liga ist generell extrem eng gestaffelt, da ist sowohl nach oben, als auch nach unten nicht viel Luft - alles ist möglich."

Redaktion: "Wie sieht deine Trainingswoche aus und wie kriegst du das neben der Schule in Dassel unter einen Hut?"

Luisa: "Ich trainiere normal montags und mittwochs bei Holzminden und freitags eben bei Gütersloh. Am Samstag haben wir ein Ligaspiel. Die restlichen Tage in der Woche habe ich lange Schule und trainiere ggf. eigenständig oder muss eben was für die Schule machen. Das klappt eigentlich ganz gut, besser als gedacht. Ich hatte echt Angst, dass das eben, dadurch dass ich jetzt halt schon in der 12. Klasse bin und aufs Abi zugehe und auch eben alles für das Abi zählt, nicht zu schaffen ist. Klar ist es irgendwie stressig, aber ich mache es ja gern und bekomme alles ganz gut unter einen Hut."

Redaktion: "Welche Unterschiede kannst du zwischen Landesliga Jugend und der Bundesliga Mädchen erkennen?"

Luisa: "Ich finde, dass ist ein ganz anderes Spiel. Bei den Jungs ist es klar körperlich viel betonter und für mich inzwischen auch extrem schwer. Das Spiel ist auch schneller, weil die Landesliga schon stark ist. Wobei das Niveau in der Bundesliga natürlich auch gut ist und viele dort ja auch eine heftige Technik haben und in Auswahlmannschaften spielen. Mir hilft es aber eben enorm bei den Jungs noch dabei zu sein, weil dadurch, dass ich mich eben dort behaupten muss, hab ich bei den Mädchen eben Vorteile."

Redaktion: "Was waren bisher deine schönsten Momente deiner fußballerischen Laufbahn?"

Luisa: "Schönste Momente sind schwer festzumachen, da könnte ich extrem viele aufzählen. Ein cooler Moment war einfach, als mich meine Trainer und ein paar aus meiner Mannschaft von Holzminden, sowie mein früherer Trainer von Forstbachtal bei unserem Spitzenspiel gegen Essen überrascht haben. Das ist nicht selbstverständlich, gerade bei dem Weg."

Redaktion: "Wie geht's für dich im Sommer weiter?"

Luisa: "Ich möchte auf jeden Fall mein Abi in Dassel machen, also auch nächstes Jahr, auch wenn wir hier in Sachen Frauenfußball im „Niemandsland“ leben, hier bleiben. Ich bin mir noch nicht wirklich sicher, wie es nächste Saison für mich weitergeht. Ich möchte auf jeden Fall auch nächstes Jahr noch bei Holzminden zumindest im Training bleiben - vielleicht ist ja auch ein Zweitspielrecht noch möglich und dann eben in einer guten Frauenmannschaft spielen. Da steht aber noch nichts fest."

Foto: mm

Sonntag, 16. Februar 2020 13:31 Uhr

Grünenplan (mm). Früher der Torjäger, heute Identifikationsfigur - viel treffender können die Worte auf den mittlerweile 37-jährigen Michael Seyd vom TuSpo Grünenplan wohl nicht gewählt werden. Als Kapitän führt der Routinier seine Mannschaft in der Bezirksliga aufs Feld - und das nach über 20 Jahren ohne Bezirksfußball in der Hilsmulde. Wir haben die Winterpause genutzt und uns mit Michael Seyd über seine fußballerische Laufbahn und die aktuelle Lage beim TuSpo Grünenplan unterhalten.

Redaktion: "Michael, schön, dass du dir für dieses Interview die Zeit nimmst. Wo hast du mit dem Fußballspielen angefangen?"

Michael: "Sehr gerne. Ich habe im jungen Alter bei der Jugend des TuSpo Grünenplan angefangen Fußball zu spielen. Anschließend spielte ich bei der JSG Hils, ehe wir in der C- und B-Jugend wieder eine eigenständige Jugendmannschaft des TuSpo Grünenplan hatten. In der A-Jugend war ich dann wieder bei der JSG Hils aktiv."

Redaktion: "Hast du in der Kreisauswahl und/oder im Stützpunkt gespielt?"

Michael: "Ich habe unter Jürgen Grabs in der Kreisauswahl Holzminden gespielt. Mit der Mannschaft sind wir zum Dana Cup nach Dänemark gefahren, was ein echt schönes Erlebnis war. Später habe ich dann auch im Stützpunkt unter Werner Brennecke gespielt."

Redaktion: "In welchen Ligen warst du unterwegs?"

Michael: "Beim TuSpo Grünenplan habe ich auf Kreisebene gespielt. In der A-Jugend bin ich unter anderem mit Kevin Beier, Jan Thomschke und Pierre Schal in der Bezirksliga zum Einsatz gekommen. Zu Auswärtsspielen mussten wir unter anderem in Eimbeckhausen und im hannoverschen Raum antreten."

Redaktion: "Wie verlief dein Einstieg in den Herrenbereich beim TuSpo Grünenplan?"

Michael: "Wir haben relativ früh eine gute Saison in der Kreisliga gespielt, sodass wir als Vizemeister ein Aufstiegsspiel in Gronau bestritten haben. Leider haben wir dieses Spiel mit 0:1 verloren, sodass wir nicht in die damalige Bezirksklasse aufgestiegen sind. Für mich war es auf jeden Fall etwas ganz besonderes mit meinem zwölf Jahre älteren Bruder Stefan zusammenzuspielen."

Redaktion: "Und dann kam dein Wechsel zum TSV Deinsen. Wie kam es dazu und wie blickst du auf die Zeit zurück?"

Michael: "Dadurch, dass mein Bruder Stefan früher auch mal in Deinsen gespielt hat, kannten mich die Deinser auch. Sie hatten mich beobachtet und bei mir angefragt. Nachdem wir den Aufstieg in die Bezirksklasse verpasst hatten, nahm ich das Angebot an. Deinsen spielte zu dem Zeitpunkt in der Bezirksliga und damit noch eine Klasse höher als die Bezirksklasse. Ich habe mich auf dem kleinen Platz in Deinsen immer wohlgefühlt. Da die Zuschauer so nah am Geschehen waren, war dort auch eine ganz besondere Stimmung. Gerade die Derbys gegen Alfeld habe ich noch in guter Erinnerung. Ich war mit einer kurzer Unterbrechung insgesamt fünf Jahre in Deinsen. Wir haben in jeder Spielzeit den Klassenerhalt geschafft und ich bin in einer Saison mit 26 Toren sogar Torschützenkönig geworden."

Redaktion: "Hast du auch an Auswahlspielen teilgenommen?"

Michael: "Ja. Ich habe einmal mit einer Auswahlmannschaft in Grünenplan gegen Borussia Mönchengladbach gespielt. Dort haben wir mit 0:12 verloren. Mit einer weiteren Auswahl kam es in Elze zum Duell mit Hannover 96. Wir haben mit 2:8 verloren und ich habe beide Treffer erzielt."

Redaktion: "Gab es für dich auch mal Anfragen von höherklassigen Mannschaften?"

Michael: "Ja. Als ich meine Lehre gemacht habe, hatte die Reservemannschaft von Hannover 96 bei mir angefragt. Dies habe ich dann aus den zeitlichen Gründen abgelehnt, was ich auch ein wenig bereut habe, da ich es mit Sicherheit zeitlich doch hinbekommen hätte."

Redaktion: "Wann kam es zur endgültigen Rückkehr nach Grünenplan?"

Michael: "Im Sommer 2009 bin gemeinsam mit Jan Thomschke und Kevin Beier zurück nach Grünenplan gewechselt. Ruben Lange hatten wir in Deinsen kennengelernt und auch mit nach Grünenplan genommen. Grünenplan war in der Vorsaison in die 1. Kreisklasse abgestiegen, sodass wir unter Klaus Tiesemann den Wiederaufstieg in die Kreisliga perfekt gemacht haben."

Michael Seyd geht als Kapitän immer voran

Redaktion: "Auf Tiesemann folgten mit Martin Riemer, Karsten Tute und Waldemar Delzer drei weitere Trainer. Wie hat sich euer Spielstil in dieser Zeit geändert?"

Michael: "Wir waren eigentlich immer eine Kontermannschaft. Gegen Teams, gegen die wir das Spiel machen mussten, haben wir uns schwer getan. In der letzten Saison haben wir mit unserem Spielermaterial bewiesen, dass wir auch das Spiel an uns reißen können. Unser Spielsystem hat sich in den letzten Jahren geändert. Zuerst haben mit einem Libero gespielt, dann haben wir auf eine Dreierkette gebaut und jetzt spielen wir mit einer Viererkette."

Redaktion: "Hattest du dir erhofft irgendwann einmal mit deinem Heimatverein in der Bezirksliga spielen zu können? Wie schaust du auf die vergangene Saison zurück?"

Michael: "Ich hatte es mir schon erhofft, irgendwann mal mit Grünenplan in der Bezirksliga zu spielen, aber es nicht erwartet. Wir waren in den letzten Jahren oft nah dran und sind letztlich meistens Dritter geworden. Vor der letzten Saison hatten wir den Aufstieg als klares Ziel ausgegeben. Im ersten Saisonspiel haben wir knapp gegen Dielmissen gewonnen und anschließend gegen Holenberg und Kirchbrak verloren. Somit war die Euphorie recht schnell gedämpft. Wir sind aber ruhig geblieben und haben eine Serie gestartet. Bis zum Ende der Spielzeit haben wir keine Niederlage mehr kassiert - das war schon besonders."

Redaktion: "Wie bewertest du eure Hinrunde in der Bezirksliga?"

Michael: "Im Großen und Ganzen bin ich mit der Hinrunde ganz zufrieden. Als Aufsteiger ist man ja froh, wenn man die Klasse hält und derzeit stehen wir über dem Strich. Wir haben allerdings gegen die direkten Konkurrenten SV Alfeld, TuS Hasede und FC Stadtoldendorf fünf - sechs Punkte liegen gelassen. Man muss aber auch sehen, dass wir viel Verletzungspech hatten und wir kein Spiel mit der ersten Elf gemacht haben. Wir können froh sein, dass wir so eine funktionierende zweite Mannschaft haben, die uns immer wieder unterstützt hat. So konnten wir aber auch überraschende Siege gegen Schliekum und Almstedt feiern."

Redaktion: "Mit Tobias Schütte und Nasser Abdolkhani haben euch zwei Spieler verlassen - kehren die Langzeitverletzten Sascha Fricke und Alexander Delzer bald wieder zurück? Was muss besser werden, um den Klassenerhalt zu schaffen?"

Michael: "Wir haben immer gut ausgesehen, wenn wir das 1:0 gemacht haben. In einigen Spielen haben wir unsere Chancen zu leichtfertig vergeben und dann das Gegentor bekommen. Unsere Einstellung nach Gegentoren muss besser werden. Wir müssen die Grünenplaner Tugenden einfach wieder auf den Platz bringen. Einer der diese Tugenden verkörpert ist Sascha Fricke, der nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch hart an seinem Comeback arbeitet und alles dafür tut, bald wieder spielen zu können. Alexander Delzer wird aller Voraussicht nach leider noch länger fehlen. Sein Ausfall schmerzt uns enorm".

Redaktion: "Welche Unterschiede konntest du zwischen der Kreis- und der Bezirksliga erkennen?"

Michael: "Man merkt, dass es die Bezirksklasse nicht mehr gibt. Es ist zwischen den beiden Klassen vom Niveau her mehr als eine Liga Unterschied. Das Spiel ist viel schneller und körperbetonter geworden. Die Mannschaften aus dem Hildesheimer und Hannoveraner Raum sind echt stark."

Redaktion: "Zu guter Letzt eine Frage, die ich dir stellen muss. Wie schaffst du es mit 37 Jahren noch so fit zu sein und wielange dürfen wir dich noch in der Grünenplaner Herrenmannschaft spielen sehen?"

Michael: "Mein Körper fühlt sich einfach noch nicht wie 37 Jahre an. Mit 34 Jahren war meine fußballerische Laufbahn nach einem Knorpelschaden schon so gut wie beendet, aber das ist alles super verheilt und ich hatte seitdem auch keine Beschwerden mehr. Ich bin einer, der im Training immer noch vorneweg läuft und ich denke, dass ich noch zwei - drei Saisons, wenn ich verletzungsfrei bliebe, spielen kann."

Nach seinem Tor gegen den FC Stadtoldendorf jubelte Michael Seyd mit Sascha Fricke

Fotos: mm

Montag, 10. Februar 2020 17:16 Uhr

Holzminden (mm). Die Hoffnung eines jeden Kreisvereins sind Herrenspieler, die aus der eigenen Jugend kommen und sich im Verein engagieren. Das Mats Lüttmann nicht nur ein guter Spieler ist, beweist er bereits seit einiger Zeit. Trotz seines Studiums in Göttingen engagiert er sich auch als Jugendtrainer im Verein und gibt so sein Wissen an die Youngsters weiter.

Wir haben die fußballfreie Zeit genutzt, um uns mit Mats Lüttmann über seine bisherige Spielerlaufbahn und die aktuelle Situation beim SV06 Holzminden zu unterhalten.

Redaktion: "Mit wie vielen Jahren hast mit dem Fußballspielen angefangen?"

Mats: "Ich habe mit vier Jahren beim Vorgängerverein des SV06 Holzminden, dem Holzmindener Sportverein angefangen."

Redaktion: "Du bist ein technisch versierter Spieler. Hast du in der Kreisauswahl und/oder dem Stützpunkt gespielt?"

Mats: "Ich habe in der Kreisauswahl unter Jürgen Grabs gespielt. Im 95er Jahrgang war die Qualität ziemlich hoch. Dort habe ich dann zum Beispiel mit Bastian Helms, Bennett Schmitz, Sertac Sahbaz (SCM Bodenwerder), Patrick Kleine (FC Stahle 30) oder Lukas Neumann (MTV Fürstenberg) zusammengespielt. Im Stützpunkt bin ich nicht gelandet. Dafür habe ich später in der Regionalauswahl in NRW gespielt."

Redaktion: "Wie kam es zu deinem Wechsel nach NRW und wo hast du dort gespielt?"

Mats: "Ich wurde von der SpVg Brakel angesprochen und habe dort mein erstes B-Jugend Jahr verbracht. Dafür, dass es "nur" die westfälische Bezirksliga war, war das gerade bei den Partien auf den Kunstrasenplätzen technisch hochwertiger Fußball und für mich eine gute Erfahrung."

Redaktion: "An welche Erfolge aus deiner Jugendzeit denkst du noch gerne zurück?"

Mats: "An die A-Jugendzeit unter Enes Ujkanovic habe ich die besten Erinnerungen. In der Saison haben wir den Aufstieg von der Bezirks- in die Landesliga perfekt gemacht. Wir hatten eine unglaublich gute Stimmung in der Mannschaft, 20 Spieler waren immer beim Training. Jeder hat sich beim Training und beim Spiel für Enes die Beine ausgerissen. Er ist mein absoluter Lieblingstrainer und insgesamt war er für jeden der Größte. Die Zeit erinnert mich ein wenig an die Holenberger Jungs, die das derzeit unter Daniel Schmidtmann bis Sommer noch genießen dürfen. In der Folgesaison habe ich mit der Mannschaft dann auch den Klassenerhalt in der Landesliga geschafft."

Mats Lüttmann mit seinem Lieblingstrainer Enes Ujkanovic

 

Redaktion: "Seit einiger Zeit bist du auch in der Herrenmannschaft aktiv und hast die Aufs und Abs in den letzten Jahren miterlebt. Auf welchen Positionen wurdest du eingesetzt?"

Mats: "Studienbedingt war ich immer nur sporadisch im Einsatz. Eigentlich war die letzte Saison die erste Saison, wo ich auf richtig viele Spiele gekommen bin, bis mich ein Meniskusriss und eine Sehnenentzündung gestoppt haben. Ich sehe mich als einen typischen Achsenspieler. Ich fühle mich auf Innenverteidigerposition, auf der Sechs und auf der Acht am wohlsten. Unter Ali Chaabu wurde ich zwischenzeitlich auch mal zum Außenverteidiger umgeschult."

Redaktion: "Warum konntet ihr zuletzt, trotz gutem Start, nicht den Klassenerhalt in der Bezirksliga schaffen?"

Mats: "Die Transferpolitik im Verein war nicht gut und es wurden im Umgang mit der Jugend viele Fehler begangen, die auch offen angesprochen und bemängelt wurden. Die Zusammenarbeit mit der Jugend hat sich aber gewandelt, was auch ein großes Anliegen von mir war. Inzwischen sind die Trainerstellen in der Jugend top besetzt. So sind neben mir mit Sören Eilers, Noah Buske und Merdan Fekovic gleich drei aktive Herrenspieler auch in der Jugend tätig. Das schafft eine Indentität und eine Vereinskultur."

Redaktion: "Du sprichst es gerade an. Du bist aktuell D-Jugendtrainer im Verein. Wie bist du Trainer geworden und wie steht deine Mannschaft dar?"

Mats: "Ich wurde vor der vergangenen Saison vom damaligen Jugendleiter Andreas Korte gefragt, ob ich Sören Eilers bei der B-Jugend unterstützen möchte. Da mein Bruder Anton und seine Freunde dort gespielt haben, musste ich nicht lange überlegen. Die Zeit mit Sören war super. Er ist ein toller Mensch, ist sehr gut organisiert und arbeitet sehr akribisch, so dass ich viel dazulernen konnte. Aktuell trainiere ich gemeinsam mit Maximilian Rudloff die D-Jugend. Die Jungs wurden von Kevin Walter sehr gut ausgebildet. Es macht mir, trotz des zusätzlichen Zeitaufwandes, sehr viel Spaß. In unserer Staffel sind wir Erster geworden, sodass wir in der Rückrunde in der Kreisliga spielen werden. Bei den Hallenkreismeisterschaften sieht es derzeit so aus, als würden unsere beiden gemeldeten Teams die Endrunde erreichen."

Redaktion: "Strebst du auch eine Trainerlizenz an?"

Mats: "Ali Chaabu hat mir viel von der B-Lizenz erzählt und da ich schon seit längerem großes Interesse an der Theorie des Fußballs habe, habe ich bereits den fußballerischen Eignungstest für die B-Lizenz absolviert. Verletzungsbedingt konnte ich bisher noch nicht den ersten Teil der B-Lizenz absolvieren. Dies werde ich in diesem Jahr angehen. Die C-Lizenz ist im Übrigen keine Grundvoraussetzung für die B-Lizenz mehr und den Schiedsrichterschein werde ich auch im Rahmen der B-Lizenz erwerben."

Redaktion: "Ihr seid nach euren vielen Neuzugängen als klarer Meisterschaftsfavorit in die Saison gegangen. Von der Meisterschaft spricht in der Kreisstadt mittlerweile keiner mehr. Wie erklärst du dir die aktuelle Situation?"

Mats: "Mit der aktuellen Lage können wir nicht zufrieden sein. Klar ist, dass wir von unserem Ziel weit entfernt sind. Im Endeffekt wären wir auch belächelt worden, wenn wir mit unseren Neuzugängen ein anderes Ziel als die Meisterschaft angegeben hätten. Jedoch ist das Zusammenspiel von so vielen Neuzugängen nicht einfach und muss man auch sehen, dass viele Spieler nicht von Anfang an dabei waren bzw. beruflich stark eingeschränkt sind. Beispielhaft sind hier Jonah Sandforth, Timo Schünemann oder Malte Helms zu erwähnen. Außerdem wollen wir auf die Jugend setzen. In dieser Saison geht es nur noch darum unsere Strukturen zu festigen und den starken 01-er Jahrgang in den Herrenbereich einzubinden. In der Jugend sind wir für die nächsten Jahr überragend besetzt, sodass wir uns auf viele gut ausgebildete Spieler für den Herrenbereich freuen dürfen."

Redaktion: "In der Hinrunde hast du aufgrund deiner Verletzung noch kein Spiel bestreiten können. Wann sehen wir dich wieder auf dem Platz?"

Mats: "Nach über einem halben Jahr Pause befinde ich mich derzeit im Aufbautraining. Ich hoffe, dass ich in der Rückrunde wieder voll einsteigen kann."

Redaktion: "Was sollte aus deiner Sicht das langfristige Ziel des SV06 Holzminden sein?"

Mats: "Holzminden sollte langfristig einen gesichterten Platz in der Bezirksliga einnehmen Das ist meiner Meinung nach mittelfristig realistisch. Über höhere Ambitionen kann man sprechen, wenn wir strukturell wieder besser aufgestellt sind."

Redaktion: "Welche Wünsche hast du für deine aktive Spielerlaufbahn noch?"

Mats: "Ein großer Wunsch ist für mich bereits in der vergangenen Saison in Erfüllung gegangen. Ich wollte nochmal ein Spiel mit meinen Jugendfreunden Bastian Helms, Malte Helms, Bennett Schmitz und Julius Böke bestreiten. Das war Ostersamstag im Derby gegen den MTV Bevern. Das war wohl das dominanteste Spiel, an welchem ich teilnehmen durfte. Ein persönlicher Traum wäre es gemeinsam mit meinen Brüdern Anton und Emil ein Herrenspiel zu bestreiten."

Freudestrahlende Gesichter nach dem Derbysieg in Bevern

Fotos: mm

Jugend
Freitag, 07. August 2020 10:02 Uhr
Saisonauftakt: U19 des SV06 Holzminden mit Testspielsieg gegen Bergheim
Dienstag, 04. August 2020 15:57 Uhr

Polle/Heinsen (r). Trainer Kevin Argentiero, die Betreuer Benny Bot und Thorsten Endrijat, sowie der sportliche Leiter der SG Wesertal Jürgen Grabs zeigten sich hocherfreut, als Florian Rassmann Geschäftsführer der InstaCare GmbH, ein Personaldienstleistungsunternehmen im Bereich des Gesundheitswesens und dessen Stellvertreter Kevin Kriegel einen neuen Trikotsatz zum Neustart nach der Zwangspause an die A-Junioren Mannschaft der SG Wesertal übergaben.

Dem in Holzminden ansässigen Unternehmen, liegt besonders der Fußball im Landkreis am Herzen. Für den aus Heinsen stammenden Geschäftsführer, der selbst in der Jugend und im Herrenbereich für die SG Wesertal die Schuhe geschnürt hat, war es eine Freude die Trikots zu übergeben. „Nach einem Gespräch mit Kevin Argentiero, mit welchem ich in der Vergangenheit gemeinsam auf dem Platz gestanden habe, haben wir uns direkt bei Martin Flenter von MF Teamsport getroffen und gemeinsam die Trikots für die Jungs ausgesucht. Ich finde es super, der jungen, motivierten Truppe und meinem Heimatverein eine Freude machen zu dürfen. Herzlichen Dank auch an Martin Flenter für die gelungene Gestaltung der Beflockung!“, so Florian Raßmann.

Der scheidende A-Junioren Trainer Kevin Argentiero zeigte sich sehr erfreut: „Da ich aus beruflichen Gründen das Traineramt niederlegen muss, ist es einfach klasse, mich mit einem Trikotsatz von den Jungs verabschieden zu dürfen!“

Der 1. Vorsitzende des FC Eintracht Polle und sportlicher Leiter der SG Wesertal, Jürgen Grabs, bedankte sich noch einmal recht herzlich im Namen der SG Wesertal für diese Spende und überreichte jedem ein ausgewähltes Präsent für den Feierabend.

 

Fotos: SG Wesertal

Donnerstag, 30. Juli 2020 13:44 Uhr

Eschershausen (mm). Acht Siege aus neun Ligapielen - so liest sich die Bilanz der A-Juniorenmannschaft des MTSV Eschershausen, die aufgrund des Saisonabbruchs Meister in der Kreisliga Holzminden/Hameln-Pyrmont geworden sind. Lange Zeit sah es so aus, als würden die Raabestädter keine A-Jugend melden können und damit auf den Aufstieg in den Bezirk verzichten, doch dies hat sich Ende Juni geändert!

"Ich habe über Duingens stellvertretenden Fussball-Spartenleiter Daniel Heuer erfahren, dass sie selbst keine A-Jugendmannschaft melden können und bei ihnen vier talentierte A-Jugendliche in der Luft hängen. Da ich schon seit einigen Jahren den Kontakt nach Duingen pflege und mich dort die verantwortlichen Personen kennen, ging es dann schnell. Die Jungs haben ihre Zusage gegeben und bei den bisherigen Trainingseinheiten einen guten Eindruck hinterlassen", zeigte sich MTSV-Trainer Michael Müller erfreut, dass vom DSC Duingen Damian Braukmüller, Jan Paul Sprafke, Leon Metze und Mensur Berisha, die im Vorjahr zu den Leistungsträgern in der B-Juniorenmannschaft der JSG Duingen/Marienhagen zählten, zum fast unveränderten Aufstiegskader dazugestoßen sind. Zudem kehrt Jan Tietz vom SV06 Holzminden in die Raabestadt zurück.

"Wir sehen es als Win-Win-Situation. Wir wollen die vier Jungs unbedingt nächstes Jahr in der Herren haben, aber können ihnen hier keine Jugend anbieten", war es auch von Jens Kempf, Herrentrainer des DSC Duingen, ein Anliegen, dass die Jugendspieler weiterhin Spielpraxis bekommen. "Wir kennen Michael Müller und wissen um seine Qualitäten als Trainer und Mensch. Für uns ist ein Glücksfall, dass wir den Jungs anbieten können, mit Eschershausen im Bezirk zu spielen. So verlieren wir die Jungs nicht an andere Vereine, die sie abwerben würden", freut sich Duingens stellvertretender Jugendleiter Marco Gerecke.

Voraussichtlich Anfang September wird der MTSV in der Bezirksliga Staffel 4 an den Start gehen, die aus insgesamt acht Teams besteht. Neben den Raabestädtern werden in der besagten Staffel der SV06 Holzminden (Kreis Holzminden), der JFV Hameln II. (Kreis Hameln-Pyrmont), die JSG Saale-Ith (Aufsteiger Kreis Hameln-Pyrmont), die JSG Deister United (Kreis Hameln-Pyrmont), der JFV Union Bad Pyrmont (Kreis Hameln-Pyrmont) , der JSV 2011 Nenndorf (Kreis Schaumburg) und der SC Rinteln (Kreis Schaumburg) auf Punkte- und Torejagd gehen.

Foto: Markus Binnewies

 

 

Donnerstag, 30. Juli 2020 09:21 Uhr

Kreis Holzminden (mm). Nach der abgebrochenen Spielzeit 2019/2020 mit Aufsteigern, aber ohne Absteiger, stand der Bezirksjugendausschuss vor einer großen Herausforderung. Durch die höheren Mannschaftszahlen wurden die Staffelanzahlen bei den C- bis A-Junioren Bezirks- und Landesligen erhöht, um größere Staffeln mit mehr Spielen zu vermeiden. Der Kreis Holzminden stellt mit der B-Juniorenmannschaft des SV06 Holzminden eine Mannschaft in der Landesliga. Zudem gehen fünf Kreisvertreter in der Bezirksliga an den Start. Die Staffeleinteilungen gab der Bezirksjugendausschussvorsitzender Christian Münzberg bekannt.

C-Junioren

Bei den C-Junioren verzichtete der SV06 Holzminden auf den Aufstieg in die Landesliga, dafür stieg der Hildesheimer JFV Süd in die Landesliga auf. Der SV06 Holzminden geht damit weiterhin in der C-Junioren Bezirksliga auf Punkte- und Torejagd. Das Abenteuer "Bezirksliga" wird die nur für die C-Junioren gebildete Spielgemeinschaft JSG Burgberg auf sich nehmen, welche sich aus der JSG Forstbachtal und dem MTV Bevern zusammensetzt. Da der SV06 Holzminden II als Meister nicht aufsteigen konnte und sowohl die SG Wesertal als auch die JSG Bodenwerder/Kemnade/Rühle auf den Aufstieg verzichtet haben, konnte die JSG Forstbachtal als vierplatzierte Mannschaft in den Bezirk aufsteigen. Somit wird es Kreisderbys zwischen dem SV06 Holzminden und der SG Burgberg geben.

Die Bezirksliga Staffel 4 (8er-Staffel) setzt sich wie folgt zusammen:

SV06 Holzminden (Kreis Holzminden)

SG Burgberg (Aufsteiger Kreis Holzminden)

SV Alfeld (Aufsteiger Kreis Hildesheim)

TuS GW Himmelsthür (Kreis Hildesheim)

JFV Hameln II. (Kreis Hameln-Pyrmont)

JSG Fischbeck (Kreis Hameln-Pyrmont),

JSV 2011 Nenndorf (Kreis Schaumburg)

TSV Pattensen (Region Hannover)

B-Junioren

In der B-Junioren Landesliga kämpfte der SV06 Holzminden um den Klassenerhalt. Selbst bei einer Wertung der coronabedingten Abschlusstabelle mit Absteigern, wären die Kreisstädter als drittletzte Mannschaft nicht abgestiegen. Somit geht der SV06 Holzminden auch in der kommenden Saison in der Landesliga an den Start.

Die Landesliga Staffel 2 (8er Staffel) setzt wie folgt zusammen:

SV06 Holzminden (Kreis Holzminden)

JFV Hameln I (Kreis Hameln-Pyrmont) 

HSC Hannover I (Region Hannover)

TSV Pattensen (Region Hannover)

JFV Arminia-SCL (Region Hannover),

OSV Hannover (Aufsteiger Region Hannover)

JSG Anderten-Ahlten (Aufsteiger Region Hannover)

TSV Bemerode (Aufsteiger Region Hannover)

Nach einem Jahr ohne Kreismannschaft in der B-Junioren Bezirksliga wird in der kommenden Saison mit der JSG Forstbachtal wieder ein Kreisvertreter mit von der Partie sein. Hinter der JSG Saale-Ith landete die Mannschaft von Achim Rauls und Daniel Ecke auf dem zweiten Rang und machte damit den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt.

Die Bezirksliga Staffel 3 (8er Staffel) setzt wie folgt zusammen:

JSG Forstbachtal (Aufsteiger Kreis Holzminden)

SV Alfeld (Kreis Hildesheim)

JFV Süd (Kreis Hildesheim)

TUS GW Himmelsthür (Aufsteiger Kreis Hildesheim),

JSG Großenwieden/Fischbeck/Rohden-Segelhorst (Aufsteiger Hameln-Pyrmont)

JSG Saale-Ith (Aufsteiger, Hameln-Pyrmont)

JFV Hameln II (Kreis Hameln-Pyrmont)

JFV Union Bad Pyrmont (Kreis Hameln-Pyrmont)

A-Junioren

In der A-Junioren Bezirksliga spielten in der vergangenen Spielzeit der SV06 Holzminden und der VfR Hehlen. Während der SV06 Holzminden durch den coronabedingten Abbruch auf einem guten Platz 5 landete, konnte der VfR Hehlen nur gegen den Vorletzten JSG Halvestorf/TC Hameln einen Punkt holen. Durch den Abbruch war der Mannschaft von Behcet Arikan und Marc Dühring der Klassenerhalt in der Bezirksliga sicher. Sie entschieden sich jedoch gegen den Klassenerhalt und meldeten ihre Mannschaft für die Kreisliga.

Der MTSV Eschershausen wurde in der A-Junioren Kreisliga Holzminden/Hameln-Pyrmont Meister und nimmt die Herausforderung "Bezirksliga" zum wiederholten Male an. Aus neun Ligaspielen holten die Raabestädter von der maximal möglichen Punktzahl von 27 Punkten 24 Zähler. Lediglich gegen den Mitaufsteiger JSG Saale-Ith musste die Mannschaft von Trainer Michael Müller und Co-Trainer Miguel Lubina in der Schlussminute eine Niederlage einstecken. Durch die Staffeleinteilung wird es erneut zu Kreisderbys zwischen dem MTSV Eschershausen gegen den SV06 Holzminden kommen.

Die Bezirksliga Staffel 4 (8er-Staffel) setzt sich wie folgt zusammen:

SV06 Holzminden (Kreis Holzminden)

MTSV Eschershausen (Aufsteiger Kreis Holzminden)

JFV Hameln II. (Kreis Hameln-Pyrmont)

JSG Saale-Ith (Aufsteiger Kreis Hameln-Pyrmont)

JSG Deister United (Kreis Hameln-Pyrmont)

JFV Union Bad Pyrmont (Kreis Hameln-Pyrmont)

JSV 2011 Nenndorf (Kreis Schaumburg)

SC Rinteln (Kreis Schaumburg)

Foto: mm

Sonntag, 26. Juli 2020 19:33 Uhr

Polle/Heinsen (r). Die Trainer Stefanie Kunkel, Dennis Müller und der 1. Vorsitzende des FC Eintracht Polle Jürgen Grabs zeigten sich hocherfreut, als Thomas Bodenhage von der Physiotherapie in Polle, dem D-Junioren Team der SG Wesertal die neuen Trainingsanzüge überreichte. Die Verantwortlichen und das Team bedanken sich recht herzlich bei Thomas für dieses Equipment.

Foto: SG Wesertal

Fan Aktiv
Mittwoch, 29. Juli 2020 10:51 Uhr
ARD-Quizshow: Gladbach-Fan Claus Blümel spricht Vereinsnamen des Erzrivalen nicht aus
Sonntag, 31. Mai 2020 10:38 Uhr

Fürstenberg/München/Barecelona (red). In diesen Tagen war es genau 21 Jahre her, dass der FC Bayern München das Champions League Finale in Barcelona gegen Manchester United nach langer 1:0-Führung durch zwei Gegentore in der Nachspielzeit noch mit 1:2 verlor. Das Spiel wird noch heute als die „Mutter aller Niederlagen“ bezeichnet. Fürstenbergs Vorsitzender Achim Helm, bekennender Bayern-Fan, war live dabei.

Der Erfahrungsbericht von Achim Helm

Eigentlich beginnt unsere kleine Geschichte bereits gut 9 Monate früher im Herbst 1998: Mit dem MTV Fürstenberg planten wir eine Wochenendfahrt nach München inkl. Besuch eines Bundesligaspieles des FC Bayern München im Olympiastadion. Es war aber gerade die Zeit, als die Terminplaner der Bundesliga begannen die Spieltage oftmals recht kurzfristig (nicht wie heute mit mehreren Wochen oder Monaten Vorlauf) zu zerstückeln, um höhere Fernsehgelder zu erzielen.

Auch unsere Fahrt war davon betroffen, da das Spiel, welches wir sehen wollten, auf Sonntagabend terminiert wurde. Daraufhin brachte ich unsere Enttäuschung in einem Brief an den damaligen Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß, zum Ausdruck. Wenige Wochen später klingelte in meinem Büro bei der Kreisverwaltung Höxter das Telefon. Eine ruhige Stimme meldete sich mit den Worten „Ja Hoeneß hier“. Es war tatsächlich Uli Hoeneß, der sich persönlich mit der Angelegenheit befasste. Der Macher des FC Bayern bedauerte die kurzfristige Ansetzung und teilte mit, dass dem Verein die Hände gebunden seien. Er bot aber an, dass ich mich bei ihm melden solle, wenn er mal was für mich tun könne.

Einige Monate später hatte der FC Bayern das Champions League Finale erreicht. In Barcelona spielte man gegen Manchester United. Schon damals war es sehr schwer an Tickets für solche Events zu kommen. Also wandte ich mich an Uli Hoeneß. Und dieser hielt Wort. Dank seiner Unterstützung hatten wir mit fünf Fußballfans die Möglichkeit dieses historische Spiel live vor Ort zu sehen.

Mit dem Zug reisten wir zu viert am Tag vor der Partie von Fürstenberg nach München und übernachteten bei meinem Schwager Thorsten Busche in der bayerischen Landeshauptstadt. Im Gepäck hatten wir fünf Eintrittskarten für das Champions League Finale 1999. Der Preis für ein Ticket, es gab ja noch keinen Euro, betrug für heutige Verhältnisse sagenhafte 245 Peseten = ca. 35,00 DM.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit der S-Bahn zum Flughafen und flogen von dort gemeinsam mit 550 Fans des FC Bayern in einem der mehr als 20 gecharterten Flugzeuge in die spanische Metropole. Mit Bussen transportierte man uns dort zum Camp Nou, der 90.000 Zuschauer fassenden riesigen Betonschüssel mitten in Barcelona. Aus Angst, dass sich die beiden Fanlager zu nahe kommen, wurden wir vom Busbahnhof einmal durch die Altstadt zur anderen Stadionseite geführt.

Der FC Bayern war das eindeutig spielbestimmende Team, hatte schon in der Anfangsphase einmal die Latte getroffen. Mario Basler gelang in der 5. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß die Führung. In der Folge versäumte es die Hitzfeld-Elf den Vorsprung auszubauen. Und dann:

Ich weiß es noch wie heute: Es lief die 90. Minute. Ich kramte meinen Fotoapparat aus dem Rucksack, um den historischen Moment festzuhalten. Da fiel der 1:1-Ausgleich für ManU. Also gut dachte ich: Verlängerung und packte den Fotoapparat wieder ein. Genau in diesem Moment nahm das Unglück seinen Lauf, denn die Engländer erzielten sogar noch das 2:1. Der Traum vom großen Triumpf war aus!

Nach dem Schlusspfiff wurden Fans beider Teams ins Hafenviertel gefahren. Die einen im Freudentaumel, konnten ihr Glück kaum fassen die Partie gegen einen überlegenen Gegner gewonnen zu haben. Die anderen, wir, waren irgendwie wie gelähmt und sehnten den Morgen herbei. Vom Vergnügungsviertel ging es noch in der Nacht zum Flughafen. Um 06:00 Uhr morgens stiegen wir müde und immer noch irgendwie enttäuscht in den Flieger Richtung München. Gegen Abend waren wir schließlich wieder zurück im beschaulichen Weserbergland.

Trotz der sportlichen Enttäuschung war es ein tolles, unvergessliches Erlebnis!

FAKTEN ZUM SPIEL

FC Bayern München

Aufstellung: Oliver Kahn - Markus Babbel, Samuel Kuffour, Lothar Matthäus (80. Thorsten Fink), Thomas Linke, Stefan Effenberg, Jens Jeremies, Mario Basler (89. Hasan Salihamidzic), Michael Tarnat, Carsten Jancker und Alexander Zickler (71. Mehmet Scholl)

Trainer: Ottmar Hitzfeld

Machester United

Aufstellung: Peter Schmeichel - Gary Neville, Denis Irwin, Ronny Johnson, Jaap Stam, David Beckham, Nicky Butt, Ryan Giggs, Jesper Blomqvist (67. Teddy Sheringham), Andy Cole (81.Ole Gunnar Solskjær), Dwight Yorke

Trainer: Alex Ferguson

Schiedsrichtergespann: Pierluigi Collina (Italien) mit Assistenten Gennaro Mazzei (Italien) und Claudio Puglisi (Italien)

Tore: 1:0 Mario Basler (5.), 1:1 Teddy Sheringham (90.), 1:2 Ole Gunnar Solskjær (90.)

Zuschauerzahl: 90.245 im Camp Nou (ausverkauft)

Foto: privat

Mittwoch, 29. April 2020 11:47 Uhr

Eschershausen/Köln (mm). Zu einer Stadionfahrt nach Köln hatten sich die Eschershäuser Sergej Michelis und Michael Müller mit zwei Bekannten aus der Region Hannover entschlossen. Köln befand sich in der Saison 2017/2018 nach 15 Spielen mit schwachen drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Am 10. Dezember sollten sie den SC Freiburg empfangen, welcher als Tabellendrittletzter ebenfalls mit Abstiegssorgen zu kämpfen hatte. "Bei einem Spiel zwischen zwei Mannschaften, die gegen Abstieg spielen, hatten wir eigentlich keine großen Erwartungen, sodass wir mit dem Torfestival gar nicht gerechnet hatten", blickten die Raabestädter auf das Bundesligaspiel zurück - nach einer 3:0-Führung verloren die Kölner, sinnbildlich für die Saison, in der Nachspielzeit noch mit 3:4.

Mit der Bahn reisten die Fußballfans am zweiten Advent nach Köln. Dort angekommen wurde neben des Kölner Doms auch ein Weihnachtsmarkt angesteuert. In der Domstadt begann es an diesem Nachmittag heftig zu schneien, sodass bereits die Fahrt mit der Straßenbahn zum Stadion eine erste Herausforderung darstellte. Im Stadion angekommen, sah man schließlich mit wieviel Schnee der erst unter der Woche neuverlegte Rasen, trotz einer auf Hochtouren laufenden Rasenheizung, bedeckt war, sodass erste Zweifel aufkamen, ob das Spiel überhaupt stattfinden würde.

"Es waren 120 Helfer mit Schneeschiebern am Werk. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt", berichtete Michael Müller. Und trotz des hohem Einsatzes sollte der Schnee auf dem Spielfeld nicht weniger werden. Im Stadion warteten die 45.100 Zuschauer im RheinEnergieSTADION, welches für 49.968 Besucher Platz bietet, auf das "OK" des Schiedsrichtergespannes. Dann war es soweit - mit einer halben Stunde Verspätung liefen die Mannschaften zur Hymne des 1. FC Köln ein. Unter großem Applaus des Publikums wurde das Spiel mit freigeräumten Sechzehnern, roten Linien und einem roten Ball angepfiffen.

Köln stand vor der Partie mit dem Rücken zur Wand. Die Rheinländer wollten endlich ein Erfolgserlebnis feiern, um ein Ausrufezeichen im Tabellenkeller zu setzen. Sie kamen mit den Platzbedindungen auch gleich besser zurecht. Lukas Klünter brachte den 1. FC Köln bereits nach acht Minuten mit 1:0 in Führung. Acht Zeigerumdrehungen später legte Sehrou Guirassy per Strafstoß das 2:0 nach. Nach einer guten halben Stunde fiel das 3:0 - ein Eigentor von Freiburg. "Die Kölner Zuschauer neben uns sind ausgerastet. Sie konnten nicht glauben, dass sie in diesem wichtigen Spiel schon mit 3:0 geführt haben", blickte Sergej Michelis auf die Szenen zurück, die sich im Stadion abgespielt haben. Sechs Minuten vor der Pause verkürzte Nils Petersen auf 3:1-Halbzeitstand.

"Es sah alles danach aus, als würde Köln wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren", war Müller zur Halbzeit noch überzeugt. Die Mannschaft von Gästetrainer Christian Streich ließ sich allerdings, auf dem mit der Zeit immer besser bespielbaren Platz, keine Hektik aufkommen und verkürzte in der 65. Spielminute durch Janik Haberer auf 3:2. Die Kölner Zuschauern sehnten gegen die immer stärker werdenden Freiburger den Schlusspfiff herbei. Nach einem Foulspiel bekam der SCF einen Strafstoß zugesprochen, welchen Nils Petersen in der 90. Spielminute zum 3:3-Ausgleich verwandelt hat. In der fünften Minute der Nachspielzeit folgte ein Handspiel von Kölns Sehrou Guirassy im eigenen Sechzehner, sodass es einen Handelfmeter für die Freiburger geben sollte. Nils Petersen legte sich erneut den Ball zurecht und versenkte die Kugel zum vielumjubelten 3:4-Endstand.

Während die Kölner am Boden lagen, starteten die Freiburger einen Jubellauf zum Gästeblock. Sie konnten es nicht fassen, dass sie diese Partie noch gedreht hatten. Logischerweise wurde Nils Petersen mit seinen drei Treffern zum Mann des Spiels. "Dieses Spiel werde ich nie vergessen. Das ist der Fußball, den wir Fußballfans so lieben", resümierte Michelis abschließend.

Foto: mm

Dienstag, 28. April 2020 11:01 Uhr

Boffzen/Trabzon (mm). Die Republik Türkei hat insgesamt 81 Provizen. Aus der Provinz mit der Nummer 61 stammt die Familie von Boffzens Außenverteidiger Erhan Erdogan, nämlich aus Trabzon! Selbstverständlich schlägt sein Fußballherz auch für den Fußballclub Trabzonspor, welcher derzeit in der ebenfalls wegen des Coronavirus unterbrochenen türkischen Süper Lig die Tabelle anführt. Mit dem neuesten Trikotsatz des Kreis Holzmindener Kreisligist FC 08 Boffzen konnte sich Erdogan auch einen Wunsch erfüllen. "Ich trage die 61 mit Stolz. Bei Trabzonspor ist diese Nummer heilig. Sie darf auch nur von Spielern aus dieser Provinz getragen werden", freut sich der Boffzer, dass er diese hohe Rückennummer bei seinem Heimatverein tragen darf.

Drei- bis viermal im Jahr besucht Erdogan, welcher selbst in Deutschland geboren ist, seine Familie in Trabzon und verbindet dies gerne mit Stadionbesuchen. Der Fußballclub wurde 1967 gegründet und konnte seitdem unter anderem sechs türkische Meisterschaften feiern. "Eigentlich sind es sieben Meisterschaften. Wir waren in der Saison 2010/2011 mit unserem gößten Rivalen Fenerbahçe Istanbul punktgleich, aber wir wurden in der Abschlusstabelle Zweiter. Fenerbahçe Istanbul stand jedoch im Verdacht von Spielmanipulationen. Die türkische Justiz hat sie dann auch in sechs Meisterschaftsspielen für schuldig befunden. Sie wurden von der UEFA für zwei Jahre für den Europacup gesperrt und wir durften in der Champions League spielen. Wir warten immernoch, dass uns der türkischen Fußballverband den Titel anerkennt", erinnert sich Erdogan an die Spielzeit 2010/2011.

Zunächst hat die Mannschaft von Trabzonspor im Hüseyin Avni Aker Stadion vor bis zu 25.000 Zuschauern gespielt. "Das Stadion war mitten in der Stadt. Ich hatte das Glück, die Stimmung bei Pokal- und Ligaspielen sowie in dem damaligen UEFA-Cup zu genießen", denkt Erdogan ans "alte Stadion" von Trabzonspor zurück, welches nach der Errichtung des neuen Stadions abgerissen wurde.

Aktuell spielt der türkische Tabellenführer, welcher mit Ugurcan Cakir, Abdulkadir Parmak und Abdulkadir Ömür drei aktuelle türkische Nationalspieler im Kader hat, in der Şenol Güneş Spor Kompleksi Medical Park Arena. Dieses Stadion wurde an der Schwarzmeerküste erbaut und kann bis zu 41.461 Zuschauer fassen. "Ich kann von meinem Balkon direkt auf das Stadion gucken", genießt Erdogan jedes Mal den Anblick. Sein letzter Stadionbesuch bei den Weinrot-Hellblauen war am 15. Februar 2019 gegen Sivasspor. Dieses Duell konnte sein Team mit 2:1 für sich entscheiden. Zugleich ließ er durchblicken, dass zu jedem Stadionbesuch, anders als in Deutschland, das Essen von Köfte Ekmek dazugehört.

"Trabzon ist eine typische Fußballstadt. Wenn die Mannschaft gewinnt, ist auf den Straßen viel los. Werden Spiele verloren, sind die Fans lustlos und man sieht nur wenige Menschen mit Trikots auf den Straßen", beschreibt Erdogan das Leben als Fan von Trabzonspor. Hierzu passt auch der #YANYANA, welcher auf deutsch "Gemeinsam" bedeutet und in Großbuchstaben vor dem Stadion steht. "Ich hoffe sehr, dass meine Mannschaft die Meisterschaft holt, aber auch in der Türkei ist fraglich, wie und ob die Saison zu Ende gespielt wird", so Erdogan abschließend.

Fotos: privat, mm

 

Dienstag, 21. April 2020 12:43 Uhr

Wien (mm). "Hauptsache Fußball" hieß das Motto, mit welchem Lennes Fußballfachwart Michael Keunecke, zu dem Zeitpunkt noch Keeper des TSV Lenne, am Samstag, den 19. April 2014 das Heimspiel vom FK Austria Wien gegen den Wolfsberger AC in der österreichen Bundesliga anging. Bei schönem Wetter fanden sich lediglich 6.450 Zuschauer in der Generali-Arena ein, welche 17.500 Besucher fassen kann.

Zur Hochzeit hatten Michael Keunecke und seine Frau Annika eine mehrtägige Reise in die österreichische Hauptstadt geschenkt bekommen. So gab der Fußballer das Spiel in der damaligen A-Liga bzw. Staatsliga als Ziel aus. "Das kleine Stadion hatte schon seinen Charme, allerdings kann man es überhaupt nicht mit deutschen Stadien im Profifußball vergleichen", blickte Keunecke auf die Generali-Arena zurück.

Zum Spiel: In der 29. Spielminute gingen die Gäste des Wolfsberger AC mit 0:1 in Führung. Diesen Spielstand glichen die Hausherren nach 51 Minuten zum 1:1-Endstand aus. "Fußball in Österreich ist wie Popcorn mit Salz, nicht so prall. Ich wollte im Stadion etwas gutes tun und habe Popcorn gekauft. Leider habe ich nicht gesehen, dass es mit Salz ist - das passte zum Spiel", schmunzelte Keunecke.

Fotos: Michael Keunecke

Überregional
Montag, 27. Juli 2020 07:54 Uhr
Staffeleinteilung: Zwei Landesligastaffeln - Hildesheimer Teams aufgeteilt auf zwei Staffeln
Montag, 20. Juli 2020 14:42 Uhr

Northeim (red). Nachdem Training im Freien wieder erlaubt war, konnte Trainer Michael Höhnel seine komplette Mannschaft wieder an der Rhume begrüßen. Zusammen mit Philipp Weissenborn wurden verschiedene Übungen und Laufwege einstudiert - immer unter den geltenden Abstandsregeln. Als die Freigabe für Fußball mit Kontakt kam, war die Freude auf "richtigen" Fußball groß.

So fand sich am Samstag auf dem Kunstrasenplatz in Northeim die U10 bei besten Wetter ein, um gegen die eigene U11 ein Testspiel auszutragen. Die ersten paar Minuten gehörten ganz klar der U11, mit Neuzugang Jamil El- Wayss vom FC Stadtoldendorf. In Führung ging aber die U10, welche nur vier Ballkontakte brauchte, um mit 1:0 in Führung zu gehen. Fünf Minuten später bot sich das gleiche Bild - 2:0 für die U10. Die U11 stellte in der Defensive um, diese Umstellung schien zu fruchten. Der Anschlusstreffer wurde schön rausgespielt. Nach vielen Chancen auf beiden Seiten ging die U11 mit einem knappen 3:2 als Sieger vom Platz.

In der Hoffnung, dass der normale Spielbetrieb im September wieder aufgenommen wird, stehen für die U10 intressante Tuniere gegen die Nachwuchsleistungszentren der Bundesligisten der 1. + 2. Bundesliga an. Der Auftakt bildet das Tunier bei der Eintracht Braunschweig am 22.8.20.

Foto: FC Eintracht Northeim

Freitag, 03. Juli 2020 11:25 Uhr

Föhrste/Duingen (red). Nach drei Jahren ist das Kapitel TSV Föhrste für Steffen Thäsler, einem der wohl besten Spieler im Hildesheimer Raum, Geschichte. Der Duinger hat sich bereits zu Jahresbeginn dafür entschieden, sich wieder seinem Heimatverein, dem DSC Duingen, anzuschließen. "Ich komme aus Duingen, habe dort das Fußballspielen gelernt und freue mich nun darauf, wieder mit meinen Freunden aus der Jugend und der frühen Herrenzeit zusammenzuspielen", betont Thäsler, der sich mit unfassbaren Toren, jeder Menge Leidenschaft und einer außergewöhnlichen, mitunter polarisierenden Persönlichkeit einen festen Platz in der Vereinsgeschichte erarbeitet hat.

Der 29-Jährige, der in seiner Jugend unter anderem für die DFB-Auswahl auflief, verlässt den TSV jedoch mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Das waren drei tolle Jahre - die Mannschaft, das Umfeld und der gesamte Verein sind mir ans Herz gewachsen - dennoch denke ich, dass der Wechsel zum richtigen Zeitpunkt kommt - nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass ich wieder in Duingen wohne", sagt er.

In seiner Zeit auf der Felix-Speer-Sportanlage hat Thäsler tiefe Spuren hinterlassen: Mit 26 Toren hatte der Angreifer in seiner Premierensaison einen maßgeblichen Anteil am ersten Aufstieg in die Kreisliga (die alte Bezirksklasse) in der Föhrster Fußballgeschichte. Auch in der anschließenden Saison, als der TSV mit 35 (!) Punkten abstieg, war Thäsler mit neun Toren (bei verhältnismäßig wenigen Einsätzen) bester Föhrster Schütze. In der aktuellen Spielzeit kam er bis zum Corona-bedingten Abbruch zwar "nur" auf acht Tore - das lag aber vor allem daran, dass er aufgrund mehrerer Verletzungen und privater Gründe nur etwas mehr als eine Handvoll Spiele bestritt.

"Steffen ist ein herausragender Spieler, vom Talent einer der Besten in der Region. Abgesehen davon hat er den TSV aber auch als Mensch bereichert und perfekt in die Gemeinschaft gepasst. Und auch wenn er nun wechselt, ist er in Föhrste immer herzlich willkommen - egal, ob als Trainingsgast oder als Zuschauer", meint das Föhrster Trainerduo David Paasche und Marian Liersch. "Es bleibt uns nur noch  "Danke" zu sagen. Danke für die geile Zeit, deine unfassbaren Buden und deinen Einsatz für den TSV und natürlich alles Gute bei unseren Duinger Freunden. Adios, Goalgetter - und ganz bestimmt bis bald!", so das Trainduo Paasche/Liersch abschließend.

Foto: Markus Binnewies

Donnerstag, 02. Juli 2020 11:56 Uhr

Barsinghausen/Göttingen (red). Göttingen 05 steigt zur kommenden Saison in die C-Junioren-Regionalliga Nord auf. Dies ergab die von NFV-Präsident Günter Distelrath vorgenommene Auslosung am vergangenen Sonntag im NFV-Verwaltungsgebäude an der Barsinghäuser Schillerstraße. Somit wird der Holzmindener Mats Lüttmann, welcher als Trainer von den D-Junioren des SV06 Holzminden zu der U15 von Göttingen 05 wechselt (wir berichteten), Erfahrungen in der Regionalliga sammeln. "Das ist eine tolle Chance für uns. Wir werden versuchen als Underdog aus jedem Spiel das bestmögliche Ergebnis rauszuholen", freut sich Mats Lüttmann, der mit Jan Steiger und Justus Richter das Trainer-Trio bilden wird.

Normalerweise wird der C-Junioren-Niedersachsenmeister und Aufsteiger in die C-Junioren-Regionalliga am Ende einer Saison anlässlich eines zweitätigen Turniers um die AOK-C-Junioren-Niedersachsenmeisterschaft ermittelt. Da die aufgrund der Corona-Pandemie zunächst unter- und inzwischen abgebrochene Saison eine Austragung in diesem Jahr nicht zuließ, musste die Entscheidung über den Regionalliga-Aufstieg per Los fallen.

Göttingen 05 hatte zum Zeitpunkt der Unterbrechung am 12. März in der Landesliga Braunschweig zwar nur Platz vier belegt, rutschte aber in den Lostopf, da die besser platzierten Teams vom BSC Acosta, VfL Wolfsburg II und VfB Fallersleben nicht für die Regionalliga Nord gemeldet hatten. Da auch der Osnabrücker SC als Meister der Landesliga Weser-Ems seine Regionalliga-Bewerbung zurückgezogen hatte und weitere Meldungen aus diesem Bezirk nicht vorlagen, waren im Lostopf drei Teams vertreten. Neben Göttingen waren dies die Meister der Landesligen Hannover (TSV Havelse) und Lüneburg (JFV Verden-Brunsbrock).

Die beteiligen Vereine konnten die Auslosung digital live verfolgen. Auch Pokalspielleiter Hans-Walter Lampe und NFV-Verbandsjugendobmann Walter Fricke wohnten auf diesem Wege der Ermittlung des Regionalliga-Aufsteigers bei. Vor Ort begleiteten Helge Kristeleit und Lars Wolf (beide NFV-Team Spielbetrieb) den Auslosungsvorgang, welchen NFV-Präsident Günter Distelrath durchgeführt hat.

In der kommenden Spielzeit, für die der niedersächsische Landesverband Göttingen 05 dem norddeutschen Regionalverband meldet, stellt Niedersachsen genau die Hälfte aller Teams der C-Junioren Regionalliga Nord. Neben den Schwarz-Gelben sind dies Eintracht Braunschweig, das JLZ Emsland im SV Meppen, Hannover 96, der JFV Nordwest, der VfL Osnabrück und der VfL Wolfsburg.

Foto: NFV

Sonntag, 21. Juni 2020 13:46 Uhr

Hannover (red). Mit Berufungsurteil vom 28.11.2019 hatte die 6. kleine Strafkammer des Landgerichts Hannover einen Fußballspieler wegen eines grob regelwidrigen Foulspiels zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 40,00 Euro verurteilt. Nunmehr hat das Oberlandesgericht Celle die gegen das Urteil gerichtete Revision des Angeklagten verworfen. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Entscheidend war vor allem die Frage, ob dem Angeklagten ein vorsätzliches Handeln nachzuweisen war, er also eine Verletzung seines Gegenspielers jedenfalls billigend in Kauf genommen hatte. Wie schon das Amtsgericht hatte die Berufungskammer diese Frage bejaht: Nach den Feststellungen setzte der Angeklagte in der 80. Spielminute des Fußballspiels der Kreisklasse zu einem „Frustfoul“ an, weil seine Mannschaft mit 1:5 zurücklag und sich durch den Schiedsrichter benachteiligt fühlte. Der Angeklagte verfolgte seinen Gegenspieler, der sich auf Höhe der Mittellinie den Ball weit vorgelegt hatte und traf ihn mit ausgestrecktem Bein und offener Sohle unterhalb des Unterschenkels. Den Ball spielte der Angeklagte nicht. Der Gegenspieler erlitt einen Durchbruch des linken Waden- und Schienbeins, musste vier Tage lang im Krankenhaus stationär versorgt werden und war acht Wochen arbeitsunfähig.

Zur Überzeugung der Berufungskammer war nach diesem Sachverhalt die Einlassung des Angeklagten widerlegt, der zufolge er nur den Ball habe spielen wollen. Die Kammer ging davon aus, dass er jedenfalls in Kauf nehmen musste, seinen Gegenspieler zu treffen. Aufgrund der Härte des „Einsteigens“ musste er zudem damit rechnen, diesen potenziell schwer zu verletzen.

Im Zuge der Urteilsbegründung hatte die Kammer ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um eine Einzelfallentscheidung handelt. Anders als der Verteidiger des Angeklagten erklärte, sei damit keinesfalls eine allgemeine Kriminalisierung des Breitensports oder des körperbetonten Spiels in der Kreisklasse verbunden. Der Angeklagte ist nunmehr vorbestraft, weil Geldstrafen von über 90 Tagessätzen einen bei Auskunft erkennbaren Eintrag im persönlichen Bundeszentralregisterauszug (Führungszeugnis) finden.

 

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