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Top 5 Nachrichten der Woche
Herren
Dienstag, 20. Oktober 2020 12:04 Uhr
Spielabbrüche in Deensen und in Arholzen
Montag, 19. Oktober 2020 12:38 Uhr

Grünenplan (mm). Zu einem brisanten Nachbarschaftsduell kam es am vergangenen Samstagmittag auf dem Grünenplaner Sportplatz. Der TuSpo Grünenplan II empfing die im Sommer neugegründete Mannschaft des FC Eintracht Ammensen. Die Grünenplaner Bezirksligareserve ging aufgrund der Tabellensituation als Favorit in die Begegnung. Nach 90 Minuten setzte sich die Mannschaft von Spielertrainer Daniel Schliewe letztlich verdient mit 3:1 durch.

Bereits nach 13 Spielminuten ging der TuSpo Grünenplan II mit 1:0 in Führung. Grünenplans Torjäger Timo Peters netzte ein. In der Folgezeit war Schiedsrichter Nikolai Ils damit beschäftigt, mit gelben Karten Ruhe in die Partie zu bekommen. Bis zur 33. Spielminute zeigte er vier gelbe Karten an Ammensener Akteure und auch ein Grünenplaner Spieler bekam den gelben Karton gezeigt. In der 37. Spielminute verlor der ehemalige Grünenplaner Spieler in den Reihen des FC Eintracht Ammensen Marcel Reiff die Nerven. Während einer Spielunterbrechung schoss Reiff, der bereits mit gelb vorgestraft war, einen Grünenplaner Spieler ab und bekam folgerichtig die gelb-rote Karte gezeigt. Somit musste die Mannschaft von Spielertrainer Sven Dammann in Unterzahl weiterspielen. Mit dem Spielstand von 1:0 wurden schließlich auch die Seiten getauscht.

Die erste Grünenplaner Aktion im zweiten Durchgang führte schließlich zum 2:0. Nach einer Ecke von Rene Göbel war es Ammensens Daniel Lohmann, welcher das Spielgerät in der 47. Spielminute im eigenen Tor untergebracht hat. In der 55. Minute machte Timo Peters mit einem Flachschuss ins lange Eck das 3:0 und damit seinen Doppelpack perfekt. Auch in der Folgezeit blieb Peters ein Aktivposten, welchen die Eintracht nicht in den Griff bekam. Der eingewechselte Ümit Yesilyurt hatte Peters freigespielt, welcher jedoch nach einer guten Stunde an Keeper Nehrig gescheitert ist. Drei Zeigerumdrehungen schoss Peters den Ball, nach erneuter Vorarbeit von Ümit Yesilyurt, am langen Pfosten vorbei.

Eine gute Viertelstunde vor Schluss gelang dem FC Eintracht Ammensen der Anschlusstreffer zum 3:1. Auf den vor das Tor gezogenen Freistoß von Fabian Dammann sollte ein Eigentor von Grünenplans Tim Oppermann folgen. Richtig Spannung kam in der Folgezeit aber nicht mehr auf, zumal sich der FC Eintracht Ammensen nochmals dezimierte. Nach einem überharten Einsteigen sah der bereits mit gelb vorgestrafte Omar Saeed zehn Minuten vor Schluss ebenfalls die gelb-rote Karte. Nach 90 Minuten endete die Partie schließlich mit dem Spielstand von 3:1, womit der TuSpo Grünenplan II sein Punktekonto auf 16 Zähler schrauben konnte. Eintracht Ammensen bleibt bei sechs Zählern und muss am kommenden Freitagabend im Derby gegen den Delligser SC auf die gesperrten Marcel Reiff und Omar Saeed verzichten.

Fotos: mm

Sonntag, 18. Oktober 2020 21:20 Uhr

Lenne (mm). In Kreisderbys bleibt der TSV Lenne die Nummer eins. Trotz eines 0:1-Halbzeitrückstandes setzte sich die Mannschaft von Björn Bettermann am heutigen Sonntagnachmittag noch mit 3:1 gegen den FC Stadtoldendorf durch. Da der TuS Germania Hagen am Vortag gegen den SV Eintracht Afferde nur Unentschieden gespielt hat, klettern die Lenner Löwen wieder auf den zweiten Tabellenplatz.

Den besseren Start ins Spiel erwischten die Gäste aus Stadtoldendorf, die die 0:6-Pleite aus dem Hinspiel vergessen machen wollten. Bereits nach sechs Minuten traf Alexander Herdt zum 0:1. "Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig investiert und waren in einer Aktion zu nachlässig, sodass FC mit 1:0 in Führung gehen konnte", war TSV-Trainer Björn Bettermann mit dem ersten Durchgang unzufrieden. Mit dem Spielstand von 0:1 wurden schließlich auch die Seiten gewechselt.

"Wir haben im zweiten Durchgang versucht das 1:0 über die Zeit zu retten, kriegen dann 1:1 und das 1:2 und dann sieht Ömer Tuzun die gelb-rote Karte. Wir hatten keine Kraft mehr, um aufzubäumen", berichtete FC-Trainer Mario Surmann weiter. Andrej Herzen (68.) und Niklas Klemm (71.) drehten den Spielstand auf 2:1. Für die Entscheidung sorgte Leon Niemann mit dem Tor zum 3:1-Endstand in der 79. Spielminute. "In der zweiten Halbzeit haben wir sehr konzentriert gespielt und hochverdient die Tore geschossen. Ich bin sehr, sehr stolz auf die Jungs", freute sich Bettermann.

"Über die gesamte Spielzeit betrachtet ist es ein verdienter Sieg für Lenne. Aber wir haben es phasenweise gut gemacht. Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir auch ein Unentschieden erreichen können. Grundsätzlich kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben heute ordentlich gespielt", resümierte Surmann.

Foto: mm

 

Sonntag, 18. Oktober 2020 21:01 Uhr

Bevern (mm). Im Duell zweier Mannschaften, die nicht Bestbesetzung antreten konnten, setzte sich der MTV Bevern mit 5:0 gegen die SG Wesertal durch. Somit hatte die Mannschaft von Christian Föckel seine Hausaufgaben erledigt, während der SCM Bodenwerder in Hehlen verloren hat. Somit darf sich der MTV Bevern neuer Tabellenführer der Kreisliga Holzminden nennen.

"Wir mussten heute auf zahlreiche Stammkräfte verzichten, sodass die Jungs aus der zweiten Reihe ihre Chance bekommen haben, was sie sehr solide gelöst haben", freute sich Beverns sportlicher Leiter Sven Häder über die Qualität in der Breite ihres Kaders. In der 16. Spielminute brachte Kai Engelmann den MTV mit 1:0 in Führung. Das Tor zum 2:0-Halbzeitstand legte Johannes Knödel in der 27. Minute nach. Nach der Pause erhöhte Johannes Knödel auf 3:0, ehe Ridvan Akkoc und Til Engelmann das Ergebnis in der Nachspielzeit auf den 5:0-Endstand stellten.

"Mit dem 3:0 war die Messe gelesen und das Spiel frühzeitig entschieden. Im zweiten Durchgang haben wir es dann im letzten Drittel des Öfteren zu kompliziert gemacht. Nichtsdestotrotz sind wir mit dem Ergebnis und Spiel zufrieden", so Häder weiter. Sorgen macht man sich derweil um den Torschützen des 1:0 Kai Engelmann, der mit einer Sprunggelenksverletzung vermutlich länger ausfallen wird.

"Bevern hat völlig verdient gewonnen und war uns in vielen Belangen überlegen. Allerdings konnten wir aufgrund Urlaub/Krankheit und Verletzten nur mit elf Leuten anreisen. Diese Elf haben wir noch mit Altherrenspielern aufstocken müssen. Leider sind die letzten beiden Tore in der Nachspielzeit gefallen, was sehr ärgerlich ist. Meine Truppe hat heute echte Moral und Kampfgeist bewiesen und sich zu keinem Zeitpunkt aufgeben. Respekt davor", blickte SG-Trainer Kai Kunkel auf das Spiel zurück.

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Sonntag, 18. Oktober 2020 20:43 Uhr

Hehlen (mm). Auch der SCM Bodenwerder ist nicht mehr ungeschlagen. Am heutigen Sonntagnachmittag unterlag die Mannschaft von Alessandro Startari beim VfR Hehlen mit 1:2. Somit feiert die Mannschaft von Marco Jung neben dem Derbysieg auch den zweiten Dreier in Folge. Durch die Niederlage rutschten die Münchhausenstädter vom ersten auf den dritten Rang ab. Hehlen klettert auf den siebten Platz.

"Wir sind gut ins Spiel gekommen und hatten uns reihenweise Chancen erspielt. Wir waren die bessere Mannschaft, hatten neben Aluminiumschüssen vier weitere 100 %-ige Torchancen. Zudem wurde uns ein klarer Elfmeter verweigert", blickte SCM-Trainer Alessandro Startari auf die torlose erste Halbzeit zurück. "Wir haben in der ersten Halbzeit tiefgestanden und wollten mit Kontern Nadelstiche setzen. Das hat leider nicht so gut funktioniert. Bodenwerder hatte viele Torchancen und hätte zur Pause mit 1:0 oder 2:0 führen müssen", berichtete VfR-Trainer Marco Jung.

"Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis wir das erste Tor schießen, doch dann waren wir in den ersten fünf Minuten nicht wach und lagen mit 1:0 hinten. Zudem Zeitpunkt dachte ich, dass wir das Spiel noch in die richtige Richtung lenken können", berichtete Startari weiter. "Wie in Fürstenberg habe ich in der Halbzeit das System umgeschmissen, um etwas offensiver zu werden. Wir haben uns Chancen erarbeitet und das 1:0 gemacht", freute sich Jung, dass sich die taktische Umstellung Erfolg gebracht hat. Kurz nach Wiederanpfiff gelang Ralf Pister das Tor zum Zwischenstand von 1:0.

Und dann folgte die rote Karte an Alexander Kaib, zu der es zwei Meinungen gab. Während Jung ein klares Nachtreten von Kaib sah, verstand Startari die Entscheidung des Schiedsrichters nicht. "Das war die größte Fehleinscheidung des Spiels. Das war für uns auch insgesamt der Knackpunkt. Wir haben es nicht mehr geschafft, einen vernünftigen Spielaufbau zu bekommen", so Startari. In der Folgezeit konnte der VfR Hehlen die Führung auf 2:0 ausbauen. Mit einem Sonntagsschuss aus 30 Metern traf Pascal Winnefeld in den Winkel. Das Tor von Dario Winter zum 2:1-Endstand fiel in der Nachspielzeit des zweiten Durchgangs.

"Wir haben nichts mehr anbrennen lassen. Respekt und Anerkennung an die Mannschaft. Ich hoffe, dass wir daran in den nächsten Wochen anknüpfen können", freute sich Jung über den Derbysieg. "Wir brauchen uns nicht wundern, dass man bei so einer deklanten Chancenverwertung das Spiel verliert. Hehlen war heute effektiver und hat es clever gemacht. Meine Mannschaft muss aus diesem Spiel lernen", so Startari abschließend.

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Sonntag, 18. Oktober 2020 19:50 Uhr

Holzminden (mm). Der bis zum heutigen Spieltag noch ungeschlagene VfL Dielmissen ist beim SV06 Holzminden deutlich unter die Räder gekommen. Mit sage und schreibe 9:0 setzten sich die Kreisstädter durch und taten somit etwas für ihr Torverhältnis.

Den Torreigen eröffnete Timo Schünemann per Kopfballtor. Nach einem Zuspiel von Suleman Danjuma erhöhte Mehmet Alandagi auf 2:0, ehe Suleman Danjuma per Doppelpack sich ebenfalls in die Torschützenliste eingetragen hat. Fabian Doetz, Mehmet Alandagi, Paul Lautenschläger (2) und David Bisset sorgten mit ihren Toren für den deutlichen Endstand.

"Wir haben fünf Minuten gebraucht, bis wir das Spiel im Griff hatten. Dielmissen hatte im gesamten Spiel nur zwei Torschüsse. Wir haben sehr gut gespielt und das umgesetzt, was wir besprochen hatte. Das war eine tolle Mannschaftsleitung, sodass ich auch insgesamt stolz auf die Jungs bin. Das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung und spricht für sich. Wir freuen uns über den Sieg und müssen uns auf die nächsten Aufgaben konzentrieren", freute sich SV-Trainer Ali Chaabu über den Kantersieg.

"Nach so einem Spiel ist es gar nicht so leicht, die richtigen Worte zu finden. Kompliment an den SV06 zum ungefährdeten Sieg. Wir haben 20 Minuten gut gespielt und sind dann nach der ersten Torchance für Holzminden in Rückstand geraten. Danach gingen unsere Köpfe komplett runter und es war keine Gegenwehr zu erkennen. Zum Teil haben wir die Tore hergeschenkt und zwei Abseitstore waren auch dabei - das soll aber keine Entschuldigung für diese Niederlage sein. Auch das Fehlen diverser Stammspieler kann ich so nicht gelten lassen, jeder hat heute nicht seine Leistung gebracht und einige sollten ihre Einstellung zum Mannschaftssport überdenken. Man kann in Holzminden verlieren, aber die Frage ist wie! Wir werden diese Niederlage verdrängen und nächste Woche wieder aufstehen", fand VfL-Trainer Michael Ahlers deutliche Worte.

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Sonntag, 18. Oktober 2020 19:30 Uhr

Wangelnstedt (mm). Durch ein spätes Tor hat die SG Lenne/Wangelnstedt II, welche am heutigen Sonntagnachmittag erstmals nach Wangelnstedt ausgewichen ist, den 3:1-Heimsieg gegen den TSV Ottenstein perfekt gemacht. Somit bleiben die Lenner Löwen auf heimischen Geläuf in der Kreisliga Holzminden ungeschlagen. Für den TSV Ottenstein war es bereits die sechste Niederlage in Folge.

In der 17. Spielminute bekam die SG Lenne/Wangelnstedt einen Strafstoß zugesprochen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Lars-Eric Michler zum 1:0. Per Konter legten die Hausherren das 2:0 nach. Für diesen Treffer zeigte sich Niclas Mönkemeyer verantwortlich. In der 41. Minute konnte Ottenstein den Spielstand auf 2:1 verkürzen. Niklas Hamann war der Torschütze. Mit dem Spielstand von 2:1 gingen die Mannschaften in die Pause.

Als Ottenstein versuchte den Ausgleich zu erzielen und etwas offener spielte, fiel in der 89. Spielminute die Entscheidung. Lars-Eric Michler traf zum 3:1-Endstand traf. "Lenne hat besser gespielt, gekämpft und ist in die Zweikämpfe gegangen. Wir hatten keinen guten Tag. Der Sieg geht in Ordnung", berichtete TSV-Trainer Richard Krämer.

"Es war kein schönes Spiel, aber verdiente und ganz wichtige drei Punkte für uns. Wir hatten gerade in der zweiten Halbzeit mehr Körner als Ottenstein im Tank. Glückwunsch an die Jungs, die Heimbilanz ist der Hammer!", freut sich SG-Trainer Steffen Schaper über die Heimbilanz.

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Sonntag, 18. Oktober 2020 19:01 Uhr

Fürstenberg (red). Am heutigen Sonntagnachmitag fand im Fürstenberger Waldstadion das Südkreisderby zwischen dem MTV Fürstenberg und dem FC 08 Boffzen statt. Dieses Duell konnten die heimischen Porzellanstädter mit 3:2 (1:1) für sich entscheiden.  

In der Anfangsphase waren die Spielanteile verteilt. Die erste Chance hatte dann der MTV. Ein Kopfball von Fabian Pleier-Helm strich ebenso knapp am Pfosten vorbei (8. Min.) wie auf anderen Seite ein Freistoß von Marec Wenzel (22. Min.). Ein Konter brachte die Gäste in der 29. Minute in Führung. Marec Wenzel bediente von der rechten Seite Johannes Urlacher im Zentrum und der hatte keine Mühe aus kurzer Distanz zum 0:1 einzuschießen. Zwei Minuten später parierte MTV-Keeper Florian Pottmeier glänzend in einer 1-1 Situation gegen Sebastian Kerscher und verhinderte so das 0:2. Pech für den MTV in der 37. Minute: zunächst scheiterte Fabian Pleier-Helm am Keeper und Ahmad Alkata setzte den Nachschuss an den Querbalken. Für den verdienten Ausgleich zeichnete in der 41. Minute Fabian Pleier-Helm verantwortlich, der bei einem Zuspiel von Nils Da Costa Pereira FC-Keeper Nico Koschik keine Chance ließ und zum 1:1 verwandelte.

Der FC kam dann besser aus der Pause, scheiterte aber in der 49. Minute erneut am starken MTV-Keeper. 53.Minuten waren gespielt als Patrick Kleine sein Team mit einem Traumtor in Führung brachte. Er traf mit seinem schwächeren linken Fuß unhaltbar in den rechten oberen Winkel: 2:1. Ahmad Alkata erhöhte in der 61. Minute mit einem Distanzschuss auf 3:1 und brachte den MTV endgültig auf die Siegerstraße. Spannung kam ab der 75. Minute noch einmal auf: Schiri Benjamin Beineke hatte mit seinem Gespann bereits auf Abstoß vom MTV-Tor entschieden. MTV-Verteidiger Maxi Hüfner gab eine Berührung zu, folglich gab es einen Eckstoß. Der Ball flog vor den Kasten und der Schiri pfiff nach vermeintlichem Ellbogeneinsatz Strafstoß: Christopher Leßmann verwandelte sicher zum 3:2. In der Schlussphase warfen die Gäste alles nach vorn, doch der Sieg des MTV war nach 94 Minuten unter Dach und Fach. "Insgesamt war der Sieg für uns verdient. Chancen gab es auf beiden Seiten, die Müller-Elf war heute aber effizient vor dem Tor", resümierte MTV-Vorsitzender Achim Helm.

"Wir waren in der ersten Halbzeit gut im Spiel und haben uns auch ein paar Torchancen erspielt. Das 1:0 durch Johannes war absolut verdient. Leider haben wir danach etwas nachgelassen und Fürstenberg kam zum Ausgleich. In der zweiten Halbzeit war das Spiel über weite Strecken ausgeglichen. Letztendlich haben wir unsere Torchancen nicht gut genutzt und der MTV-Keeper hat drei, vier klasse Paraden gezeigt. Beim zweiten und dritten Gegentor lassen wir den Torschützen zu viel Platz, da fehlen uns die Abstimmung und Bissigkeit. Gratulation an Fürstenberg zum Sieg", blickte Boffzens Marec Wenzel auf das Spiel zurück.

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Sonntag, 18. Oktober 2020 18:44 Uhr

Eschershausen (mm). Mit dem MTSV Eschershausen und dem TSV Kirchbrak standen sich am heutigen Sonntagnachmittag zwei Teams gegenüber, welche am vergangenen Sonntag Siege einfahren konnten. Das direkte Duell konnten die Kirchbraker letztlich verdient mit 1:4 für sich entscheiden.

Der Eschershäuser Matchplan wurde bereits nach zwei Minuten über den Haufen geworfen. Innenverteidiger Michael Müller hatte sich beim Aufwärmen verletzt, probierte es, aber musste nach zwei Minuten dann doch passen. So rückte Alexander Leidner, der eigentlich in der Offensive für Impulse sorgen sollte, in die Eschershäuser Abwehr. Kirchbraker merkte man von Beginn an ihr wiedergewonnenes Selbstvertrauen an. Auf dem Eschershäuser Geläuf zogen sie ihr Kurzpassspiel auf, doch gerieten in der 16. Minute in Rückstand. Mit einem Schuss in den Winkel war Ben Mohamed Diakite zur Stelle. In der Folgezeit erhöhte Kirchbrak den Druck und Eschershausen sah sich fast ausschließlich in der Defensive wieder. Nach einer hohen Hereingabe sorgte Dustin Ende für den 1:1-Ausgleich (35.). Mit diesem Spielstand gingen die Mannschaften auch in die Pause.

Kurz nach Wiederanpfiff bekam der TSV Kirchbrak einen Strafstoß zugesprochen, welchen Pascal Severin mit Hilfe der Unterkante der Latte zum 1:2 (47.) verwandelte. Die Partie blieb trotz der deutlich besseren Spielanlage des TSV lange Zeit offen. Ein Schuss von Timo Beyer, der von Alexander Leidner abgefälscht wurde, sorgte in der 77. Minute für die Vorentscheidung. Nach einer Flanke von der Außenbahn köpfte Hendrik Brennecke zum 1:4-Endstand ein.

Foto: mm

Frauen
Dienstag, 13. Oktober 2020 15:44 Uhr
Boffzens Damen kassieren Heimniederlage gegen SJC Hövelriege
Donnerstag, 24. September 2020 19:58 Uhr

Rodenberg (r). Hätte idealer laufen können, aber auch um einiges schlechter - mit diesem Fazit kehrten die Dielmisser Damen, welche in der Vorwoche noch überraschend den HSC BW Tündern II mit 1:0 besiegt hatte, am Sonntag vom Gastspiel bei der SG Rodenberg II zurück. Mit 0:4 unterlag die Mannschaft von Neu-Trainer Martin Schwarzer, die diese Woche spielfrei ist und ihre nächste Partie am 03. Oktober beim VfB Eimbeckhausen haben wird.

Die zweite Damenmannschaft der SG Rodenberg war von der ersten Sekunde an voll da, was sich auch durch ein schnell gefallenes Tor zeigte. Mit der ersten Aktion landete ein Schuss von Lea Bahe bereits nach 20 Sekunden im Dielmisser Tor. Dadurch wurden die Damen des VfL’s zwar etwas wachgerüttelt, gleichzeitig war es aber auch alles andere als ein Motivationsschub. Die Startschwierigkeiten wurden sechs Minuten später bestraft. Lara Pritzel trug sich in die Torschützenliste ein, sodass die Partie nach sieben Spielminuten 2:0 stand. Von da an wurde das Spiel aus Dielmisser Sicht besser. Torchancen von Carmen Severin und Julia Vorat schlossen sich an, welche nicht mit einem Tor belohnt wurden. Dennoch zeigten sich die Dielmisser Damen gewohnt zweikampfstark und konnten verhindern, dass sich der Vorsprung der Gegner vergrößert.

Die zweite Halbzeit fing ähnlich wie die erste an. Innerhalb der ersten Spielminute des zweiten Durchgang war es Frederike Bittner, die den Ball ins obere linke Eck platziert hatte, wodurch der Ball unhaltbar im Tor einschlug - 3:0! In der Folgezeit konnte sich Dielmissen auch bei ihrer Torfrau Ann-Kathrin Wiemann bedanken, welche einige sehr gute Schüsse abgewehrt hat. In der 79. Minute verwandelte Lea Bahe einen Strafstoß zum 4:0-Endstand.

Foto: mm

Mittwoch, 23. September 2020 11:02 Uhr

Boffzen (r). Die Damen des FC 08 Boffzen starteten am vergangenen Sonntag in das Abenteuer „Bezirksliga“. Als Gegner war der Mitaufsteiger TuS Lipperode zu Gast, welcher mit 4:2 geschlagen wurde.

Bereits in der ersten Minute setzte Laura Neils für den FC die erste Duftmarke, jedoch blieb ihr Abschluss zu zentral. In der fünften Spielminute machte sie es besser, als sie von Stefanie Vogt den Ball in den Lauf gespielt bekam. Neils setzte sich gegen ihre Gegenspielerin durch und versenkte den Ball im langen Eck zum 1:0. Lipperode schien durch den Gegentreffer nun geweckt worden zu sein und beteiligte sich ebenfalls am Spiel. Vivian Fogheri im Boffzer Tor musste einige Male in höchster Not eingreifen, um den Ausgleich zu verhindern. In der 23. Minute setzte Boffzen in die Lipperoder Drangphase einen Nadelstich, der zum 2:0 führte. Finnja Mindermann legte im Fünfmeterraum quer, sodass Sophie Lutter-Kayser nur noch ins Tor einschieben musste.

Der Gast aus Lipperode versuchte es gleich im Gegenzug, doch der Abschluss flog am Tor vorbei. Stefanie Vogt hatte die nächste Boffzer Großchance auf dem Fuß, ihr Schuss wurde im letzten Moment per Grätsche geklärt. In der 33. Minute erhöhte Boffzen auf 3:0. Stefanie Vogt spielte Laura Neils den Ball in den Lauf, welche zum Abschluss kam. Dieser wurde von der gegnerischen Torfrau noch abgewehrt, den Abpraller verwertete Finnja Mindermann souverän zum 3:0. Vier Minuten später konnte Lipperode eine ihrer vielen Chancen dann mal ausnutzen und auf 3:1 verkürzen. Stefanie Vogt war die letzte Torchance der ersten Hälfte zuzuschreiben, sie scheiterte freistehend an der gegnerischen Torfrau, sodass es mit dem 3:1 für Boffzen in die Halbzeit ging.

Die zweite Hälfte begann mit einer Großchance für Lipperode, welche erneut fahrlässig ausgelassen wurde. Sophie Lutter-Kayser zeigte sich für die erste Boffzer Chance in Durchgang zwei verantwortlich. In der Folgezeit neutralisierten sich beide Mannschaften, sodass sich das Spiel weitestgehend im Mittelfeld abspielte.

Lipperode hatte insgesamt fünf, sechs starke Angriffe, welche sie teilweise kläglich abschlossen. Boffzen kam in der 77. Minute ein weiteres Mal gefährlich vors Lipperoder Tor und nutzte diese Chance gleich zur vermeintlichen Vorentscheidung. Stefanie Vogt spielte erneut einen Diagonalball auf Laura Neils, die klug in den Rückraum auf Vanessa Hindrichs ablegte. Hindrichs traf mit ihrem Weitschuss unter Mithilfe der gegnerischen Tofrau zum 4:1. Boffzen ließ durch die komfortable Führung ein wenig die Konzentration nach, was Lipperode in der 82. Minute zum 4:2-Anschlusstreffer ausnutzte.

Doch an diesem Nachmittag war das Abschlussglück eindeutig nicht auf der Seite der Gäste, die bis zum Schlusspfiff nicht aufgaben. Weitere hochkarätige Chancen ließen sie jedoch aus, sodass Boffzen am Ende durch eine konsequentere Chancenauswertung nicht unverdient mit dem 4:2-Erfolg als Sieger vom Platz ging.

Zum Einsatz kamen: Vivian Fogheri, Rieke Böhm, Sina Gröbing, Finja Gießmann, Eileen Rolf (ab 58 Min. Vanessa Hindrichs), Sophie Lutter-Kayser, Kea Wirth (ab 34 Min. Carolin Helling), Nadine Griebelbauer, Laura Neils (ab 79 Min. Alicia Bönnighausen), Stefanie Vogt & Finnja Mindermann.

Foto: rw

Dienstag, 15. September 2020 16:41 Uhr

Dielmissen (mm). Mit Respekt, aber ohne Angst sind die Damen des VfL Dielmissen ins Spiel gegen die zweiten Mannschaft des HSC BW Tündern gegangen. In der Vorwoche hatten die Tünderaner den TSV Ottenstein noch mit 15:1 vom Platz geschossen, während die Mannschaft von Neu-Trainer Martin Schwarzer das Auftaktmatch gegen den ESV Eintracht Hameln trotz guter Leistung knapp mit 1:2 verloren hatte. Gegen den im Vergleich zur Vorwoche auf einigen Positionen veränderten Kader der Gäste setzte sich der VfL Dielmissen letztlich mit 1:0 durch.

"Die Mannschaft hat eine herausragende Leistung gezeigt und ist stark in die Zweikämpfe gegangen. Auch unsere Keeperin Ann-Kathrin Wiemann war “on fire” und hat die eine oder andere wirklich sehenswerte Parade gezeigt", freute sich VfL-Sprecherin Jasmin Meyke über die Leistung der Mannschaft.

Das Tor des Tages erzielte Melissa Neiner in der 14. Spielminute: Nach einem wunderbaren Pass von Laura Pötter hat sie sich gegen Tünderns Abwehr durchgesetzt und den Ball im Netz versenkt. In der Folgezeit ergaben sich auf beiden Seiten guten Aktionen, die aber nichts mehr einbringen sollten. So ging der VfL mit der 1:0-Führung in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte hieß es für den VfL dann: Ergebnis halten und/oder noch ein Tor hinterher legen. "Ein weiterer Treffer wäre durchaus drin, und verdient, gewesen. Vor allem Julia Vorat hatte einige sehr gute Chancen und ein Freistoß von Laura Pötter ging nur knapp über die Latte. Leider wurden wir nicht mit einem weiteren Tor belohnt. Dennoch ist die Freude über den Heimsieg riesig. Bedanken möchten wir uns für eine umsichtige und gute Schiedsrichterleitung", so Meyke abschließend.

Bereits am kommenden Sonntag geht's für den VfL weiter. Dann trittt die Mannschaft von Martin Schwarzer auf die SG Rodenberg, welche bisher erst ein Saisonspiel absolivert hat. In diesem Spiel setzten sich die Rodenberger mit 2:0 gegen den TSV Eintracht Exten II durch.

Foto: VfL Dielmissen

Mittwoch, 09. September 2020 19:06 Uhr

Hameln/Dielmissen (red). Am vergangenen Samstagnachmittag fand das erste Saisonspiel der Damenmannschaft des VfL Dielmissen statt. Das Auswärtsspiel beim ESV Eintracht Hameln sollte zugleich das erste Pflichtspiel unter der Leitung von Neu-Trainer Martin Schwarzer sein. Sowohl die Hausherrinnen als auch die Gäste traten in dieser Begegnung mit einem ersatzgeschwächten Kader an. 

Die Damen des VfL Dielmissen waren in der ersten Halbzeit direkt laufstark und aggressiv in den Zweikämpfen. Trotz der guten Leistungen aller Spielerinnen tat sich der VfL lange Zeit schwer, mehrere glasklare Chancen in Tore umzuwandeln. Erst in der 43. Spielminute traf Carmen Severin nach einem perfekt vorgetragenen Angriff zum 0:1. Somit gingen die Dielmisser Damen, welche im Vorjahr das direkte Duell vor heimischem Publikum für sich entscheiden konnten, mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten agierten die ESV-lerinnen hektisch und ein wenig verunsichert. Diese Phase endete nach einer guten Stunde, als Elisa-Katharina Cromwell den Ball per Freistoß im VfL-Tor unterbringen konnte. Davon ließen sich die motivierten Spielerinnen des VfL nicht unterkriegen und kämpften weiter. Sehr schöne, unzählige Spielzüge und Torschüsse von Janina Schwarzer und Marie Kleinwächter folgten, doch fanden nicht das gegnerische Tor. So kam es, wie es kommte musste: Elisa-Katharina Cromwell, Torschützin des 1:1, gelang in der 76. Spielminute das Tor zum 2:1-Endstand.

Die Damen vom VfL bedanken sich bei dem guten Schiedsrichter und können trotz einer unverdienten 2:1 Niederlage mit ihrer Leistung zufrieden sein. Am kommenden Samstag geht's schon weiter. Um 16 Uhr empfangen sie den Tabellenführer HSC BW Tündern II. Die Tünderaner Mannschaft konnte ihr Auftaktmatch gegen den TSV Ottenstein mit 15:1 für sich entscheiden, sodass in dieser Partie die Trauben für die Mannschaft von Martin Schwarzer sehr hoch hängen werden.

Foto: mm

Sonntag, 23. August 2020 18:37 Uhr

Kirchbrak (mm). Am gestrigen Samstagnachmittag hatte das Sportzentrum Kirchbrak mit der amtierenden U17-Juniorinnen Europameisterin Natasha Kowalski einen seltenen, aber sehr bekannten Gast. Im Alter von vier Jahren hat die aktuelle Zweitligaspielerin des VfL Wolfsburg II ihre Spielerlaubnis für den TSV Kirchbrak bekommen. Einige Jahre spielte das Talent aus dem Kreis Holzminden für den SV06 Holzminden. Der DFB weiß, dass solche Talente nur durch gute Jugendarbeit vor Ort, auch im ländlichen Raum, entdeckt und weiterentwickelt werden können. Deshalb werden die Heimatvereine von Jugendnationalspielern und -spielerinnen finanziell gefördert.

In Kirchbrak durchlief Kowalski die G-, F-Jugend und den jüngeren Jahrgang der E-Jugend. Der Trainer des TSV Kirchbrak war Stefan Brandt. Bei der JSG Ith wurde sie von Sonja Lage und Frank Schütte in der G- und F-Jugend betreut. Das zweite E-Jugend Jahr absolvierte sie unter Ali Omayrat bei der JSG Bodenwerder/Kemnade/Rühle.

Ab der D-Jugend wurde Natasha Kowalski von Sören Eilers in Holzminden trainiert und unterstützt. Fünf erfolgreiche Jahre in Bezirks- und Landesliga, in denen Natasha taktisch gefördert und auf ungeliebten Positionen eingesetzt wurde, um ihr Defensivverhalten zu verbessern. Insbesondere musste sie sich aber körperlich gegen kräftigere Jungen durchsetzen. Der SV06 Holzminden war dabei immer eine Besonderheit, da er in einer Jungenmannschaft immer zwei hochtalentierte Mädchen einsetzte, neben Natasha noch Luisa Oerke, die jetzt ebenfalls bei Hannover 96 hochklassig Damenfußball spielt. "Wir wünschen Natasha weiterhin viel Erfolg bei ihrer tollen Karriere und insbesondere, dass sie von schweren Verletzungen verschont bleibt. Dann wird sie als Aushängeschild des Fußballkreises Holzminden noch viele Erfolge feiern", ist sich SV06-Vorsitzender Jens Ebert sicher.

Aus dem Talenförderungsprogramm des DFB erhielt der TSV Kirchbrak eine Bonuszahlung in Höhe von 2.950 Euro. Der SV06 Holzminden durfte sich über einen Check in Höhe 1.700 Euro freuen, der der Jugendarbeit zugute kommen soll. Bei der Feierstunde, die von Meike Berger (zuständige Koordinatorin des NFV für Mädchenfußball und Auswahltrainerin) durchgeführt wurde, waren Sören Eilers und Jens Ebert (SV06 Holzminden), Ali Omayrat (SCM Bodenwerder), Manfred Tophinke, Markus Verwohlt und August Borchers (NFV-Kreis Holzminden), Nicole Meier (1. Vorsitzende TSV Kichbrak) sowie Stefan Brandt und Nils Meier (Spartenleitung Fußball, TSV Kirchbrak) anwesend.

FAKTEN ZU NATASHA KOWALSKI

Vereinshistorie

  • 08.01.2008: Mit 4 Jahren und 210 Tagen Spielerlaubnis für den TSV Kirchbrak
  • 07.08.2013 - 28.07.2014: Erstspielrecht für HSC BW Schwalbe Tündern
  • 29.07.2014 bis 09.07.2017: SV06 Holzminden
  • seit 10.07.2017: VfL Wolfsburg
  • B-Juniorinnen-Bundesliga: 33 Spiele / 34 Tore / 2x deutscher Meister
  • VfL Wolfsburg II (seit 01.07.2019 - Vertrag bis 30.06.2022), 2. Frauen-Bundesliga: 10 Spiele / 4 Tore

Niedersächsischer Fußballverband

  • 1. Sichtungstraining: 17.11.2012 in Lauenau (Jahrgang 2000 und jünger)
  • Prägendes Erlebnis: Feldsichtung am 19.07.2014 in Völksen
  • NFV U12 unter anderem 1. Platz beim norddeutschen Feldturnier in Bremen
  • NFV U14 1. Länderpokal in Duisburg vom 04. - 08.05.2016 (7.Platz) erste Sichtung für den DFB
  • NFV U14 - U18 seit 05.05.2016: 11 Spiele, 12 Tore

DFB

  • U15: 5 Spiele / 3 Tore / 1. Länderspiel am 03.11.2017 gegen USA (1:6) / 2. Länderspiel am 14.03.2018 gegen Belgien (8:2, Tor zum 6:0)
  • U16: 2 Spiele / 2 Tore
  • U17 11 Spiele / 8 Tore / Europameisterschaft in Bulgarien (5 Spiele) im Endspiel am 17.05.2019 gegen die Niederlande eingewechselt, 4:3 nach Elfmeterschießen, Europameisterin

Fotos: Karl-Heinz Teiwes und Jens Ebert

 

Donnerstag, 16. Juli 2020 13:38 Uhr

Delligsen (mm). Ziemlich überraschend kam die Nachricht, dass der Delligser SC zur kommenden Saison eine Damenmannschaft für Freundschaftsspiele gemeldet hat. Aber auch in Delligsen hatte man damit lange Zeit nicht gerechnet. Mittlerweile hat DSC-Damentrainer Patrick Görlach einen Kader von 20 Damen, die über keine oder wenig Erfahrung mit Vereinsfußball verfügen. Dementsprechend möchten die Delligser das Team behutsam aufbauen und mit Training und Freundschaftsspielen und -turnieren langsam an den Damenfußball heranführen, um die Mannschaft spätestens in zwei Jahren für einen Spielbetrieb anzumelden - am liebsten im Nachbarkreis Hildesheim.

Angefangen hat es mit drei Damen, welche im Herbst letzten Jahres beim DSC-Spartenleiter Carsten Sander angefragt haben. "Wir standen dem Thema offen gegenüber. Im November sagten sie, dass sie mittlerweile 14 sind, die Interesse hätten, bei uns Fußball zu spielen", freute sich Carsten Sander über weiblichen Zulauf im Verein. Somit machte sich Sander auf die Suche nach einem Trainer. Dort fiel ihm Sonja Berlin ein, die in der JSG Hils eine Mädchenmannschaft trainiert hatte. So fand schließlich im Dezember das erste Training mit 16 Spielerinnen statt.

Sonja Berlin gab jedoch nur die Zusage, die Anfänge der Damenmannschaft zu begleiten, sodass ein anderer Trainer für die Damenmannschaft gefunden werden musste. Dieser wurde in Person von Herrenspieler Patrick Görlach gefunden, welcher vor einiger Zeit noch Trainer der Damenmannschaft des MTV Banteln im Nachbarkreis Hildesheim war. "Wir trainieren derzeit regelmäßig mit etwa 13 Spielerinnen. Das Potential ist vorhanden. Uns fehlt die Spielpraxis, die wir mit Freundschaftsspielen und -turnieren sammeln werden. Die Damen haben jedenfalls richtig Lust und sich bereits für das Gemeinschaftsgefühl Trainingsanzüge besorgt", freut sich Görlach, der gemeinsam mit Herrentrainer Jens Rudolph die Trainer C-Lizenz machen wird, auf die Zeit als Damentrainer beim DSC.

Die Damen stammen hauptsächlich aus Delligsen sowie Grünenplan und Kaierde. "Wir würden uns sehr über Einladungen zu Freundschaftsspielen und -turnieren freuen", hofft Görlach, der sein Team als 9er Mannschaft gemeldet hat, auf Anfragen von bestehenden Damenmannschaften. Die Testspiele sollen dementsprechend mit 9 gegen 9 bei voller Platzbreite von Sechzehner zu Sechzehner stattfinden. Interessierte Damen, die Lust auf Fußball haben und interessierte Testspielgegner können sich gern bei Patrick Görlach unter goerlach-delligser-sc@web.de melden.

v.l.n.r.: Herrentrainer Jens Rudolph, DSC Vorsitzender Sven Linnemann, DSC Spartenleiter Carsten Sander, stv. DSC Spartenleiter Daniel Severit und Damentrainer Patrick Görlach.

Foto: mm

Rede und Antwort
Dienstag, 05. Mai 2020 11:44 Uhr
Tristan Schmidt aus Golmbach: "Die Zeit bei Hannover 96 war überragend"
Donnerstag, 19. März 2020 12:44 Uhr

Boffzen (mm). FC 08 Boffzen, eine Herzensangelegenheit - so heißt es auf der offiziellen Facebookseite des Kreisligisten. Für Marvin und Calvin Böker ist dies nicht nur ein Spruch, sondern die Realität. Seit Kindertagen spielen die Brüder in den blau-gelben Farben. Im Gespräch mit der Redaktion stellen die beiden Kicker klar, warum es für sie nur den FCB gibt. Zudem blicken sie zurück, wie sie sich in ihren Kindertagen untereinander unterstützt haben.

Redaktion: "Warum habt ihr den FC 08 Boffzen bisher nie verlassen?"

Marvin: "Das liegt hauptsächlich daran, dass unser Vater nur für Boffzen gespielt hat und hier auch Trainer war. Wir beide haben hier angefangen und er hat uns immer unterstützt."

Calvin: "Er hat immer gesagt, dass wir entweder in Boffzen oder ganz weit weg von Boffzen spielen sollten. Aber wir hatten uns ohnehin geschworen eines Tages, wie die Gebrüder, René und Marec Wenzel, zusammen in der ersten Mannschaft zu spielen, sodass für mich, trotz ein paar Angeboten aus dem Höxteraner Raum, ein Wechsel kein Thema war. Umso schöner war es dann natürlich, gemeinsam mit den Wenzel's auf dem Platz gestanden zu haben."

Redaktion: "Wie verlief eure Jugendzeit? Welche Erfolge konntet ihr feiern?"

Marvin: "Ich wurde als Innenverteidiger ausgebildet und habe in meiner Jugendzeit jeweils einmal die Hallenkreismeisterschaft und den Kreispokal gewonnen. In der B-Jugend haben wir den Klassenerhalt in der Bezirksliga geschafft. In der A-Jugend sind wir sogar überraschend aus der Bezirks- in die Landesliga aufgestiegen."

Calvin: "Ich habe ebenfalls als Verteidiger angefangen und bin dann erst später zum defensiven Mittelfeldspieler geworden. Ich habe in der D-Jugend zweimal die Hallenkreismeisterschaft gewonnen. Der größte Erfolg war aber, dass wir in der C-Jugend Bezirksliga Dritter geworden sind."

Redaktion: "Wie würdet ihr eure Bruderbeziehung bezeichnen? Habt ihr euch viel unterstützt?"

Marvin: "Wir waren immer füreinander da und haben uns gegenseitig bei den jeweiligen Spielen zugeguckt. Wir haben früher auch viel gebolzt und hatten nie Probleme."

Calvin: "Genau. Wir spielen ja auch auf verschiedenen Positionen, sodass es da derzeit auch kein Konfliktpotential gibt. Für uns ist Fußball die Nummer eins. Wir unterhalten uns generell viel über Fußball und diskutieren auch nach unseren Spielen noch viel aus."

Redaktion: "Marvin, du warst auch schon zur ersten Amtszeit von Andrej Weibert aktiv. War es schwierig sich in die Mannschaft zu spielen?"

Marvin: "Nach dem Abstieg aus der A-Jugend Landesliga bin ich in den Kader der ersten Mannschaft gekommen. Ich habe beim Training unter Trainer Andrej Weibert alles gegeben. Er kam auch auf die Idee, mich zum Außenspieler umzuschulen. Da es zu dem Zeitpunkt sehr viele, gestandene Offensivspieler im Kader gab, war es für mich nicht ganz so einfach auf Einsatzzeiten zu kommen. Es lief aber von Anfang an familiär ab, sodass ich dankbar für jede Minute war."

Redaktion: "Du hast Andrej Weibert bereits erwähnt. Wie war er als Trainer?"

Marvin: "Er war ein sehr ehrgeiziger Trainer. Er hat immer versucht alles aus seinen Spieler rauszuholen. Ihm verdanke ich, dass ich in die erste Mannschaft gekommen bin. Er hatte auch privat immer ein offenes Ohr, aber wenn es um Fußball ging hat er absolute Ernsthaftigkeit erwartet."

Redaktion: "Welche Erfolge habt ihr im Herrenbereich eingefahren?"

Marvin: "Ich bin einmal Meister geworden und zweimal über die Relegation in den Bezirk aufgestiegen. In dem Meisterjahr konnten wir auch den Kreispokal in Bevern gewonnen. Das Highlight war aber der Kreispokalgewinn in Kirchbrak."

Calvin: "Da kann ich Marvin nur zustimmen. Das war auch bisher der einzige Titel, den ich mit dem FC 08 Boffzen geholt habe. Nach dem Spiel haben wir uns unseren Vater geschnappt und mit ihm und den Pokal ein Foto für die Ewigkeit gemacht."

Redaktion: "Marvin, du hast auch gemeinsam mit dem Ex-Profi Fatmir Vata auf dem Platz gestanden. Was war das für ein Gefühl?"

Marvin: "Es war einfach ein komplett anderes Gefühl. Er ist ein herzlicher Mensch, der jeden in der Mannschaft aufgebaut und mit Tipps geholfen hat. Es hat einfach Spaß gemacht, mit ihm zusammengespielt zu haben. Bei seinen Zuspielen hat er beispielsweise sehr viele Räume gesehen, die ein normaler Kreisligaspieler nicht gesehen hat. Das war schon einen andere Hausnummer."

Redaktion: "In der letzten Saison ging es für euch gegen den Abstieg. Wieso lief die Saison nicht so wie ihr euch das vorgestellt hattet?"

Calvin: "In der letzten Saison war der Wurm drin. Wir haben einfach viele Spiele knapp mit einem Tor Unterschied verloren. Das war extrem enttäuschend und dementsprechend hat die Stimmung im Team auch stark geschwankt."

Redaktion: "Wie zufrieden seid ihr mit der Hinrunde? Welches Ziel für die Rückrunde habt ihr, sofern es weitergehen sollte?"

Marvin: "Mit der Hinrunde sind wir sehr zufrieden. Nach einem kleinen Hänger mit dem Unentschieden gegen Rühle und dem Pokal-Aus gegen Deensen haben wir fünf-sechs Spiele recht gut gespielt und auch gut gepunktet. In den letzten Spielen war bei den tiefen Platzverhältnissen einfach die Kraft raus."

Calvin: "Die Hinrunde lief richtig gut. Insbesondere haben wir zu Hause gezeigt, dass wir auch noch Heimsiege feiern können. Unser Ziel sollte es sein unter den TOP 5 zu landen."

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Samstag, 29. Februar 2020 10:52 Uhr

Holzminden/Gütersloh (mm). Von Holzminden in die B-Juniorinnen Bundesliga - diesen Weg ist mit Luisa Oerke nach der U17-Nationalspielerin Natasha Kowalski bereits die zweite Spielerin des SV06 Holzminden gegangen. Seit Sommer kickt Oerke für den FSV Gütersloh, der aktuell Zweiter in der B-Juniorinnen Bundesliga West/Südwest ist. Mit einem Zweitspielrecht läuft sie ab und zu auch bei der Landesliga B-Juniorenmannschaft von Sören Eilers auf. Gemeinsam mit der Redaktion blickt Luisa Oerke auf ihre bisherige Laufbahn und die anstehende Rückrunde.

Redaktion: "Luisa, wo hast du wann angefangen? War das deine letzte Station vor deinem Wechsel nach Holzminden?"

Luisa: "Ich habe in der G-Jugend bei der JSG Forstbachtal angefangen, Fußball zu spielen. Dort habe ich dann bis zu meinem Wechsel nach Holzminden auch unter Achim Rauls als Trainer gespielt."

Redaktion. "In welchen Auswahlmannschaften hast du gespielt?"

Luisa: "Ich habe angefangen, von der E- bis zur D-Jugend in der Kreisauswahl bei den Jungen zu spielen. Dann habe ich auch in Hameln beim Stützpunkt der Jungs gespielt. Bei den Mädchen ging’s in der U12 mit einem Sichtungsturnier für den Stützpunkt Hannover in Lauenau los. Dort habe ich eine Sichtung bekommen und war dann ein paar mal beim Training in Barsinghausen, bevor ich dann direkt im Stützpunktkader des Sichtungsturniers für die U12- Niedersachsenauswahl war. Auch dort hab ich’s geschafft, was für mich damals total überraschend kam. Ich meine, ich hatte es quasi innerhalb von ein bis zwei Monaten von Kreis- bis Niedersachsenauswahl geschafft."

Redaktion: "Das klingt in der Tat sehr rasant. Was hast du dort erlebt?"

Luisa: "Dann gingen eben meine fünf Jahre beim NFV mit vielen Lehrgängen und Turnieren los. Für die Zeit dort und alles was ich erleben durfte, bin ich extrem dankbar und auch für die Leute, die man dort kennengelernt hat, die mit einem seine Leidenschaft teilen."

Redaktion: "Hast du auch mal eine Einladung zur Nationalmannschaft bekommen?"

Luisa: "Im Sommer 2018 hatte ich, nach dem Länderpokal im Frühjahr mit der U16, eine Einladung zur Nationalmannschaft bekommen, wo ich dann auch bei einigen Maßnahmen u.a. in Stuttgart und Saarbrücken dabei war. Natürlich hat man sich zum einen über die Einladung zur Nationalmannschaft extrem gefreut, aber natürlich bleiben auch Fahrten mit der Niedersachsenauswahl und Länderpokale in Erinnerung."

Redaktion: "Was zählst du als deine größten Erfolge?"

Luisa: "Das ist schwierig zu sagen. Den ersten großen Titel konnte ich direkt mit der U12-Auswahl holen, als wir in Bremen Norddeutscher Meister wurden. Sonst waren eben die Maßnahmen mit der Nationalmannschaft und die Länderpokale riesen Erfolge für mich. Die bisherige Saison mit Gütersloh zählt auch als ein Highlight am Ende meiner Jugendjahre."

Redaktion: "Mit der C-Jugend habt ihr damals auch einmal gegen die Herforder B-Juniorinnen gespielt.  Hast du dich direkt danach den Herfordern angeschlossen? Wie blickst du auf die Zeit zurück?"

Luisa: "Nach dem Spiel konnte ich nicht direkt zu Herford, weil das allein mit dem Fahraufwand nicht zu schaffen gewesen wäre. Nach meiner Saison in Tündern bei den Mädchen bin ich dann mit noch einer aus Tündern dort zum Probetraining gegangen und dann im Sommer 2018 hingewechselt. Das war auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und die Saison in der Regionalliga als jüngerer Jahrgang hat Spaß gemacht. In der Zeit habe ich aber überwiegend bei Holzminden gespielt, trotzdem konnte ich der Mannschaft in den Spielen, wo ich da war, weiterhelfen und das hat mich gefreut."

Redaktion: "Wie kam dein Wechsel zu Gütersloh zu Stande? Welche Position spielst du dort und wie zufrieden bist du mit der Hinrunde?"

Luisa: "Wir hatten mit Herford im Frühjahr 2019 ein Pokalspiel gegen Gütersloh. Einen Tag später hatte ich direkt einen Anruf von Christian Pohlmann, meinem jetzigen Trainer. Ich war dann relativ zügig dort beim Probetraining, was mir super gefallen hat. Nachdem wir dann mit ihm lange bezüglich der Fahrerei usw. gesprochen hatten, stand für mich der Wechsel dort hin eigentlich ziemlich schnell fest. Klar wollte ich die Chance ergreifen und ein paar kannte ich von der Niedersachsenauswahl und vom DFB auch schon. In den ersten Einheiten hat man gemerkt, dass die Mannschaft echt Potential hat. Ich habe dann erstmal etwas in der Vorbereitung gebraucht, mich in das System einzufinden usw., da ich eben nicht dreimal die Woche dort zum Training hin konnte. Ich spiele dort Zehner oder Stürmer und bin eigentlich ziemlich zufrieden mit der Hinrunde. Wir haben das erste Saisonspiel gegen Leverkusen unnötig verloren und stehen so unter Essen, aber ich bin extrem stolz auf unsere Entwicklung. Nach der Vorbereitung und dem ersten Spiel haben wir glaube ich kurz den Glauben an unser Ziel, um die Meisterschaft mitzuspielen, verloren, aber sind dann stark zurück gekommen."

Redaktion: "Welche Saisonziele hast du mit dem FSV Gütersloh?"

Luisa: "Klar haben wir das Ziel, Meister zu werden. Der Kader ist extrem stark. Das Einzige, was wir jetzt dafür noch machen können, ist unsere noch ausstehenden Rückrundenspiele souverän runterzuspielen und uns auf jedes einzelne Spiel zu fokussieren, weil wir uns keinen Ausrutscher erlauben können. Das ist die Voraussetzung, um noch die Chance zu haben."

Redaktion: "Hast du auch eine Chance in die Westfalenauswahl zu kommen?"

Luisa: "Nach meinem Wechsel wollte ich mich erstmal nur auf die Vereine und die Schule konzentrieren. Jetzt, wo sich das alles aber eingespielt hat, habe ich nach dem Hallenmasters in Ibbenbühren vor ein paar Wochen, wo wir sozusagen „Hallenwestfalenmeister“ mit Gütersloh geworden sind, direkt eine Einladung zur nächsten Maßnahme der Westfalenauswahl im März bekommen, die ich auch wahrnehmen will."

Redaktion: "Für Holzminden spielst du immernoch. Wie oft kamst du dort zum Einsatz? Ist der Klassenerhalt in der Landesliga drin?"

Luisa: "Mit den Pokalspielen kam ich in etwa sechsmal zum Einsatz. Das Problem ist eben, dass sich die Ligaspiele normal mit denen von Gütersloh überschneiden. Klar ist der Klassenerhalt drin, mit vollem Kader und nötiger Einstellung sollte das die Mannschaft schaffen. Die Liga ist generell extrem eng gestaffelt, da ist sowohl nach oben, als auch nach unten nicht viel Luft - alles ist möglich."

Redaktion: "Wie sieht deine Trainingswoche aus und wie kriegst du das neben der Schule in Dassel unter einen Hut?"

Luisa: "Ich trainiere normal montags und mittwochs bei Holzminden und freitags eben bei Gütersloh. Am Samstag haben wir ein Ligaspiel. Die restlichen Tage in der Woche habe ich lange Schule und trainiere ggf. eigenständig oder muss eben was für die Schule machen. Das klappt eigentlich ganz gut, besser als gedacht. Ich hatte echt Angst, dass das eben, dadurch dass ich jetzt halt schon in der 12. Klasse bin und aufs Abi zugehe und auch eben alles für das Abi zählt, nicht zu schaffen ist. Klar ist es irgendwie stressig, aber ich mache es ja gern und bekomme alles ganz gut unter einen Hut."

Redaktion: "Welche Unterschiede kannst du zwischen Landesliga Jugend und der Bundesliga Mädchen erkennen?"

Luisa: "Ich finde, dass ist ein ganz anderes Spiel. Bei den Jungs ist es klar körperlich viel betonter und für mich inzwischen auch extrem schwer. Das Spiel ist auch schneller, weil die Landesliga schon stark ist. Wobei das Niveau in der Bundesliga natürlich auch gut ist und viele dort ja auch eine heftige Technik haben und in Auswahlmannschaften spielen. Mir hilft es aber eben enorm bei den Jungs noch dabei zu sein, weil dadurch, dass ich mich eben dort behaupten muss, hab ich bei den Mädchen eben Vorteile."

Redaktion: "Was waren bisher deine schönsten Momente deiner fußballerischen Laufbahn?"

Luisa: "Schönste Momente sind schwer festzumachen, da könnte ich extrem viele aufzählen. Ein cooler Moment war einfach, als mich meine Trainer und ein paar aus meiner Mannschaft von Holzminden, sowie mein früherer Trainer von Forstbachtal bei unserem Spitzenspiel gegen Essen überrascht haben. Das ist nicht selbstverständlich, gerade bei dem Weg."

Redaktion: "Wie geht's für dich im Sommer weiter?"

Luisa: "Ich möchte auf jeden Fall mein Abi in Dassel machen, also auch nächstes Jahr, auch wenn wir hier in Sachen Frauenfußball im „Niemandsland“ leben, hier bleiben. Ich bin mir noch nicht wirklich sicher, wie es nächste Saison für mich weitergeht. Ich möchte auf jeden Fall auch nächstes Jahr noch bei Holzminden zumindest im Training bleiben - vielleicht ist ja auch ein Zweitspielrecht noch möglich und dann eben in einer guten Frauenmannschaft spielen. Da steht aber noch nichts fest."

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Sonntag, 16. Februar 2020 13:31 Uhr

Grünenplan (mm). Früher der Torjäger, heute Identifikationsfigur - viel treffender können die Worte auf den mittlerweile 37-jährigen Michael Seyd vom TuSpo Grünenplan wohl nicht gewählt werden. Als Kapitän führt der Routinier seine Mannschaft in der Bezirksliga aufs Feld - und das nach über 20 Jahren ohne Bezirksfußball in der Hilsmulde. Wir haben die Winterpause genutzt und uns mit Michael Seyd über seine fußballerische Laufbahn und die aktuelle Lage beim TuSpo Grünenplan unterhalten.

Redaktion: "Michael, schön, dass du dir für dieses Interview die Zeit nimmst. Wo hast du mit dem Fußballspielen angefangen?"

Michael: "Sehr gerne. Ich habe im jungen Alter bei der Jugend des TuSpo Grünenplan angefangen Fußball zu spielen. Anschließend spielte ich bei der JSG Hils, ehe wir in der C- und B-Jugend wieder eine eigenständige Jugendmannschaft des TuSpo Grünenplan hatten. In der A-Jugend war ich dann wieder bei der JSG Hils aktiv."

Redaktion: "Hast du in der Kreisauswahl und/oder im Stützpunkt gespielt?"

Michael: "Ich habe unter Jürgen Grabs in der Kreisauswahl Holzminden gespielt. Mit der Mannschaft sind wir zum Dana Cup nach Dänemark gefahren, was ein echt schönes Erlebnis war. Später habe ich dann auch im Stützpunkt unter Werner Brennecke gespielt."

Redaktion: "In welchen Ligen warst du unterwegs?"

Michael: "Beim TuSpo Grünenplan habe ich auf Kreisebene gespielt. In der A-Jugend bin ich unter anderem mit Kevin Beier, Jan Thomschke und Pierre Schal in der Bezirksliga zum Einsatz gekommen. Zu Auswärtsspielen mussten wir unter anderem in Eimbeckhausen und im hannoverschen Raum antreten."

Redaktion: "Wie verlief dein Einstieg in den Herrenbereich beim TuSpo Grünenplan?"

Michael: "Wir haben relativ früh eine gute Saison in der Kreisliga gespielt, sodass wir als Vizemeister ein Aufstiegsspiel in Gronau bestritten haben. Leider haben wir dieses Spiel mit 0:1 verloren, sodass wir nicht in die damalige Bezirksklasse aufgestiegen sind. Für mich war es auf jeden Fall etwas ganz besonderes mit meinem zwölf Jahre älteren Bruder Stefan zusammenzuspielen."

Redaktion: "Und dann kam dein Wechsel zum TSV Deinsen. Wie kam es dazu und wie blickst du auf die Zeit zurück?"

Michael: "Dadurch, dass mein Bruder Stefan früher auch mal in Deinsen gespielt hat, kannten mich die Deinser auch. Sie hatten mich beobachtet und bei mir angefragt. Nachdem wir den Aufstieg in die Bezirksklasse verpasst hatten, nahm ich das Angebot an. Deinsen spielte zu dem Zeitpunkt in der Bezirksliga und damit noch eine Klasse höher als die Bezirksklasse. Ich habe mich auf dem kleinen Platz in Deinsen immer wohlgefühlt. Da die Zuschauer so nah am Geschehen waren, war dort auch eine ganz besondere Stimmung. Gerade die Derbys gegen Alfeld habe ich noch in guter Erinnerung. Ich war mit einer kurzer Unterbrechung insgesamt fünf Jahre in Deinsen. Wir haben in jeder Spielzeit den Klassenerhalt geschafft und ich bin in einer Saison mit 26 Toren sogar Torschützenkönig geworden."

Redaktion: "Hast du auch an Auswahlspielen teilgenommen?"

Michael: "Ja. Ich habe einmal mit einer Auswahlmannschaft in Grünenplan gegen Borussia Mönchengladbach gespielt. Dort haben wir mit 0:12 verloren. Mit einer weiteren Auswahl kam es in Elze zum Duell mit Hannover 96. Wir haben mit 2:8 verloren und ich habe beide Treffer erzielt."

Redaktion: "Gab es für dich auch mal Anfragen von höherklassigen Mannschaften?"

Michael: "Ja. Als ich meine Lehre gemacht habe, hatte die Reservemannschaft von Hannover 96 bei mir angefragt. Dies habe ich dann aus den zeitlichen Gründen abgelehnt, was ich auch ein wenig bereut habe, da ich es mit Sicherheit zeitlich doch hinbekommen hätte."

Redaktion: "Wann kam es zur endgültigen Rückkehr nach Grünenplan?"

Michael: "Im Sommer 2009 bin gemeinsam mit Jan Thomschke und Kevin Beier zurück nach Grünenplan gewechselt. Ruben Lange hatten wir in Deinsen kennengelernt und auch mit nach Grünenplan genommen. Grünenplan war in der Vorsaison in die 1. Kreisklasse abgestiegen, sodass wir unter Klaus Tiesemann den Wiederaufstieg in die Kreisliga perfekt gemacht haben."

Michael Seyd geht als Kapitän immer voran

Redaktion: "Auf Tiesemann folgten mit Martin Riemer, Karsten Tute und Waldemar Delzer drei weitere Trainer. Wie hat sich euer Spielstil in dieser Zeit geändert?"

Michael: "Wir waren eigentlich immer eine Kontermannschaft. Gegen Teams, gegen die wir das Spiel machen mussten, haben wir uns schwer getan. In der letzten Saison haben wir mit unserem Spielermaterial bewiesen, dass wir auch das Spiel an uns reißen können. Unser Spielsystem hat sich in den letzten Jahren geändert. Zuerst haben mit einem Libero gespielt, dann haben wir auf eine Dreierkette gebaut und jetzt spielen wir mit einer Viererkette."

Redaktion: "Hattest du dir erhofft irgendwann einmal mit deinem Heimatverein in der Bezirksliga spielen zu können? Wie schaust du auf die vergangene Saison zurück?"

Michael: "Ich hatte es mir schon erhofft, irgendwann mal mit Grünenplan in der Bezirksliga zu spielen, aber es nicht erwartet. Wir waren in den letzten Jahren oft nah dran und sind letztlich meistens Dritter geworden. Vor der letzten Saison hatten wir den Aufstieg als klares Ziel ausgegeben. Im ersten Saisonspiel haben wir knapp gegen Dielmissen gewonnen und anschließend gegen Holenberg und Kirchbrak verloren. Somit war die Euphorie recht schnell gedämpft. Wir sind aber ruhig geblieben und haben eine Serie gestartet. Bis zum Ende der Spielzeit haben wir keine Niederlage mehr kassiert - das war schon besonders."

Redaktion: "Wie bewertest du eure Hinrunde in der Bezirksliga?"

Michael: "Im Großen und Ganzen bin ich mit der Hinrunde ganz zufrieden. Als Aufsteiger ist man ja froh, wenn man die Klasse hält und derzeit stehen wir über dem Strich. Wir haben allerdings gegen die direkten Konkurrenten SV Alfeld, TuS Hasede und FC Stadtoldendorf fünf - sechs Punkte liegen gelassen. Man muss aber auch sehen, dass wir viel Verletzungspech hatten und wir kein Spiel mit der ersten Elf gemacht haben. Wir können froh sein, dass wir so eine funktionierende zweite Mannschaft haben, die uns immer wieder unterstützt hat. So konnten wir aber auch überraschende Siege gegen Schliekum und Almstedt feiern."

Redaktion: "Mit Tobias Schütte und Nasser Abdolkhani haben euch zwei Spieler verlassen - kehren die Langzeitverletzten Sascha Fricke und Alexander Delzer bald wieder zurück? Was muss besser werden, um den Klassenerhalt zu schaffen?"

Michael: "Wir haben immer gut ausgesehen, wenn wir das 1:0 gemacht haben. In einigen Spielen haben wir unsere Chancen zu leichtfertig vergeben und dann das Gegentor bekommen. Unsere Einstellung nach Gegentoren muss besser werden. Wir müssen die Grünenplaner Tugenden einfach wieder auf den Platz bringen. Einer der diese Tugenden verkörpert ist Sascha Fricke, der nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch hart an seinem Comeback arbeitet und alles dafür tut, bald wieder spielen zu können. Alexander Delzer wird aller Voraussicht nach leider noch länger fehlen. Sein Ausfall schmerzt uns enorm".

Redaktion: "Welche Unterschiede konntest du zwischen der Kreis- und der Bezirksliga erkennen?"

Michael: "Man merkt, dass es die Bezirksklasse nicht mehr gibt. Es ist zwischen den beiden Klassen vom Niveau her mehr als eine Liga Unterschied. Das Spiel ist viel schneller und körperbetonter geworden. Die Mannschaften aus dem Hildesheimer und Hannoveraner Raum sind echt stark."

Redaktion: "Zu guter Letzt eine Frage, die ich dir stellen muss. Wie schaffst du es mit 37 Jahren noch so fit zu sein und wielange dürfen wir dich noch in der Grünenplaner Herrenmannschaft spielen sehen?"

Michael: "Mein Körper fühlt sich einfach noch nicht wie 37 Jahre an. Mit 34 Jahren war meine fußballerische Laufbahn nach einem Knorpelschaden schon so gut wie beendet, aber das ist alles super verheilt und ich hatte seitdem auch keine Beschwerden mehr. Ich bin einer, der im Training immer noch vorneweg läuft und ich denke, dass ich noch zwei - drei Saisons, wenn ich verletzungsfrei bliebe, spielen kann."

Nach seinem Tor gegen den FC Stadtoldendorf jubelte Michael Seyd mit Sascha Fricke

Fotos: mm

Montag, 10. Februar 2020 17:16 Uhr

Holzminden (mm). Die Hoffnung eines jeden Kreisvereins sind Herrenspieler, die aus der eigenen Jugend kommen und sich im Verein engagieren. Das Mats Lüttmann nicht nur ein guter Spieler ist, beweist er bereits seit einiger Zeit. Trotz seines Studiums in Göttingen engagiert er sich auch als Jugendtrainer im Verein und gibt so sein Wissen an die Youngsters weiter.

Wir haben die fußballfreie Zeit genutzt, um uns mit Mats Lüttmann über seine bisherige Spielerlaufbahn und die aktuelle Situation beim SV06 Holzminden zu unterhalten.

Redaktion: "Mit wie vielen Jahren hast mit dem Fußballspielen angefangen?"

Mats: "Ich habe mit vier Jahren beim Vorgängerverein des SV06 Holzminden, dem Holzmindener Sportverein angefangen."

Redaktion: "Du bist ein technisch versierter Spieler. Hast du in der Kreisauswahl und/oder dem Stützpunkt gespielt?"

Mats: "Ich habe in der Kreisauswahl unter Jürgen Grabs gespielt. Im 95er Jahrgang war die Qualität ziemlich hoch. Dort habe ich dann zum Beispiel mit Bastian Helms, Bennett Schmitz, Sertac Sahbaz (SCM Bodenwerder), Patrick Kleine (FC Stahle 30) oder Lukas Neumann (MTV Fürstenberg) zusammengespielt. Im Stützpunkt bin ich nicht gelandet. Dafür habe ich später in der Regionalauswahl in NRW gespielt."

Redaktion: "Wie kam es zu deinem Wechsel nach NRW und wo hast du dort gespielt?"

Mats: "Ich wurde von der SpVg Brakel angesprochen und habe dort mein erstes B-Jugend Jahr verbracht. Dafür, dass es "nur" die westfälische Bezirksliga war, war das gerade bei den Partien auf den Kunstrasenplätzen technisch hochwertiger Fußball und für mich eine gute Erfahrung."

Redaktion: "An welche Erfolge aus deiner Jugendzeit denkst du noch gerne zurück?"

Mats: "An die A-Jugendzeit unter Enes Ujkanovic habe ich die besten Erinnerungen. In der Saison haben wir den Aufstieg von der Bezirks- in die Landesliga perfekt gemacht. Wir hatten eine unglaublich gute Stimmung in der Mannschaft, 20 Spieler waren immer beim Training. Jeder hat sich beim Training und beim Spiel für Enes die Beine ausgerissen. Er ist mein absoluter Lieblingstrainer und insgesamt war er für jeden der Größte. Die Zeit erinnert mich ein wenig an die Holenberger Jungs, die das derzeit unter Daniel Schmidtmann bis Sommer noch genießen dürfen. In der Folgesaison habe ich mit der Mannschaft dann auch den Klassenerhalt in der Landesliga geschafft."

Mats Lüttmann mit seinem Lieblingstrainer Enes Ujkanovic

 

Redaktion: "Seit einiger Zeit bist du auch in der Herrenmannschaft aktiv und hast die Aufs und Abs in den letzten Jahren miterlebt. Auf welchen Positionen wurdest du eingesetzt?"

Mats: "Studienbedingt war ich immer nur sporadisch im Einsatz. Eigentlich war die letzte Saison die erste Saison, wo ich auf richtig viele Spiele gekommen bin, bis mich ein Meniskusriss und eine Sehnenentzündung gestoppt haben. Ich sehe mich als einen typischen Achsenspieler. Ich fühle mich auf Innenverteidigerposition, auf der Sechs und auf der Acht am wohlsten. Unter Ali Chaabu wurde ich zwischenzeitlich auch mal zum Außenverteidiger umgeschult."

Redaktion: "Warum konntet ihr zuletzt, trotz gutem Start, nicht den Klassenerhalt in der Bezirksliga schaffen?"

Mats: "Die Transferpolitik im Verein war nicht gut und es wurden im Umgang mit der Jugend viele Fehler begangen, die auch offen angesprochen und bemängelt wurden. Die Zusammenarbeit mit der Jugend hat sich aber gewandelt, was auch ein großes Anliegen von mir war. Inzwischen sind die Trainerstellen in der Jugend top besetzt. So sind neben mir mit Sören Eilers, Noah Buske und Merdan Fekovic gleich drei aktive Herrenspieler auch in der Jugend tätig. Das schafft eine Indentität und eine Vereinskultur."

Redaktion: "Du sprichst es gerade an. Du bist aktuell D-Jugendtrainer im Verein. Wie bist du Trainer geworden und wie steht deine Mannschaft dar?"

Mats: "Ich wurde vor der vergangenen Saison vom damaligen Jugendleiter Andreas Korte gefragt, ob ich Sören Eilers bei der B-Jugend unterstützen möchte. Da mein Bruder Anton und seine Freunde dort gespielt haben, musste ich nicht lange überlegen. Die Zeit mit Sören war super. Er ist ein toller Mensch, ist sehr gut organisiert und arbeitet sehr akribisch, so dass ich viel dazulernen konnte. Aktuell trainiere ich gemeinsam mit Maximilian Rudloff die D-Jugend. Die Jungs wurden von Kevin Walter sehr gut ausgebildet. Es macht mir, trotz des zusätzlichen Zeitaufwandes, sehr viel Spaß. In unserer Staffel sind wir Erster geworden, sodass wir in der Rückrunde in der Kreisliga spielen werden. Bei den Hallenkreismeisterschaften sieht es derzeit so aus, als würden unsere beiden gemeldeten Teams die Endrunde erreichen."

Redaktion: "Strebst du auch eine Trainerlizenz an?"

Mats: "Ali Chaabu hat mir viel von der B-Lizenz erzählt und da ich schon seit längerem großes Interesse an der Theorie des Fußballs habe, habe ich bereits den fußballerischen Eignungstest für die B-Lizenz absolviert. Verletzungsbedingt konnte ich bisher noch nicht den ersten Teil der B-Lizenz absolvieren. Dies werde ich in diesem Jahr angehen. Die C-Lizenz ist im Übrigen keine Grundvoraussetzung für die B-Lizenz mehr und den Schiedsrichterschein werde ich auch im Rahmen der B-Lizenz erwerben."

Redaktion: "Ihr seid nach euren vielen Neuzugängen als klarer Meisterschaftsfavorit in die Saison gegangen. Von der Meisterschaft spricht in der Kreisstadt mittlerweile keiner mehr. Wie erklärst du dir die aktuelle Situation?"

Mats: "Mit der aktuellen Lage können wir nicht zufrieden sein. Klar ist, dass wir von unserem Ziel weit entfernt sind. Im Endeffekt wären wir auch belächelt worden, wenn wir mit unseren Neuzugängen ein anderes Ziel als die Meisterschaft angegeben hätten. Jedoch ist das Zusammenspiel von so vielen Neuzugängen nicht einfach und muss man auch sehen, dass viele Spieler nicht von Anfang an dabei waren bzw. beruflich stark eingeschränkt sind. Beispielhaft sind hier Jonah Sandforth, Timo Schünemann oder Malte Helms zu erwähnen. Außerdem wollen wir auf die Jugend setzen. In dieser Saison geht es nur noch darum unsere Strukturen zu festigen und den starken 01-er Jahrgang in den Herrenbereich einzubinden. In der Jugend sind wir für die nächsten Jahr überragend besetzt, sodass wir uns auf viele gut ausgebildete Spieler für den Herrenbereich freuen dürfen."

Redaktion: "In der Hinrunde hast du aufgrund deiner Verletzung noch kein Spiel bestreiten können. Wann sehen wir dich wieder auf dem Platz?"

Mats: "Nach über einem halben Jahr Pause befinde ich mich derzeit im Aufbautraining. Ich hoffe, dass ich in der Rückrunde wieder voll einsteigen kann."

Redaktion: "Was sollte aus deiner Sicht das langfristige Ziel des SV06 Holzminden sein?"

Mats: "Holzminden sollte langfristig einen gesichterten Platz in der Bezirksliga einnehmen Das ist meiner Meinung nach mittelfristig realistisch. Über höhere Ambitionen kann man sprechen, wenn wir strukturell wieder besser aufgestellt sind."

Redaktion: "Welche Wünsche hast du für deine aktive Spielerlaufbahn noch?"

Mats: "Ein großer Wunsch ist für mich bereits in der vergangenen Saison in Erfüllung gegangen. Ich wollte nochmal ein Spiel mit meinen Jugendfreunden Bastian Helms, Malte Helms, Bennett Schmitz und Julius Böke bestreiten. Das war Ostersamstag im Derby gegen den MTV Bevern. Das war wohl das dominanteste Spiel, an welchem ich teilnehmen durfte. Ein persönlicher Traum wäre es gemeinsam mit meinen Brüdern Anton und Emil ein Herrenspiel zu bestreiten."

Freudestrahlende Gesichter nach dem Derbysieg in Bevern

Fotos: mm

Jugend
Donnerstag, 08. Oktober 2020 10:41 Uhr
A-Junioren Bezirksliga: MTSV Eschershausen spielt in Salzhemmendorf unentschieden
Donnerstag, 08. Oktober 2020 10:26 Uhr

Holzminden (red). Bei wechselhaftem böigen Wind traf das Team von Kevin Walter und Maxi Rudloff in Holzminden auf die C-Jugend des JFV 2011 Nenndorf. Beide Mannschaften trennte vor dem Spiel nur ein Punkt, aber der Gast hatte in vier Spielen bereits 24 Gegentore hinnehmen müssen. Holzminden wollte daher unbedingt als Sieger vom Platz gehen, um sich von den Abstiegsrängen zu distanzieren. Leider orientierte sich die Leistung der jungen Kicker aus der Kreisstadt am Wetter, sie war sehr wechselhaft.

In der zehnten Spielminute konnte Abwehrspieler Louis Ruthe die Blau-Weißen mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 25 Metern in Führung bringen. Der Gästetorwart hatte sich offensichtlich verschätzt und dachte, der flach geschossene Ball ginge neben das Tor. Nenndorf hätte drei Minuten später den Ausgleich erzielen können, nach einer Ecke ging die Volleyabnahme aber knapp über das Tor. In der 18. Minute erzielte Spielmacher Jonah Brüning nach einer energischen Einzelleistung dann das 2:0 für den Gastgeber. Nach einem Ballgewinn an der Mittellinie dribbelte Brüning bis in den Gästestrafraum und knallte den Ball unter die Latte. Holzminden hatte das Spiel im Griff und dominierte den Gast vom Deister, verpasste es aber, die Führung entsprechend auszubauen.

In der 26. Minute musste dann Holzmindens Keeper Jon-Felix Gehl erstmals wieder eingreifen und konnte einen Schuss aus 17 Metern toll entschärfen. Das Spiel wurde jetzt giftiger und es kam zu einigen körperlichen Attacken, auch im Rücken des guten Schiedsrichters Lennox Anton aus Bodenwerder, der viele schwierige Entscheidungen zu treffen hatte. In der 30. Minute entschied Anton am Holzmindener Strafraum auf Freistoß für Nenndorf, der Ball ging dann überraschend über Keeper Gehl ins Tor zum 2:1-Anschlusstreffer. Und bereits zwei Minuten später erzielte Nenndorf den 2:2-Ausgleich, nachdem Holzmindens Abwehr stehen blieb und Gehl gegen drei Gästespieler alleine im Strafraum stand. Zwar konnte er den ersten Schuss noch abwehren, war dann aber gegen den Nachschuss machtlos. Holzminden war jetzt durch den überraschenden Spielverlauf angeschlagen und rettete sich in die Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit gelang es dem Gastgeber, das Spiel wieder zu dominieren und es kam zu einigen Torgelegenheiten durch Freistöße. Insgesamt verstand es die Mannschaft aber nicht, die eng gestaffelte Gästeabwehr durch Passspiel auszuhebeln. Viel mehr kam es immer wieder zu Einzelaktionen und entsprechenden Ballverlusten. So hatte Nenndorf in der 52. Minute die große Chance auf die Führung, als der Stürmer frei auf das SV-Tor zulief. Sein Heber über den Torwart verfehlte das Ziel aber knapp. Holzminden hatte durch Gabriel Seitz und durch Abwehrchef Julian Just Chancen auf den Siegtreffer, hatte aber ebenfalls im Abschluss Pech.

So blieb es beim gerechten Unentschieden, welches das junge Team nach der beruhigenden Führung ärgert. Die knapp vierwöchige Spielpause muss jetzt genutzt werden, um taktisch entsprechende Spielsituationen abarbeiten zu können.

John-Felix Gehl - Louis Ruthe (35. Halil Ates), Benedikt Just, Julian Just - Maarten Ebert, Jonah Brüning, Kerem Kracher (25. Fynn Sendt), Johannes Müller, Francesco Puoti - Mahmoud Hussein (27. Fynn Sendt), Hicham Miless (30. Gabriel Seitz / 60. Andrew Bamfo)

Fotos: SV06 Holzminden

Mittwoch, 07. Oktober 2020 15:43 Uhr

Holzminden (r). Am fünften Spieltag der A-Junioren Bezirksliga ist der SV 06 Holzminden nach zuletzt zwei Unentschieden in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Das Eilers-Team wurde seiner Favoritenrolle gerecht und schickte den Tabellenvorletzten Deister United mit einem 5:1 im Gepäck auf die Heimreise.

Bereits in der achten Minute konnte David Liebrecht mit einem Flachschuss ins lange Eck die verdiente Führung erzielen. Zuvor hatte sich Stürmer Lennard Ebert links durchgesetzt und flach in den Rückraum zurückgelegt. Der Gast kam mit einem Konter in der 14. Minute erstmals gefährlich in die Holzmindener Hälfte. Abwehrstratege Kerim Sagir konnte diesen an der Mittellinie trotz Foulspiels, für das er früh die Gelbe Karte vom guten Referee Udo Schünemann sah, nicht unterbrechen, dies gelang erst Magnus Hille mit gutem aber grenzwertigem Körpereinsatz. Nach der folgenden Ecke kam Deisters Stürmer freistehend nicht kontrolliert zum Kopfball.

Die Kreisstädter verstanden diese Warnung und kontrollierten jetzt den Gegner. Mannschaftskapitän Mats Lindner schickte Ebert in der 20. Minute mit einem tollen Pass steil, der sich gegen zwei Abwehrspieler durchsetzte und zum 2:0 ins lange Eck einnetzte. Holzminden hatte jetzt hochkarätige Torchancen im Minutentakt, aber Mats Lindner (22.), Paul Kösel (24. und 26. Minute) und David Liebrecht nach sehenswerter Kombination mit Ali Noureddine scheiterten am Gästekeeper. So war es Mittelfeldmotor Luca Seidensticker, der nach Freistoß von Paul Kösel mit dem schönsten Tor des Tages per Hacke das 3:0 erzielte. Direkt vor der Pause hätte Paul Kösel es dann selbst machen müssen, aber sein Kopfball traf nur den Pfosten und den Nachschuss setzte Kösel aus drei Metern direkt auf den Bauch des Torhüters.

Die zweite Halbzeit begann dann mit einem Paukenschlag. Völlig überraschend verkürzte Deister nach einem Abwehrfehler durch Julien Erdmann auf 1:3 und drängte dann kurzfristig auf den Anschlusstreffer, den SV-Keeper Luan Rama mit einer guten Parade verhindern konnte. Nach der folgenden Ecke verfehlte ein Kopfball das SV-Tor knapp. Auf diese Drangphase der Gäste reagierte Holzminden aber perfekt. Lennard Ebert lief allein auf das Gästetor, schloss aber zu unplatziert ab, sodass Deisters Torwart den Ball zunächst abwehren konnte. Den Abpraller schob dann jedoch Marlon Djak zum 4:1 über die Linie.

Holzminden kontrollierte jetzt die Partie und erzielte in der 63. Minute durch Lennard Ebert mit seiner vierten Torbeteiligung im Spiel das 5:1, erneut nach Vorlage von Mats Lindner. Das Spiel war entschieden, blieb aber unterhaltsam. Immer wieder war es der stark aufspielende Ali Noureddine, der seine Mitspieler mit punktgenauen langen Bällen in Szene setzte. Leider scheiterten David Liebrecht und der eingewechselte Victor Ruiz mehrfach am starken Gästetorwart. Und auch Holzmindens Luan Rama konnte sich mit einer Glanzparade auszeichnen und wehrte einen Schuß des frei durchgelaufenen Gästestürmers in Schulterhöhe mit dem Fuß ab.

In der Tabelle hat sich nunmehr ein Spitzentrio mit Bad Nenndorf, Bad Pyrmont und dem SV06 Holzminden leicht abgesetzt. Am sechsten Spieltag, der wegen der Herbstferien erst am 31.10.2020 stattfindet, treffen Bad Pyrmont und Bad Nenndorf aufeinander, während Holzminden im Lokalderby beim MTSV Eschershausen antritt, der bislang mit fünf Punkten gut gestartet ist und versuchen wird, dem Nachbarn aus der Kreisstadt die Punkte abzunehmen.

Luan Rama - Marlon Djak (64. Anton Lüttmann), Kerim Sagir, David Liebrecht - Mats Lindner, Magnus Hille (74. Henrik Finkmann), Paul Kösel (64. Mir Tursun), Marc-Cevin Meyer, Luca Seidensticker, Ali Noureddine (75. Victor Ruiz) - Lennard Ebert

Fotos: SV06 Holzminden

Mittwoch, 07. Oktober 2020 12:12 Uhr

Eschershausen (mm). Das für den morgigen Donnerstag geplante Schnuppertraining für G- und F-Junioren des MTSV Eschershausen wird aufgrund der derzeitigen Wetterlage auf Donnerstag, den 15.10.2020 verschoben! Das Training für G-Junioren (bis Jahrgang 2014) geht von 16 - 17 Uhr, im Anschluss folgt ab 17 Uhr eine einstündige Trainingseinheit für F-Junioren (bis Jahrgang 2012).

Bei Rückfragen steht Jugendleiter Alexander Bekiersz unter der Handynummer 0172/5492603 zur Verfügung.

Collage: mm

 

Dienstag, 06. Oktober 2020 11:29 Uhr

Deensen (mm). Der Jugendfußball ist in Deensen gut angekommen. Seit einigen Wochen findet auf dem neuhergerichteten B-Platz, neben dem Vereinsheim, das Training der insgesamt vier Mannschaften der neuen Jugendabteilung des VfR Deensen. "Wir sind sehr zufrieden, auch wenn es für uns noch ziemlich ungewohnt ist, nun über eine eigenständige Jugendabteilung zu verfügen. Die Zusammenarbeit mit unserem Jugendleiter Alexander Burose klappt hervorragend", freute sich Deensens Vorsitzender Tobias Schmidtmann im Gespräch mit der Redaktion.

Viel Arbeit stand in den letzten Wochen an. So mussten für die Mannschaften neue Trikots angeschafft werden. "Wir freuen uns sehr, dass Viktor Schreiner, Regionalgeschäftsstellenleiter für Deutsche Vermögensberatung (DVAG), unsere Mannschaften mit einheitlichen Trikots ausgestattet hat", zeigte sich Schmidtmann über die Ausstattung der Teams erfreut. Neben den Spielern, die vom FC Stadtoldendorf zum VfR Deensen gekommen sind, spielen in der D-Juniorenmannschaft auch Gastspieler von der SG Lenne/Wangelnstedt mit. Zudem kommen nun auch Spieler aus Deensen zu den Jugendmannschaften dazu. Die Spieler dankten dem Sponsor mit vielen Siegen!

Neben des B-Platzes, der neben des Trainingsbetriebs auch als Spielort der F- und E-Junioren dient, wird derzeit der nicht mehr genutzte Tennisplatz mit einem Kunstrasen ausgestattet, sodass dort auch schon bald kleine Trainingseinheiten stattfinden können. "Der B-Platz ist gut angekommen. Wir freuen uns, dass nach so vielen Jahren endlich wieder mehr Bewegung auf unserem Sportplatz stattfindet", so Schmidtmann abschließend.

Trainingszeiten des VfR Deensen

G-Jugend: montags 16:30 Uhr - 17:30 Uhr in Deensen

F-Jugend: montags 16:30 Uhr - 18:00 Uhr in Stadtoldendorf (Sportplatz vor der Sporthalle)

E-Jugend: mittwochs 16:30 Uhr - 18:00 Uhr in Deensen

D-Jugend: dienstag + donnerstags 17:00 - 18:30 Uhr in Deensen

Foto: mm

 

Fan Aktiv
Mittwoch, 29. Juli 2020 10:51 Uhr
ARD-Quizshow: Gladbach-Fan Claus Blümel spricht Vereinsnamen des Erzrivalen nicht aus
Sonntag, 31. Mai 2020 10:38 Uhr

Fürstenberg/München/Barecelona (red). In diesen Tagen war es genau 21 Jahre her, dass der FC Bayern München das Champions League Finale in Barcelona gegen Manchester United nach langer 1:0-Führung durch zwei Gegentore in der Nachspielzeit noch mit 1:2 verlor. Das Spiel wird noch heute als die „Mutter aller Niederlagen“ bezeichnet. Fürstenbergs Vorsitzender Achim Helm, bekennender Bayern-Fan, war live dabei.

Der Erfahrungsbericht von Achim Helm

Eigentlich beginnt unsere kleine Geschichte bereits gut 9 Monate früher im Herbst 1998: Mit dem MTV Fürstenberg planten wir eine Wochenendfahrt nach München inkl. Besuch eines Bundesligaspieles des FC Bayern München im Olympiastadion. Es war aber gerade die Zeit, als die Terminplaner der Bundesliga begannen die Spieltage oftmals recht kurzfristig (nicht wie heute mit mehreren Wochen oder Monaten Vorlauf) zu zerstückeln, um höhere Fernsehgelder zu erzielen.

Auch unsere Fahrt war davon betroffen, da das Spiel, welches wir sehen wollten, auf Sonntagabend terminiert wurde. Daraufhin brachte ich unsere Enttäuschung in einem Brief an den damaligen Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß, zum Ausdruck. Wenige Wochen später klingelte in meinem Büro bei der Kreisverwaltung Höxter das Telefon. Eine ruhige Stimme meldete sich mit den Worten „Ja Hoeneß hier“. Es war tatsächlich Uli Hoeneß, der sich persönlich mit der Angelegenheit befasste. Der Macher des FC Bayern bedauerte die kurzfristige Ansetzung und teilte mit, dass dem Verein die Hände gebunden seien. Er bot aber an, dass ich mich bei ihm melden solle, wenn er mal was für mich tun könne.

Einige Monate später hatte der FC Bayern das Champions League Finale erreicht. In Barcelona spielte man gegen Manchester United. Schon damals war es sehr schwer an Tickets für solche Events zu kommen. Also wandte ich mich an Uli Hoeneß. Und dieser hielt Wort. Dank seiner Unterstützung hatten wir mit fünf Fußballfans die Möglichkeit dieses historische Spiel live vor Ort zu sehen.

Mit dem Zug reisten wir zu viert am Tag vor der Partie von Fürstenberg nach München und übernachteten bei meinem Schwager Thorsten Busche in der bayerischen Landeshauptstadt. Im Gepäck hatten wir fünf Eintrittskarten für das Champions League Finale 1999. Der Preis für ein Ticket, es gab ja noch keinen Euro, betrug für heutige Verhältnisse sagenhafte 245 Peseten = ca. 35,00 DM.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit der S-Bahn zum Flughafen und flogen von dort gemeinsam mit 550 Fans des FC Bayern in einem der mehr als 20 gecharterten Flugzeuge in die spanische Metropole. Mit Bussen transportierte man uns dort zum Camp Nou, der 90.000 Zuschauer fassenden riesigen Betonschüssel mitten in Barcelona. Aus Angst, dass sich die beiden Fanlager zu nahe kommen, wurden wir vom Busbahnhof einmal durch die Altstadt zur anderen Stadionseite geführt.

Der FC Bayern war das eindeutig spielbestimmende Team, hatte schon in der Anfangsphase einmal die Latte getroffen. Mario Basler gelang in der 5. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß die Führung. In der Folge versäumte es die Hitzfeld-Elf den Vorsprung auszubauen. Und dann:

Ich weiß es noch wie heute: Es lief die 90. Minute. Ich kramte meinen Fotoapparat aus dem Rucksack, um den historischen Moment festzuhalten. Da fiel der 1:1-Ausgleich für ManU. Also gut dachte ich: Verlängerung und packte den Fotoapparat wieder ein. Genau in diesem Moment nahm das Unglück seinen Lauf, denn die Engländer erzielten sogar noch das 2:1. Der Traum vom großen Triumpf war aus!

Nach dem Schlusspfiff wurden Fans beider Teams ins Hafenviertel gefahren. Die einen im Freudentaumel, konnten ihr Glück kaum fassen die Partie gegen einen überlegenen Gegner gewonnen zu haben. Die anderen, wir, waren irgendwie wie gelähmt und sehnten den Morgen herbei. Vom Vergnügungsviertel ging es noch in der Nacht zum Flughafen. Um 06:00 Uhr morgens stiegen wir müde und immer noch irgendwie enttäuscht in den Flieger Richtung München. Gegen Abend waren wir schließlich wieder zurück im beschaulichen Weserbergland.

Trotz der sportlichen Enttäuschung war es ein tolles, unvergessliches Erlebnis!

FAKTEN ZUM SPIEL

FC Bayern München

Aufstellung: Oliver Kahn - Markus Babbel, Samuel Kuffour, Lothar Matthäus (80. Thorsten Fink), Thomas Linke, Stefan Effenberg, Jens Jeremies, Mario Basler (89. Hasan Salihamidzic), Michael Tarnat, Carsten Jancker und Alexander Zickler (71. Mehmet Scholl)

Trainer: Ottmar Hitzfeld

Machester United

Aufstellung: Peter Schmeichel - Gary Neville, Denis Irwin, Ronny Johnson, Jaap Stam, David Beckham, Nicky Butt, Ryan Giggs, Jesper Blomqvist (67. Teddy Sheringham), Andy Cole (81.Ole Gunnar Solskjær), Dwight Yorke

Trainer: Alex Ferguson

Schiedsrichtergespann: Pierluigi Collina (Italien) mit Assistenten Gennaro Mazzei (Italien) und Claudio Puglisi (Italien)

Tore: 1:0 Mario Basler (5.), 1:1 Teddy Sheringham (90.), 1:2 Ole Gunnar Solskjær (90.)

Zuschauerzahl: 90.245 im Camp Nou (ausverkauft)

Foto: privat

Mittwoch, 29. April 2020 11:47 Uhr

Eschershausen/Köln (mm). Zu einer Stadionfahrt nach Köln hatten sich die Eschershäuser Sergej Michelis und Michael Müller mit zwei Bekannten aus der Region Hannover entschlossen. Köln befand sich in der Saison 2017/2018 nach 15 Spielen mit schwachen drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Am 10. Dezember sollten sie den SC Freiburg empfangen, welcher als Tabellendrittletzter ebenfalls mit Abstiegssorgen zu kämpfen hatte. "Bei einem Spiel zwischen zwei Mannschaften, die gegen Abstieg spielen, hatten wir eigentlich keine großen Erwartungen, sodass wir mit dem Torfestival gar nicht gerechnet hatten", blickten die Raabestädter auf das Bundesligaspiel zurück - nach einer 3:0-Führung verloren die Kölner, sinnbildlich für die Saison, in der Nachspielzeit noch mit 3:4.

Mit der Bahn reisten die Fußballfans am zweiten Advent nach Köln. Dort angekommen wurde neben des Kölner Doms auch ein Weihnachtsmarkt angesteuert. In der Domstadt begann es an diesem Nachmittag heftig zu schneien, sodass bereits die Fahrt mit der Straßenbahn zum Stadion eine erste Herausforderung darstellte. Im Stadion angekommen, sah man schließlich mit wieviel Schnee der erst unter der Woche neuverlegte Rasen, trotz einer auf Hochtouren laufenden Rasenheizung, bedeckt war, sodass erste Zweifel aufkamen, ob das Spiel überhaupt stattfinden würde.

"Es waren 120 Helfer mit Schneeschiebern am Werk. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt", berichtete Michael Müller. Und trotz des hohem Einsatzes sollte der Schnee auf dem Spielfeld nicht weniger werden. Im Stadion warteten die 45.100 Zuschauer im RheinEnergieSTADION, welches für 49.968 Besucher Platz bietet, auf das "OK" des Schiedsrichtergespannes. Dann war es soweit - mit einer halben Stunde Verspätung liefen die Mannschaften zur Hymne des 1. FC Köln ein. Unter großem Applaus des Publikums wurde das Spiel mit freigeräumten Sechzehnern, roten Linien und einem roten Ball angepfiffen.

Köln stand vor der Partie mit dem Rücken zur Wand. Die Rheinländer wollten endlich ein Erfolgserlebnis feiern, um ein Ausrufezeichen im Tabellenkeller zu setzen. Sie kamen mit den Platzbedindungen auch gleich besser zurecht. Lukas Klünter brachte den 1. FC Köln bereits nach acht Minuten mit 1:0 in Führung. Acht Zeigerumdrehungen später legte Sehrou Guirassy per Strafstoß das 2:0 nach. Nach einer guten halben Stunde fiel das 3:0 - ein Eigentor von Freiburg. "Die Kölner Zuschauer neben uns sind ausgerastet. Sie konnten nicht glauben, dass sie in diesem wichtigen Spiel schon mit 3:0 geführt haben", blickte Sergej Michelis auf die Szenen zurück, die sich im Stadion abgespielt haben. Sechs Minuten vor der Pause verkürzte Nils Petersen auf 3:1-Halbzeitstand.

"Es sah alles danach aus, als würde Köln wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren", war Müller zur Halbzeit noch überzeugt. Die Mannschaft von Gästetrainer Christian Streich ließ sich allerdings, auf dem mit der Zeit immer besser bespielbaren Platz, keine Hektik aufkommen und verkürzte in der 65. Spielminute durch Janik Haberer auf 3:2. Die Kölner Zuschauern sehnten gegen die immer stärker werdenden Freiburger den Schlusspfiff herbei. Nach einem Foulspiel bekam der SCF einen Strafstoß zugesprochen, welchen Nils Petersen in der 90. Spielminute zum 3:3-Ausgleich verwandelt hat. In der fünften Minute der Nachspielzeit folgte ein Handspiel von Kölns Sehrou Guirassy im eigenen Sechzehner, sodass es einen Handelfmeter für die Freiburger geben sollte. Nils Petersen legte sich erneut den Ball zurecht und versenkte die Kugel zum vielumjubelten 3:4-Endstand.

Während die Kölner am Boden lagen, starteten die Freiburger einen Jubellauf zum Gästeblock. Sie konnten es nicht fassen, dass sie diese Partie noch gedreht hatten. Logischerweise wurde Nils Petersen mit seinen drei Treffern zum Mann des Spiels. "Dieses Spiel werde ich nie vergessen. Das ist der Fußball, den wir Fußballfans so lieben", resümierte Michelis abschließend.

Foto: mm

Dienstag, 28. April 2020 11:01 Uhr

Boffzen/Trabzon (mm). Die Republik Türkei hat insgesamt 81 Provizen. Aus der Provinz mit der Nummer 61 stammt die Familie von Boffzens Außenverteidiger Erhan Erdogan, nämlich aus Trabzon! Selbstverständlich schlägt sein Fußballherz auch für den Fußballclub Trabzonspor, welcher derzeit in der ebenfalls wegen des Coronavirus unterbrochenen türkischen Süper Lig die Tabelle anführt. Mit dem neuesten Trikotsatz des Kreis Holzmindener Kreisligist FC 08 Boffzen konnte sich Erdogan auch einen Wunsch erfüllen. "Ich trage die 61 mit Stolz. Bei Trabzonspor ist diese Nummer heilig. Sie darf auch nur von Spielern aus dieser Provinz getragen werden", freut sich der Boffzer, dass er diese hohe Rückennummer bei seinem Heimatverein tragen darf.

Drei- bis viermal im Jahr besucht Erdogan, welcher selbst in Deutschland geboren ist, seine Familie in Trabzon und verbindet dies gerne mit Stadionbesuchen. Der Fußballclub wurde 1967 gegründet und konnte seitdem unter anderem sechs türkische Meisterschaften feiern. "Eigentlich sind es sieben Meisterschaften. Wir waren in der Saison 2010/2011 mit unserem gößten Rivalen Fenerbahçe Istanbul punktgleich, aber wir wurden in der Abschlusstabelle Zweiter. Fenerbahçe Istanbul stand jedoch im Verdacht von Spielmanipulationen. Die türkische Justiz hat sie dann auch in sechs Meisterschaftsspielen für schuldig befunden. Sie wurden von der UEFA für zwei Jahre für den Europacup gesperrt und wir durften in der Champions League spielen. Wir warten immernoch, dass uns der türkischen Fußballverband den Titel anerkennt", erinnert sich Erdogan an die Spielzeit 2010/2011.

Zunächst hat die Mannschaft von Trabzonspor im Hüseyin Avni Aker Stadion vor bis zu 25.000 Zuschauern gespielt. "Das Stadion war mitten in der Stadt. Ich hatte das Glück, die Stimmung bei Pokal- und Ligaspielen sowie in dem damaligen UEFA-Cup zu genießen", denkt Erdogan ans "alte Stadion" von Trabzonspor zurück, welches nach der Errichtung des neuen Stadions abgerissen wurde.

Aktuell spielt der türkische Tabellenführer, welcher mit Ugurcan Cakir, Abdulkadir Parmak und Abdulkadir Ömür drei aktuelle türkische Nationalspieler im Kader hat, in der Şenol Güneş Spor Kompleksi Medical Park Arena. Dieses Stadion wurde an der Schwarzmeerküste erbaut und kann bis zu 41.461 Zuschauer fassen. "Ich kann von meinem Balkon direkt auf das Stadion gucken", genießt Erdogan jedes Mal den Anblick. Sein letzter Stadionbesuch bei den Weinrot-Hellblauen war am 15. Februar 2019 gegen Sivasspor. Dieses Duell konnte sein Team mit 2:1 für sich entscheiden. Zugleich ließ er durchblicken, dass zu jedem Stadionbesuch, anders als in Deutschland, das Essen von Köfte Ekmek dazugehört.

"Trabzon ist eine typische Fußballstadt. Wenn die Mannschaft gewinnt, ist auf den Straßen viel los. Werden Spiele verloren, sind die Fans lustlos und man sieht nur wenige Menschen mit Trikots auf den Straßen", beschreibt Erdogan das Leben als Fan von Trabzonspor. Hierzu passt auch der #YANYANA, welcher auf deutsch "Gemeinsam" bedeutet und in Großbuchstaben vor dem Stadion steht. "Ich hoffe sehr, dass meine Mannschaft die Meisterschaft holt, aber auch in der Türkei ist fraglich, wie und ob die Saison zu Ende gespielt wird", so Erdogan abschließend.

Fotos: privat, mm

 

Dienstag, 21. April 2020 12:43 Uhr

Wien (mm). "Hauptsache Fußball" hieß das Motto, mit welchem Lennes Fußballfachwart Michael Keunecke, zu dem Zeitpunkt noch Keeper des TSV Lenne, am Samstag, den 19. April 2014 das Heimspiel vom FK Austria Wien gegen den Wolfsberger AC in der österreichen Bundesliga anging. Bei schönem Wetter fanden sich lediglich 6.450 Zuschauer in der Generali-Arena ein, welche 17.500 Besucher fassen kann.

Zur Hochzeit hatten Michael Keunecke und seine Frau Annika eine mehrtägige Reise in die österreichische Hauptstadt geschenkt bekommen. So gab der Fußballer das Spiel in der damaligen A-Liga bzw. Staatsliga als Ziel aus. "Das kleine Stadion hatte schon seinen Charme, allerdings kann man es überhaupt nicht mit deutschen Stadien im Profifußball vergleichen", blickte Keunecke auf die Generali-Arena zurück.

Zum Spiel: In der 29. Spielminute gingen die Gäste des Wolfsberger AC mit 0:1 in Führung. Diesen Spielstand glichen die Hausherren nach 51 Minuten zum 1:1-Endstand aus. "Fußball in Österreich ist wie Popcorn mit Salz, nicht so prall. Ich wollte im Stadion etwas gutes tun und habe Popcorn gekauft. Leider habe ich nicht gesehen, dass es mit Salz ist - das passte zum Spiel", schmunzelte Keunecke.

Fotos: Michael Keunecke

Überregional
Donnerstag, 15. Oktober 2020 16:37 Uhr
U11 von Eintracht Northeim mit Testspielsieg gegen Bad Pyrmont
Freitag, 28. August 2020 15:03 Uhr

Brakel (r). Auch in dieser Saison testet die U11 des FC Eintracht Northeim wieder fleißig. Am vergangenen Samstag wurde als Testspielgegner die U11 der JSG Brakel/Hembsen gewählt. Nach einer "kurzen" Anfahrt von 1,5 Stunden konnte das Testspiel unter Coronahygienemaßnahmen auf der schönen Anlage der Spvg Brakel stattfinden.

Bereits nach zehn Minuten war abzusehen, dass dieses Spiel leider nicht das versprach, was sich Trainer & Eltern erhofft haben. Zu deutlich war die spielerische Dominanz von Eintracht Northeim. Nach den ersten 20 Minuten stand es 9:1 für die Eintracht. Nachdem Trainer Hönhl die gesamte Mannschaft durchgetauscht hat, kam der Spielfluss für ein paar Minuten zum erliegen, um danach nochmal Druck zu machen und 8 Tore nachzulegen. Somit wurde ein 17:2-Sieg rausgeschossen.

Vielen Dank an die JSG Brakel/Hembsen für diesen Test. Für Testspiele werden weiterhin ambitionierte U 11 oder U12 Mannschaften gesucht. Kontakt kann über die Homepage des FC Eintracht Northeim erfolgen.

Foto: FC Eintracht Northeim

Samstag, 15. August 2020 09:57 Uhr

Föhrste (red). Während andernorts der Ball schon lange wieder rollt und bereits die ersten Testspiele absolviert worden sind, wird beim Kreisligaaufsteiger TSV Föhrste derzeit dreimal wöchentlich intensiv trainiert. Den Hildesheimer Neu-Kreisligist hat nach drei Jahren Steffen Thäsler verlassen - er ist zum DSC Duingen zurückgekehrt (wir berichteten). Dafür ist es den Verantwortlichen ligaunabhängig gelungen (Anm. d. Red.: der TSV Föhrste ist unter Anwendung einer Härtefallregel ein paar Tage nach dem außerordentlichen Verbandstag in die Hildesheimer Kreisliga aufgestiegen), gleich zehn Spieler für den Herrenbereich zu verpflichten!

So wechseln Torhüter Luca de Kort (19) und Außenspieler Denny Meyer (21) von der SV Alfeld nach Föhrste. Die ebenfalls in Alfeld ausgebildeten Markus Voshage (24, Stürmer, TSV Adenstedt), Bjan Pattke (20, Torhüter, TSV Adenstedt), Marius Schütz (24, Stürmer, SV Friesen Langenholzen) und Marvin Gawel (20, Außenspieler, SV Freden) geben dem Trainerduo Marian Liersch und David Paasche zudem mehr Optionen auf allen Positionen. Mit Lukas Kruskop (19, Außenspieler, SV Freden), Rückkehrer Nikolas Opitz (28, Stürmer, TSV Kaierde), Frederick Hauschild (29, Außenspieler, Delligser SC) und Christian Linne (31, Abwehrspieler, VfB Bodenburg) befeuern vier weitere Akteure fortan den Konkurrenzkampf.

"Wir sind total froh, dass wir so viele Spieler dazubekommen haben, die einerseits die Qualität heben und andererseits den Altersschnitt senken", so Paasche und Liersch. Nun sei es wichtig, konzentriert zu arbeiten, um die Klasse im zweiten Anlauf zu halten. Getestet wird gegen den VfL Sehlem (Freitag, 21. August, 19 Uhr), beim TuSpo Grünenplan (Sonntag, 23. August, 15 Uhr) und bei der SV Alfeld (Sonntag, 30. August, 15 Uhr).

Foto: Markus Binnewies

Montag, 27. Juli 2020 07:54 Uhr

Barsinghausen (mm). Am gestrigen Sonntagabend gab der NFV-Bezirk Hannover die Staffeleinteilungen der Landes- und Bezirksliga bekannt. In der Landesliga wird unter anderem der ehemalige Keeper des VfL Dielmissen und MTSV Eschershausen Kai Witt mit seinem TSV Barsinghausen auf die in Stadtoldendorf wohnhaften Niklas "Pommes" Dorf und Nicolas Grupe treffen, welche mittlerweile für den FC Eldagsen kicken.

Den Gruppenkopf der Bezirksligastaffeln 8 und 9 werden mit dem MTSV Aerzen und dem SV BW Salzhemmendorf zwei Teams aus dem Kreis Hameln-Pyrmont bilden. Die weiteren Teams kommen aus dem Kreis Hildesheim. Über die Staffel 10, in der sich alle Kreis Holzmindener Teams befinden, berichteten wir bereits gestern (HIER).

LANDESLIGA

Landesliga Staffel 1

1. Heesseler SV

2. OSV Hannover

3. STK Eilvese

4. TSV Burgdorf

5. TSV Godshorn

6. TSV Krähenwinkel/Kaltenweide

7. TSV Stelingen

8. TSV Wetschen

9. TuS Sulingen

Landesliga Staffel 2

1. FC Eldagsen

2. SC Hemmingen-Westerfeld

3. SpVgg Bad Pyrmont

4. SV Bavenstedt

5. TSV Barsinghausen

6. TSV Pattensen

7. VfL Bückeburg

8. VfR Evesen

9. 1. FC Sarstedt

10. 1. FC Wunstorf

BEZIRKSLIGA

Bezirksliga Staffel 8

1. MTSV Aerzen (Hameln-Pyrmont)

2. SC Harsum

3. SC Drispenstedt

4. SV Bavenstedt II

5. SV Einum

6. SV RW Ahrbergen

7. TuS Hasede

8. TuSpo Schliekum

Bezirksliga Staffel 9

1. SV BW Salzhemmendorf

2. FC Ambergau-Volkersheim

3. MTV Almstedt

4. SV Newroz Hildesheim

5. SV Alfeld

6. SV B-W Neuhof

7. VfR Germania Ochtersum

Foto: mm

Montag, 20. Juli 2020 14:42 Uhr

Northeim (red). Nachdem Training im Freien wieder erlaubt war, konnte Trainer Michael Höhnel seine komplette Mannschaft wieder an der Rhume begrüßen. Zusammen mit Philipp Weissenborn wurden verschiedene Übungen und Laufwege einstudiert - immer unter den geltenden Abstandsregeln. Als die Freigabe für Fußball mit Kontakt kam, war die Freude auf "richtigen" Fußball groß.

So fand sich am Samstag auf dem Kunstrasenplatz in Northeim die U10 bei besten Wetter ein, um gegen die eigene U11 ein Testspiel auszutragen. Die ersten paar Minuten gehörten ganz klar der U11, mit Neuzugang Jamil El- Wayss vom FC Stadtoldendorf. In Führung ging aber die U10, welche nur vier Ballkontakte brauchte, um mit 1:0 in Führung zu gehen. Fünf Minuten später bot sich das gleiche Bild - 2:0 für die U10. Die U11 stellte in der Defensive um, diese Umstellung schien zu fruchten. Der Anschlusstreffer wurde schön rausgespielt. Nach vielen Chancen auf beiden Seiten ging die U11 mit einem knappen 3:2 als Sieger vom Platz.

In der Hoffnung, dass der normale Spielbetrieb im September wieder aufgenommen wird, stehen für die U10 intressante Tuniere gegen die Nachwuchsleistungszentren der Bundesligisten der 1. + 2. Bundesliga an. Der Auftakt bildet das Tunier bei der Eintracht Braunschweig am 22.8.20.

Foto: FC Eintracht Northeim

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